Die aus Eritrea stammende X. flüchtete gemeinsam mit Ehemann Y. und Tochter A. aus ihrer Heimat. Die Familie wurde auf der Flucht getrennt, worauf Mutter und Tochter die Reise ohne Y. in Richtung Schweiz fortsetzten. Im Herbst 2011 wurden sie im Asylzentrum in der Gemeinde V. (Kanton Luzern) untergebracht. Im Dezember 2011 gebar X. ihr zweites Kind (B.). Schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen führten dazu, dass B. bis Mitte März 2012 stationär im Kinderspital Luzern behandelt werden musste. X. und A. hatten das Asylzentrum in der Gemeinde V. aber bereits im Januar 2012 mit unbekanntem Ziel verlassen; eine Öffentlichkeitsfahndung blieb erfolglos.