ZGB hat eigenständige Bedeutung und ist somit gemäss bestehender Rechtsprechung und Literatur kein Anwendungsfall des Rechtsmissbrauchsverbots (vgl. BGE 107 II 331 E. 4 mit Hinweisen auf BGE 92 II 93 E. 3 und 91 II 196 E. 4; Petitpierre, a.a.O., Art. 736 ZGB N 14; Kähr, a.a.O., Art. 736 ZGB N 17; wohl abweichend: BGer-Urteil 5A_898/2015 vom 11.7.2016 E. 3.4). Im Gegensatz zur Argumentation der Vorinstanz ist demgemäss im vorliegenden Urteil der klägerische Einwand des rechtsmissbräuchlichen Verhaltens nicht im Kontext mit Art. 736 ZGB, sondern eigenständig zu prüfen.