Die Praxis im Kanton Zürich lehnt zwar den Zeugenbeweis für den Beweis offensichtlicher Unrichtigkeit im Sinne von Art. 28h Abs. 2 ZGB ab, da Zeugenaussagen keine unwiderlegbaren Beweise seien, welche die Unrichtigkeit der Gegendarstellung sofort und absolut überzeugend darzutun vermöchten (ZR 88 [1989] Nr. 34). In der Rechtsprechung insgesamt hat sich dieser Grundsatz allerdings noch nicht verfestigt (vgl. Kocian Elmaleh Katerina, Gegendarstellungsrecht - Droit de réponse, Diss. Zürich 1993, S. 161f.; kein grundsätzlicher Ausschluss des Zeugenbeweises, in: ZR 87 [1988] Nr. 125).