| | Entscheid: | Art. 12 lit. c BGFA. Ein Anwalt, der eine Urkundspartei in einem Prozess vertritt, in welchem ein von ihm beurkundeter Erbvertrag streitig ist, verletzt das Gebot der anwaltlichen Unabhängigkeit (Bestätigung von LGVE 2010 I Nr. 33). Zu prüfen ist schliesslich, ob ein persönlicher Interessenkonflikt vorliegt. Obwohl dieser in Art. 12 lit. c BGFA nicht ausdrücklich erwähnt ist, darf der Anwalt ein Mandat nicht annehmen bzw. muss es niederlegen, wenn die Interessen des Klienten mit seinen eigenen Interessen kollidieren (Fellmann, in: Komm. zum Anwaltsgesetz, [Hrsg. Fellmann/Zindel], 2. Aufl., Art. 12 BGFA N 92).