{"Signatur": "GR_VG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2003-12-31", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2003-4_2003-12-31.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PVG_2003_4_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976281052a6222054787d34f479a0501b57569b0b3ac4cc677ae0bcd7ee45def75aedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976281052a6222054787d34f479a0501b57569b0b3ac4cc677ae0bcd7ee45def75aedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PVG_2003_4", "Checksum": "2b9aa2bb979e0025ebd3d12b2b720fb2"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PVG 2003 4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2003 PVG 2003 4"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA) 31.12.2003 PVG 2003 4"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:39:37", "Checksum": "0def95841089261d9ba1ebab368cab85", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2003 PVG 2003 4\nRegeste:\nPraxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E\n\nlage bzw. zu deren Vorbereitung, sondern bereitet seinerseits erst\ndie Entscheidungsgrundlagen zuhanden der die Volksabstimmung veranlassenden Behörde vor. Erst wenn diese Behörde die\nVorlage definitiv zuhanden der Abstimmung verabschiedet hat\nund damit an die Stimmbürgerschaft herantritt, beginnt das Vorbereitungsverfahren für die Abstimmung.\nb) Die Festlegung des generellen Gestaltungsplans unterliegt – da er eine Abänderung des Baugesetzes erforderlich\nmacht – nach Massgabe von Art. 29 Abs. 1 GdeV der Urnenabstimmung. Art. 31 in Verbindung mit Art. 36 Abs. 1 Ziff. 4 der GdeV bestimmt weiter, dass der Urnenabstimmung nur Geschäfte unterbreitet werden dürfen, welche vom Gemeinderat vorberaten worden sind. Endlich hält Art. 51 Ziff. 1 GdeV fest, dass sämtliche\nVorlagen, über die der Gemeinderat zu befinden hat, vom Gemeindevorstand vorzuberaten sind. Dieser Verfahrensablauf bedingt, dass der Gemeindevorstand dem kommunalen Parlament\nzunächst eine Botschaft mit seinen Anträgen vorlegt, worüber\ndieses dann zu beraten und zu entscheiden hat, um endlich die\nallenfalls geänderte endgültige Vorlage zuhanden der Volksabstimmung zu verabschieden. Erst dann steht fest, dass die Abstimmung überhaupt stattfindet. In diesem Stadium beginnt die\nPflicht der Behörden zur Zurückhaltung, und erst dann kann gegen\nMängel in der Abstimmungsvorbereitung Stimmrechtsbeschwerde erhoben werden. Auf den Rekurs ist somit nicht einzutreten.\nU 03 76 Urteil vom 2. September 2003\n\n29\nKonzessionen und Bewilligungen 3\nConcessioni e autorizzazioni\n\n3 Apotheker-Stellvertreterbewilligung.\n– Das kantonale Recht darf die Bewilligung zur fachlich\nselbständigen Tätigkeit als Apotheker-Stellvertreter an den\nBesitz eines eidgenössischen Diploms oder eines\nanderen gleichwertigen Diploms knüpfen.\n\nAutorizzazione per supplente farmacista.\n– Il diritto cantonale può far dipendere l’autorizzazione a\npraticare l’attività indipendente qualificata di supplente\nfarmacista dal possesso di un diploma federale o di un\naltro diploma equivalente.\n\nErwägungen:\n3. a) Der Rekurrent erblickt in der Verweigerung der Erteilung einer Apotheker-Stellvertreterbewilligung u.a. eine Verletzung der verfassungsrechtlich garantierten Wirtschaftsfreiheit\n(Art. 27 BV). Zu prüfen ist, ob die Verweigerung verfassungsrechtlich zulässig ist. Die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) schützt – wie\nbereits die noch in Art. 31 aBV verankerte Handels- und Gewerbefreiheit – jede gewerbsmässig ausgeübte, privatwirtschaftliche\nTätigkeit (in Handel, Gewerbe, Landwirtschaft, Industrie etc.), die\nder Erzielung eines Gewinns oder eines Erwerbseinkommens\ndient (BGE 124 I 310; 119 Ia 378 Erw. 4b). Sie gilt nach bestätigter\nPraxis auch für unselbständig Erwerbende (BGE 84 l 18), und\nsomit auch für die gewerbsmässige Ausübung des Berufes eines\nApotheker-Stellvertreters. Einschränkungen der Wirtschaftsfreiheit müssen, entsprechend den allgemeinen verfassungsrechtlichen Regeln (vgl. Art. 36 BV), auf einer genügenden gesetzlichen\nGrundlage beruhen, im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein (BGE 125 I 322). Sie müssen zudem den unantastbaren Kerngehalt (Art. 36 Abs. 4 BV) der Wirtschaftsfreiheit\nwahren (Jörg Paul Müller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl.,\nBern 1999, S. 667 f.; René A. Rhinow/Gerhard Schmid/Giovanni\nBiaggini, Öffentliches Wirtschaftsrecht, Basel/Frankfurt a.M., 1998,\nS. 127 f., je m. w. H.). Zu diesen vier allgemeinen Voraussetzungen\nkommt – im Regelfall – eine fünfte Voraussetzung hinzu: Staatliche\n\n30\n3/3 Konzessionen und Bewilligungen PVG 2003\n\n"}