{"Signatur": "GR_VG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2003-3_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PVG_2003_3_4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea3558729f991237f5059c5fad3b88c62befcff21f2f567ead35cebc28b62bbbea65b4eea8c5583b987f3e281e6a2b2fad85641ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8?path=4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea3558729f991237f5059c5fad3b88c62befcff21f2f567ead35cebc28b62bbbea65b4eea8c5583b987f3e281e6a2b2fad85641ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PVG_2003_3", "Checksum": "519118c943e46936ce17effd8352baee"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PVG 2003 3"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2003 3"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA) 00.00.0000 PVG 2003 3"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1459", "Zeit UTC": "12.05.2024 05:37:29", "Checksum": "a0a3492ad715993593618591c0c3a141", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2003 3\nRegeste:\nPraxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n Konzessionen und Bewilligungen 3\nConcessioni e autorizzazioni\n\n3 Apotheker-Stellvertreterbewilligung.\n– Das kantonale Recht darf die Bewilligung zur fachlich\nselbständigen Tätigkeit als Apotheker-Stellvertreter an den\nBesitz eines eidgenössischen Diploms oder eines\nanderen gleichwertigen Diploms knüpfen.\n\nAutorizzazione per supplente farmacista.\n– Il diritto cantonale può far dipendere l’autorizzazione a\npraticare l’attività indipendente qualificata di supplente\nfarmacista dal possesso di un diploma federale o di un\naltro diploma equivalente.\n\nErwägungen:\n3. a) Der Rekurrent erblickt in der Verweigerung der Erteilung einer Apotheker-Stellvertreterbewilligung u.a. eine Verletzung der verfassungsrechtlich garantierten Wirtschaftsfreiheit\n(Art. 27 BV). Zu prüfen ist, ob die Verweigerung verfassungsrechtlich zulässig ist. Die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) schützt – wie\nbereits die noch in Art. 31 aBV verankerte Handels- und Gewerbefreiheit – jede gewerbsmässig ausgeübte, privatwirtschaftliche\nTätigkeit (in Handel, Gewerbe, Landwirtschaft, Industrie etc.), die\nder Erzielung eines Gewinns oder eines Erwerbseinkommens\ndient (BGE 124 I 310; 119 Ia 378 Erw. 4b). Sie gilt nach bestätigter\nPraxis auch für unselbständig Erwerbende (BGE 84 l 18), und\nsomit auch für die gewerbsmässige Ausübung des Berufes eines\nApotheker-Stellvertreters. Einschränkungen der Wirtschaftsfreiheit müssen, entsprechend den allgemeinen verfassungsrechtlichen Regeln (vgl. Art. 36 BV), auf einer genügenden gesetzlichen\nGrundlage beruhen, im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein (BGE 125 I 322). Sie müssen zudem den unantastbaren Kerngehalt (Art. 36 Abs. 4 BV) der Wirtschaftsfreiheit\nwahren (Jörg Paul Müller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl.,\nBern 1999, S. 667 f.; René A. Rhinow/Gerhard Schmid/Giovanni\nBiaggini, Öffentliches Wirtschaftsrecht, Basel/Frankfurt a.M., 1998,\nS. 127 f., je m. w. H.). Zu diesen vier allgemeinen Voraussetzungen\nkommt – im Regelfall – eine fünfte Voraussetzung hinzu: Staatliche\n\n30\n3/3 Konzessionen und Bewilligungen PVG 2003\n\nMassnahmen müssen den Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit wahren (Art. 94 Abs. 1 BV), es sei denn, sie seien in der Bundesverfassung vorgesehen (sog. Verfassungsvorbehalt für abweichende\nMassnahmen; Art. 94 Abs. 4 BV; vgl. hiezu Giovanni Biaggini, § 49\nWirtschaftsfreiheit, N 17, in: Daniel Thürer/Jean-François Aubert/\nJörg Paul Müller, Verfassungsrecht der Schweiz, Zürich 2001,\nS. 786). Unzulässig bleiben – wie auch schon unter der alten\nBundesverfassung – wirtschafts- oder standespolitische Massnahmen, die den freien Wettbewerb behindern, um gewisse Gewerbezweige oder Bewirtschaftungsformen zu sichern oder zu begünstigen.\nb) Dass das kantonale Departement für die Erteilung gesundheitspolizeilicher Bewilligungen (so u.a. die anbegehrte Stellvertreterbewilligung) zuständig ist, ergibt sich aus Art. 6 Abs. 3 lit.\nb GesG. Einer Bewilligung für die Berufsausübung im Kanton\nGraubünden bedürfen Medizinalpersonen. Als solche gelten\nÄrzte, Zahnärzte und Apotheker (Art. 29 Abs. 1 und 2 GesG). Das\nDepartement kann Medizinalpersonen die Bewilligung erteilen,\ninsbesondere zu Ausbildungszwecken einen Assistenten zu beschäftigen und bei Krankheit oder vorübergehender Abwesenheit\neinen Stellvertreter einzustellen. Die Bewilligungen können befristet werden (Art. 32 Abs. 1 GesG). Das Nähere, insbesondere die\nfachlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Stellvertreter\noder Assistent, wird von der Regierung durch Verordnung geregelt (Art. 32 Abs. 2 GesG). Dem letztgenannten Auftrag ist die Regierung mit der am 27. Oktober 1998 revidierten Verordnung über\nStellvertreter und Assistenten von Medizinalpersonen nachgekommen. Nach Art. 2 dieser Verordnung werden als Stellvertreter\noder als Assistenten zugelassen:\na) Inhaber des eidgenössischen Diploms\nb) Inhaber eines gleichwertigen anderen Diploms.\nArt. 29 GesG in Verbindung mit Art. 32 GesG und Art. 2 der\nerwähnten kantonalen Verordnung stellen eine hinreichende gesetzliche Grundlage dafür dar, dass grundsätzlich nur Personen,\nwelche über ein eidgenössisches Diplom verfügen bzw. Inhaber\neines anderen gleichwertigen Diploms sind, eine Bewilligung zur\n(fachlich) selbständigen Berufsausübung als Apotheker Stellvertreter erhalten. Indem dieser Vorbehalt auf alle als Apotheker-\nStellvertreter tätigen Personen in Graubünden, unabhängig davon ob sie (wirtschaftlich) selbständig oder im Angestelltenverhältnis tätig sind und ohne Rücksicht auf Kantonszugehörigkeit\nund/oder Nationalität einheitlich zur Anwendung gebracht wird,\n\n31\n3/3 Konzessionen und Bewilligungen PVG 2003\n\n"}