{"Signatur": "GR_VG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2003-17_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PVG_2003_17_4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea3558729f991237f5059c5fad3b88c62befcfa3bd157c8cbddd459e878b7f6a1095054a5f59ca03921ffc11642dc77f1dc1491ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8?path=4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea3558729f991237f5059c5fad3b88c62befcfa3bd157c8cbddd459e878b7f6a1095054a5f59ca03921ffc11642dc77f1dc1491ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PVG_2003_17", "Checksum": "eb332145e973c343087d183f85c59c3b"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PVG 2003 17"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2003 17"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA) 00.00.0000 PVG 2003 17"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1459", "Zeit UTC": "12.05.2024 05:37:18", "Checksum": "c0caf13f895e159878a67d3f497a7602", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2003 17\nRegeste:\nPraxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 7/17 Steuern PVG 2003\n\n17 Erbschaftssteuer und interkommunale Doppelbesteuerung.\n– Abgrenzung zwischen Steuerobjekt und Steuerkollision (E.\n1).\n– Begriff der Doppelbesteuerung; Kollisionsgrundsätze zur\nVermeidung der interkommunalen Doppelbesteue- rung\nstellt im Kanton Graubünden, mangels entspre- chender\nkantonaler Vorschriften, ausschliesslich das\nVerwaltungsgericht auf; entsprechenden Gemeindebestimmungen kommt keine eigenständige Bedeutung zu\n(E. 2a, b).\n– Die Erbschaftssteuerhoheit für den beweglichen Nachlass steht ausschliesslich der Wohngemeinde des Erblassers zu (E. 3).\n\nImposta sulle successioni e doppia imposizione fiscale\nintercomunale.\n– Delimitazione tra oggetto e collisione fiscale (cons. 1).\n– Nozione di doppia imposizione; norme di collisione per\nevitare doppie imposizioni intercomunali vengono nei\nGrigioni, in mancanza di rispettive norme cantonali,\nemanate esclusivamente dal Tribunale amministrativo;\nrelative disposizioni comunali a questo riguardo non\nhanno alcun significato proprio (cons. 2a, b).\n– La sovranità in materia di imposta sulle successioni per i\nbeni mobili della successione spetta esclusivamente al\ncomune di domicilio del testatore (cons. 3).\n\nErwägungen:\n1. Die Rekurrenten sind der Ansicht, Art. 21 Abs. 1 lit. d\nGStG erlaube es, höchstens 60 % des beweglichen Nachlasses als\nSteuerobjekt der Erbschaftssteuer heranzuziehen. Damit verkennen sie die Tragweite der in Art. 21 GStG enthaltenen Regelungen\nin verschiedener Hinsicht. Das Steuerobjekt, also der die Steuer\nauslösende Tatbestand, der Erbschaftssteuer wird nicht in dieser\nBestimmung umschrieben, sondern in Art. 18 GStG. Danach unterliegt der Erbschaftssteuer jeder Vermögensanfall aufgrund der\nRechtstitel, die eine kantonale Nachlasssteuerpflicht auslösen,\nalso die Nachfolge in das Reinvermögen des Erblassers im Sinne\nvon Art. 106 des kantonalen Steuergesetzes. Demgegenüber hat\nder kommunale Gesetzgeber in Art. 21 GStG versucht, verschiedene Steuerhoheiten – hauptsächlich der Wohn- und der Heimat-\n\n81\n7/17 Steuern PVG 2003\n\ngemeinde – gegeneinander abzugrenzen. Es handelt sich somit\num Kollisionsnormen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung.\n2. a) Unter Doppelbesteuerung wird kurz die Kollision\nmehrerer gleichrangiger Steuerhoheiten bei ein und derselben\nPerson verstanden (Höhn/Mäusli, Interkantonales Steuerrecht,\n4. A., S. 4). Im interkantonalen Verhältnis besteht das Doppelbesteuerungsverbot gestützt auf Art. 127 Abs. 3 BV (früher Art. 46\nAbs. 2 aBV) und der dazu vom Bundesgericht entwickelten Rechtsprechung als verfassungsmässiges Recht (Höhn/Mäusli, a.a.O.,\nS. 10 f.). Eine interkommunale Doppelbesteuerung liegt vor, wenn\nzwei oder mehrere Gemeinden des gleichen Kantons bei der gleichen Person die Steuerhoheit für das gleiche Objekt beanspruchen (vgl. Höhn/Mäusli, a.a.O., S. 7). Letzteres zu regeln ist grundsätzlich Sache der Kantone. Sie sind daher frei, zu entscheiden, ob\nund wie sie die kommunalen Steuerhoheiten gegeneinander abgrenzen wollen. Eine bundesrechtliche Schranke ergibt sich freilich aus dem Grundsatz der Rechtsgleichheit, wonach jede sachlich nicht gerechtfertigte Unterscheidung in der Steuererhebung\nausgeschlossen ist. Aus dem Willkürverbot lässt sich ableiten,\ndass eine kantonalrechtliche Vorschrift, die im interkommunalen\nVerhältnis zu einer offensichtlichen Doppelbesteuerung führt und\nallgemein anerkannten Besteuerungsgrundsätzen widerspricht,\nwegen Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes aufgehoben werden muss (Reimann, Zuppinger, Schärer, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, IV, Bern 1966, N 2 zu Art. 139).\nb) Der Kanton Graubünden hat bislang keine ausdrücklichen gesetzlichen Bestimmungen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung im interkommunalen Verhältnis erlassen. Die Gerichtspraxis leitete das Verbot der Doppelbesteuerung in diesem\nBereich direkt aus Art. 40 Abs. 5 KV ab, welcher besagt, dass die\nErhebung von Gemeindesteuern nach billigen und gerechten\nGrundsätzen zulässig ist; eine Schranke, die sich, wie erwähnt, bereits aus dem Willkürverbot ergibt. Die auf den 1. Januar 2004 in\nKraft tretende neue Kantonsverfassung enthält in Art. 95 Abs. 3\nnunmehr ein ausdrückliches Verbot der interkommunalen Doppelbesteuerung. Andere Kantone, zum Beispiel Zürich, haben in ihren\nSteuergesetzen die bundesrechtlichen Kollisionsnormen zum\nDoppelbesteuerungsverbot durch Verweisung als anwendbar erklärt. Der Kanton Graubünden hält sich in der Praxis ebenfalls\nweitgehend an die bundesrechtlichen Kollisionsnormen zum Doppelbesteuerungsverbot. Das Verwaltungsgericht hat den Grundsatz aufgestellt, dass diese Normen auch interkommunal anzu-\n\n82\n7/17 Steuern PVG 2003\n\n"}