{"Signatur": "GR_VG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2002-12-31", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2002-43_2002-12-31.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PVG_2002_43_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976c56a461d1d95139ad0d706f42cdb41be720cb145ec4c5a3c0502d3cb91f2f0f3edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976c56a461d1d95139ad0d706f42cdb41be720cb145ec4c5a3c0502d3cb91f2f0f3edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PVG_2002_43", "Checksum": "e300a1de3f9ab7576a5d6b8c09eccbea"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PVG 2002 43"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2002 PVG 2002 43"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA) 31.12.2002 PVG 2002 43"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:43:01", "Checksum": "1085997ec406295b9bba4fc12421601d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2002 PVG 2002 43\nRegeste:\nPraxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E\n\n Wasserwirtschaft 13\nEconomia idrica\n\n43 Wasserkraftnutzung. Legitimation. Parteifähigkeit. Festlegung des Rückkaufszeitpunktes. Übergangsrecht. Rückwirkung des WRG.\n— Die Klagelegitimation bei Wasserrechtsstreitigkeiten\nrichtet sich nach Art. 103 OG (E.2a).\n— Ist der Zeitpunkt für die Ausübung eines in der Verleihung vereinbarten Rückkaufsrechtes zwischen Konzedentin und Konzessionärin umstritten, hat die Konzedentin ein geschütztes Feststellungsinteresse an der\ngerichtlichen Feststellung dieses Zeitpunktes (E.2b).\n— Wurden von mehreren Gemeinden Konzessionen für\ndieselbe Werkgruppe verliehen, kann jede einzeln auf\nFeststellung des Rückkaufszeitpunktes klagen (E.2c).\n— Auslegung von Wasserrechtskonzessionen hinsichtlich des\nRückkaufszeitpunktes (E.3).\n— Bundesrechtliche Sperrfrist für die Ausübung des Rückkaufsrechtes; Rückwirkung von Art. 63 Abs. 2 WRG\n(E.4).\n\nSruttamento delle forze idriche. Legittimazione. Capacità di\nessere parte in giudizio. Determinazione del momento del\nriscatto. Diritto transitorio. Retroattività della LUFI.\n— La legittimazione all’azione in controversie concernenti le\nconcessioni idriche è regolata secondo l’art. 103 OG\n(cons. 2a).\n— Se è controverso il momento per l’esercizio del diritto di\nriscatto, pattuito nella concessione, tra la concedente e la\nconcessionaria, la concedente ha un interesse degno\ndi protezione alla constatazione giudiziaria di questo\nmomento (cons. 2b).\n— Se sono state accordate concessioni per gli stessi impianti da parte di più comuni, ognuno di essi può separatamente proporre azione in constatazione del momento in cui può essere esercitato il diritto di riscatto\n(cons. 2c).\n— Interpretazione di concessioni sulle forze idriche in me-\n\n151\n13/43 Wasserwirtschaft PVG 2002\n\nrito al momento in cui è dato far valere il diritto di riscatto (cons. 3).\n— Termine limite del diritto federale per far valere il diritto di\nriscatto; retroattività dell’art. 63 cpv. 2 LUFI (cons. 4).\n\nErwägungen:\n2. a) Art. 71 Abs. 1 WRG bestimmt, dass Streitigkeiten zwischen dem Konzessionär und der Verleihungsbehörde über die\nRechte und Pflichten aus dem Verleihungsverhältnis in erster Instanz von der zuständigen kantonalen Gerichtsbehörde, in zweiter\nInstanz vom Bundesgericht entschieden werden. Seit Einführung\nder Verwaltungsgerichtsbarkeit im Bund wird diese Bestimmung\nals Verweisung auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgefasst\n(BGE 126 II 174 E. 1b mit zahlreichen Hinweisen), unbesehen des\nUmstands, dass das Bundesgericht nach der früheren Fassung des\nGesetzes noch «als Staatsgerichtshof» tätig wurde. Die Regelung\nerfasst alle Anstände, die sich aus den durch die Verleihung geschaffenen, das Wassernutzungsrecht beschlagenden Beziehungen zwischen dem Konzessionär und der Verleihungsbehörde ergeben (Urteil des Bundesgerichtes vom 27. April 1995 i.S. Bielersee\nKraftwerke AG, in Pra 85/1996 Nr. 43 5. 118, dort nicht publizierte E.\n2b/bb). Liegt eine derartige Streitigkeit vor und steht insofern die\nVerwaltungsgerichtsbeschwerde offen, richtet sich die Legitimation auch im kantonalen Verfahren nach Art. 103 OG. Zur Erhebung\nvon Feststellungsklagen ist demnach befugt, wer ein schutzwürdiges Interesse an der beantragten Feststellung über den Bestand,\nden Nichtbestand oder den Umfang von Rechten oder Pflichten\nhat. Dafür genügt allgemein nicht nur ein rechtliches, sondern\nauch ein bloss tatsächliches Interesse (BGE 123 II 413). Für Feststellungsklagen auf dem Gebiet der Wasserkraftnutzung hat dies\ndas Bundesgericht in seinem die Etzelwerkkonzession betreffenden Urteil vom 11. Juli 1988 ausdrücklich festgehalten (ZBl 1989 S.\n84). Im Folgenden ist demnach zu prüfen, ob die Klägerinnen ein\nzumindest tatsächliches Feststellungsinteresse haben, das zugleich schutzwürdig ist.\nb) Diese Frage ist entgegen der Ansicht der Beklagten zu\nbejahen. Die Klägerinnen gehen davon aus, dass der Zeitpunkt\ndes Rückkaufes der 15. November 2006 bzw. der 10. Juni 2009 ist.\nFür dessen Geltendmachung ist eine Voranzeigefrist von drei Jahren einzuhalten. Da das R.-Werk und die Z.-Werke einen einheitlichen Betrieb bilden, müssen sich die Konzessionsgemeinden bei\nAnnahme der erwähnten Rückkaufszeitpunkte bis am 15. Novem-\n\n152\n13/43 Wasserwirtschaft PVG 2002\n\n"}