{"Signatur": "GR_VG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2002-12-31", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2002-41_2002-12-31.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PVG_2002_41_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976fab6dfa1da60647dcb6c39f24cde288dd819effa89bb93efda0d30896259020fedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976fab6dfa1da60647dcb6c39f24cde288dd819effa89bb93efda0d30896259020fedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PVG_2002_41", "Checksum": "87febd312b9c5d2ac05d6fce972b582c"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PVG 2002 41"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2002 PVG 2002 41"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA) 31.12.2002 PVG 2002 41"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:43:08", "Checksum": "b019e0e64881fa889738ce7c2d2a676c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2002 PVG 2002 41\nRegeste:\nPraxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E\n\n Perimeter 12\nComprensori\n\n41 Strassenunterhaltskosten.\n— Die Rechtssetzungs- und Vollzugskompetenz für die Erhebung von Beiträgen an Meloriationswerken ist\ngrundsätzlich auf das eigene Hoheitsgebiet der betreffenden Gemeinde beschränkt (E.2).\n— Der Anwendungs- und Geltungsbereich des kantonalen\nMeliorationsgesetzes endigt, wenn die Meliorationswerke vollständig erstellt und deren Eigentum an die\npolitische Ortsgemeinde übertragen wurden (E.3).\n— Nach Art. 11 Abs. 2 PG haben sich Nachbargemeinden bei\ngrenzüberschreitenden Sachverhalten vorher miteinander abzusprechen, bevor sie gemeinsam das\nzweistufige Perimeterverfahren durchführen (E.4).\n\nCosti di manutenzione di una strada.\n— La competenza per legiferare e procedere al prelievo di\ncontributi per opere di bonifica fondiaria è in principio\ncircoscritta al territorio su cui il comune esercita la pro- pria\nsovranità (cons. 2).\n— Il campo d’applicazione e di validità della legge cantonale sulle bonifiche fondiarie cessa se la costruzione\ndegli impianti della bonifica è completamente termi- nata\ne la loro proprietà è stata ceduta al comune poli- tico\n(cons. 3).\n— Giusta l’art. 11 cpv. 2 LCompr, i comuni limitrofi debbono, per circostanze che vanno oltre i confini comunali, previamente consultarsi per poi avviare congiuntamente la procedura bipartita di comprensorio (cons. 4).\n\nErwägungen:\n2. Die Gemeinden sind die vom öffentlichen Recht der Kantone eingesetzten öffentlich-rechtlichen Körperschaften auf territorialer Grundlage, die zur Besorgung von lokalen öffentlichen Aufgaben mit weitgehender Autonomie ausgestattet sind. Sie sind als\nLebensgemeinschaften aufgebaut und organisiert, d.h. sie weisen\n\n140\n12/41 Perimeter PVG 2002\n\neine mitgliedschaftliche Struktur auf. Sie setzen sich aus den Personen zusammen, die ihren Wohnsitz und Lebensmittelpunkt auf\ndem Gebiet der Gemeinde haben. Die Gemeinden sind in der Regel also Gebietskörperschaften, d.h. sie üben wie Bund und Kantone innerhalb eines bestimmten Territoriums hoheitliche Gewalt\naus. Bei der Wahrnehmung und Erfüllung ihrer Aufgaben kommt\nden Gemeinden eine weitreichende Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu. Der Umfang der Gemeindeautonomie bestimmt\nsich nach Massgabe des kantonalen Rechts. Sie beinhaltet vor allem das Recht der Gemeinde zum Erlass eigener Rechtsnormen\nund zur Selbstverwaltung auf ihrem Hoheitsgebiet (vgl. Häfelin/Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 4. A., Bern 1998,\n§6 Rz. 201b, S. 73 m.w.H.; Häfelin/Haller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3.A., § 20 Rz. 1075 –1080. S. 279 f.).\n3. Nach Art. 2 Abs. 1 MelG regelt das zur Erhaltung und\nSteigerung der Ertragsfähigkeit des landwirtschaftlichen Bodens\nund deren erleichteter Bewirtschaftung geschaffene Meliorationsgesetz namentlich land- und forstwirtschaftliche Güterzusammenlegungen (lit. a), Landumlegungen (lit. b), gemeinschaftliche Bodenverbesserungen (lit. c), Einzelunternehmen (lit. d) sowie die\nBeitragsleistungen an Meliorationen (lit. e). Das Gesetz findet Anwendung auf alle Liegenschaften im Beizugsgebiet einschliesslich\nder daran bestehenden dinglichen Rechte (Abs. 2). Nachdem im\nkonkreten Fall unbestritten ist, dass sich die Trägerschaft MG F.\nnach Vollendung der von ihr gebauten Meliorationswerke (samt\nder hier allein interessierenden Meliorationsstrasse zur «Alp F.»)\ntatsächlich bereits im Folgejahr 1999 wiederum auflöste und danach alle Meliorationsstrassen ins Eigentum der politischen Territorialgemeinde übergingen, ist für das Gericht aber bereits erstellt, dass die hier zur Diskussion gestellte Streitsache nicht mehr\nunter den Geltungsbereich des kantonalen MelG fallen konnte.\nWie oben dargetan, erteilt Art. 2 Abs. 1 lit. e MelG den zuständigen\nVollzugsbehörden bloss die Befugnis, Beitragsleistungen an Meliorationen zu erheben. Sind jene Meliorationswerke aber einmal\nvollständig erstellt und die Eigentumsverhältnisse daran von der\nfrüheren Trägerschaft (meist Meliorationsgenossenschaften) auf\ndie politische Ortsgemeinde übertragen worden, bleibt zum vorneherein kein Raum mehr für die Anwendung der Bestimmungen\ndes MelG bzw. der jene Vorschriften präzisierenden Ausführungserlasse im kommunalen Gebührenreglement. Mit dem Bau und\nder Fertigstellung der Meliorationsstrassen und dem danach erfolgten Eigentumswechsel (1999) an diesen Erschliessungsanla-\n\n141\n12/41 Perimeter PVG 2002\n\n"}