{"Signatur": "GR_VG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2002-29_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PVG_2002_29_4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea3558729f991237f5059c5fad3b88c62befcfb6f5cabaa28633744af9c45c4d1174f8bece541bc33318bc4be23050d119b6761ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8?path=4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea3558729f991237f5059c5fad3b88c62befcfb6f5cabaa28633744af9c45c4d1174f8bece541bc33318bc4be23050d119b6761ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PVG_2002_29", "Checksum": "a9e143c89e19a736319f540bdea4b33c"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PVG 2002 29"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2002 29"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA) 00.00.0000 PVG 2002 29"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1459", "Zeit UTC": "12.05.2024 05:40:18", "Checksum": "de0926bf961e41d85c7898d70b6992c2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2002 29\nRegeste:\nPraxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n10/29 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2002\n\nfür ewig so erhalten bliebe. Umgekehrt kann angesichts der engen\nPlatzverhältnisse auf und um den Postplatz ohne Not gesagt werden, dass die Aufhebung jener offenen Parkplätze eine zweckmässige Massnahme darstellt, um gegen das dort besonders im Winter häufig anzutreffende Verkehrschaos wirksam vorgehen zu\nkönnen. Im Lichte dieser Betrachtungen ist das Gericht zum\nSchluss gelangt, dass die strittige Verkehrsanordnung damit in\nihren konkreten Auswirkungen verhältnismässig und sachlich vertretbar war.\nU 01 102 Urteil vom 24. Mai 2002\nDagegen an das Bundesgericht erhobene staatsrechtliche Beschwerde noch hängig.\n\n29 Baupolizei. Notwegrecht.\n— Das öffentliche Recht geht dem Privatrecht in Erschliessungsfragen vor; kennt das Gemeinwesen eine entsprechende Vorschrift im Baugesetz, kann die ausgewiesene\nWegnot einer «gefangenen» Bauparzelle mit jenem Planungsmittel einfacher, rascher, vernünftiger und kostengünstiger behoben werden (E.3a, c).\n— Es handelt sich dabei im Kern einzig um die Konkretisierung von übergeordnetem Raumplanungsrecht (E.3b).\n— Die Entschädigungsfrage muss darin geregelt sein, wo- bei\ndie im Enteignungsrecht üblichen Grundsätze einzu- halten\nsind. (E.3d).\n\nPolizia delle costruzioni. Diritto di passo necessario.\n— Su questioni riguardanti gli allacciamenti, il diritto pubblico ha preminenza su quello privato; se un comune dispone di una relativa disposizione nella legge edilizia, la\nsituazione di necessità della particella sprovvista di accesso può essere risolta tramite una misura pianificato- ria\npiù semplice, rapida, assennata e conveniente finanziariamente (cons. 3a, c).\n— In sostanza, si tratta solo di concretizzare il diritto pianificatorio di rango superiore (cons. 3b).\n— La questione dell’indennità deve esservi regolata e rispettare i principi generali del diritto delle espropriazioni\n(cons. 3d).\n\n108\n10/29 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2002\n\nErwägungen:\n3. a) Aus materiell-rechtlicher Sicht gilt es zur Frage des anwendbaren Rechts vorab festzuhalten, dass das Zivilrecht des\nBundes den Kantonen nicht verbietet, in ihrer Planungs- und Baugesetzgebung öffentlich-rechtliche Notwege vorzusehen (Art. 702\nZGB; Meier-Hayoz, N 100 zu Art. 694 ZGB; Haab, N 26 zu Art.\n694–696 ZGB). Die Anwendbarkeit und die Vorrangstellung des öffentlichen Rechts gegenüber dem Bundeszivilrecht hängt damit\nvon der konkreten Regelung in den betroffenen Gemeinwesen\nund dem jeweiligen Verfahrensstadium ab. Im Grundsatz definiert\nheute das öffentliche Raumplanungsrecht des Bundes die Nutzungspläne und damit die verschiedenen Zonen (Art. 14 ff. RPG)\nund es legt daher auch die Anforderungen an die jeweilige Erschliessung fest (Art. 19Abs. 1 RPG). Das Gemeinwesen ist danach\nzur Erschliessung verpflichtet, und der Grundeigentümer kann\nerst bei dessen Versäumnis selber tätig werden (Art. 19 Abs. 2 und\n3 RPG). Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichts\ngehört zu einer hinreichenden Zufahrt nach Art. 19 Abs. 1 RPG insbesondere auch das Verbindungsstück von der öffentlich zugänglichen Strasse zum Baugrundstück (vgl. Bundesgerichtsurteil vom\n30. Oktober 2001 [Proz.-Nr. 5C.82/2001] E. 3a/bb; BGE 121 I 65 E. 3c\nS. 69, 116 Ib 159 E. 6b S. 166). Das Land für die Erschliessungsanlage ist indes vorzugsweise mit planerischen und baupolizeilichen\nMitteln sicherzustellen, womit einer allfälligen Wegnot auch in erster Linie mit den aus dem öffentlichen Recht stammenden Instrumenten – und nicht etwa mit dem Bundesprivatrecht nach Art. 694\nff. ZGB – zu begegnen ist (Pra 84 [1995] Nr. 170 E. 2c S. 543; BGE\n120 II 185 E. 2c S. 187 f., 117 II 35 E. 4b S. 39 f., vgl. auch BGE 110 II\n17). Aus dem Gesagten erhellt, dass die Rekursgegnerin 1 damit\nfür die Regelung des Erschliessungsproblems im Zusammenhang\nmit der bisher unbestritten «gefangenen» Bauparz. 1049 im Nordosten der bereits überbauten Parz. 3934 sachlich zuständig war\nund daher auch mit Grund gestützt auf Art. 19 RPG, Art. 32 ff. KRG\nsowie besonders Art. 108 BG eine möglichst vernünftige, rasche\nund einfache Konfliktlösung anbieten wollte. Zu prüfen bleibt damit aber noch, ob die zuletzt erwähnte Baubestimmung auf kommunaler Stufe ein genügendes Planungsinstrument darstellte, um\nden kritisierten Entscheid damit auch rechtskonform begründen\nund erlassen zu können. Dies trifft hier – wie gleich noch zu zeigen\nist – eindeutig zu.\nb) Nach Art. 108 Abs. 2 BG müssen private Strassen im\nBaugebiet Dritten, die (selbst) keine genügende Zufahrt haben\n\n109\n10/29 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2002\n\n"}