{"Signatur": "GR_VG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2002-12-31", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2002-28_2002-12-31.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PVG_2002_28_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976298a4dd2db168d20381c42d2ce78e80a946ba2802dd5cdf31656827190b75dbaedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976298a4dd2db168d20381c42d2ce78e80a946ba2802dd5cdf31656827190b75dbaedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PVG_2002_28", "Checksum": "ce528c3be79ca78726ea0ae5bc138794"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PVG 2002 28"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2002 PVG 2002 28"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA) 31.12.2002 PVG 2002 28"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo Prassi del Tribunale amministrativo (PTA)"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:42:42", "Checksum": "d0a139bb49a09fd6a01684555774f90a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2002 PVG 2002 28\nRegeste:\nPraxis Verwaltungsgericht | Regeste: siehe PVG-Dokument\\x3Cbr\\x3E\n\n10/28 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2002\n\nLa disposizione pianificatoria impugnata deve perciò essere considerata quale lesiva del principio della proporzionalità e\nquindi arbitraria.\nR 02 132 Sentenza del 29 gennaio 2003\n\n28 Aufhebung von öffentlichen Parkplätzen.\n— Beschränkungen der Wirtschaftsfreiheit nach Art. 27 BV\nsind dann zulässig, wenn sie sich auf polizeiliche, sozialpolitische oder umweltschutzrechtliche Beweggründe zu\nstützen vermögen; den Gemeinden kommt dabei eine\nerhebliche Entscheidungsfreiheit zu (E.3a, b).\n— Grundsätzlich besteht kein Anspruch auf unbeschränkte\nAufrechterhaltung eines bisher zugelassenen (gesteigerten) Gemeingebrauchs an einer öffentlichen Sache für\nPrivatpersonen oder Gewerbetreibende (E.3c).\n— Eine umfassende Güterabwägung der auf dem Spiele\nstehenden Interessen ist dazu unerlässlich (E.3d).\n— Die Prinzipien des Diskriminierungsverbots und der\nVerhältnismässigkeit sind stets mitzuberücksichtigen\n(E.3e, f).\n\nAbolizione di posteggi pubblici.\n— Limitazioni della libertà economica giusta l’art. 27 CF\nsono ammissibili, se possono fondarsi su motivi di\npolizia, di ordine sociopolitico o di protezione dell’ambiente; i comuni godono in materia di un ampio potere\ndecisionale (cons. 3a, b).\n— In principio, non sussiste alcun diritto al mantenimento\nillimitato di un uso (accresciuto) del demanio pubblico\ncome finora ammesso su di una cosa pubblica per persone private o per commercianti (cons. 3c).\n— Indispensabile è un’accurata ponderazione degli inte- ressi\nin gioco (cons. 3d).\n— I principi della non discriminazione e della proporziona- lità\ndevono sempre essere presi in considerazione (cons. 3e, f).\n\nErwägungen:\n3. a) In der Sache bleibt zu prüfen, ob die Eingriffsvoraussetzungen hier mit Blick auf die als verletzt gerügte Wirtschafts-\n\n102\n10/28 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2002\n\nfreiheit (Art. 27 BV) oder die artverwandten Diskriminierungsverbote (Art. 8, 9, 36 BV) als erfüllt angesehen werden können. Dies\ntrifft bezüglich der strittigen Einzelmassnahme (Aufhebung von 22\nöffentlichen Parkplätzen) in jeder Hinsicht zu.\nb) Ins Privateigentum des Einzelnen kann grundsätzlich aufgrund jedes öffentlichen Interesses eingegriffen werden, sofern das\ndamit anvisierte Ziel nicht verfassungswidrig ist. Beschränkungen\nder sog. Wirtschaftsfreiheit im Sinne von Art. 27 BV sind besonders\ndann zulässig, wenn sie sich auf polizeiliche, sozialpolitische oder\numweltschutzrechtliche Beweggründe zu stützen vermögen. Sowohl Eingriffe in die Eigentumsgarantie als auch in die Wirtschaftsfreiheit bedürfen zudem stets einer gesetzlichen Grundlage und\nmüssen die Prinzipien der Verhältnismässigkeit sowie der Rechtsgleichheit wahren (BGE 128 I 3 E. 3a S. 9 f.; Praxis 4/2002 Nr. 50; Urteil Bundesgericht vom 13. März 2001 [1P. 661/ 2000], E. 5b sowie\nBGU vom 13. Januar 2000 [1P. 727/1999], E. 4, mit weiteren Hinweisen). Festzuhalten gilt es ferner, dass die höchstrichterliche\nRechtsprechung den Kantonen oder Gemeinden bei der Umsetzung der in Art. 3 Abs. 4 SVG gesetzlich verankerten Beschränkungsmöglichkeiten des auf ihrem Hoheitsgebiet zirkulierenden\noder ruhenden Strassenverkehrs grundsätzlich ein relativ weites\nErmessen einräumt, da sie von der Prämisse ausgeht, dass die lokalen Behörden die jeweils herrschende Verkehrslage vor Ort erheblich besser und zuverlässiger einschätzen könnten, als dies\ndurch die direkt davon betroffenen Verkehrsteilnehmer oder andere Interessensvertreter der Fall sein dürfte. Den Gemeinden ist es\ndemnach überlassen, über das Strassengebiet und seine Benutzung in eigener Kompetenz (Polizei-)Vorschriften zu erlassen, und\nes kommt ihnen dabei eine erhebliche Entscheidungsfreiheit zu\n(vgl. BGE 126 I 133 E. 2 S. 136, 119 Ia 445 E. 3c S. 451; BGE vom 14.\nOktober 1994 (= ZBl 1996 [1995] S. 508 ff.), besprochen in Recht\n1996 Heft 5, E. 3c S. 224).\nc) Strassen sind öffentliche Sachen im Gemeingebrauch,\nd.h. sie stehen der Allgemeinheit zur Benutzung offen; diese\nBenützung kann mehr oder weniger intensiv sein. Es wird deshalb\nzwischen schlichtem und gesteigertem Gemeingebrauch unterschieden. Letzterer liegt vor, wenn die Benützung einer öffentlichen Sache entweder nicht bestimmungsgemäss oder nicht gemeinverträglich ist (BGE 122 I 279 E. 2e/cc S. 286; Häfelin/Müller,\nGrundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. Aufl., Zürich\n1998, Rz. 1867 ff., S. 471 ff.). Unbestritten ist, dass Gewerbetreibende, die öffentlichen Grund (direkt oder indirekt) für die Aus-\n\n103\n10/28 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2002\n\n"}