{"Signatur": "GR_VG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2005-03-01", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_VG_001_S-2004-179_2005-03-01.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/S_2004_179_4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea3558729f991237f5059c5fad3b88c62befcf8ae1d8f5925577d8fea92b3465f996f30072b6977127bd9cec157e887b47df2b1ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8?path=4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea3558729f991237f5059c5fad3b88c62befcf8ae1d8f5925577d8fea92b3465f996f30072b6977127bd9cec157e887b47df2b1ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=S_2004_179", "Checksum": "46f9a88be4f0aec15a2a1adb862a246f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["S 2004 179"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 01.03.2005 S 2004 179"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Verwaltungsgericht 1. Kammer 01.03.2005 S 2004 179"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo 1a Camera 01.03.2005 S 2004 179"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Verwaltungsgericht 1. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale amministrativo 1a Camera"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schadenersatz nach AHVG | Alters-/Hinterbliebenenvers."}], "ScrapyJob": "446973/49/1459", "Zeit UTC": "12.05.2024 05:09:53", "Checksum": "a56a5b522461da3ae5f2dff51c006d0d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 01.03.2005 S 2004 179\nRegeste:\nSchadenersatz nach AHVG | Alters-/Hinterbliebenenvers.\n\nb) Nach ständiger Rechtsprechung ist nicht jede Verletzung der\nöffentlichrechtlichen Aufgaben der Arbeitgeberin als Institution der\nVersicherungsdurchführung ohne weiteres als qualifiziertes Verschulden ihrer\nOrgane im Sinne von Art. 52 AHVG zu werten (BGE 121 V 244; 108 V 186).\nAbsichtliches oder grobfahrlässiges Missachten von Vorschriften setzt\nvielmehr einen Normverstoss von einer gewissen Schwere voraus. Die\nNichtbezahlung der Beiträge als solche darf nicht einem qualifizierten\nVerschulden gleichgesetzt werden, weil dies auf eine nach Gesetz und\nRechtsprechung unzulässige, in Art. 52 AHVG nicht vorgesehene\nKausalhaftung hinausliefe (vgl. ZAK 1985 S. 51). Die Schadenersatzpflicht ist\njedoch im konkreten Fall immer dann begründet, wenn nicht besondere\nUmstände gegeben sind, welche die Nichtbefolgung der einschlägigen\nVorschriften als gerechtfertigt erscheinen lassen oder ein Verschulden im\nSinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. So kann es sein,\ndass es einem Arbeitgeber durch das Nichtbezahlen der Beiträge gelingt, das\nÜberleben des Unternehmens zu sichern. Damit aber später ein solches\nHandeln nicht im Sinne von Art. 52 AHVG vorwerfbar werden kann, muss\nfeststehen, dass der Arbeitgeber im Zeitpunkt, in welchem er diese\nEntscheidung trifft, mit ernsthaften und sachlichen Gründen davon ausgehen\ndurfte, die Forderung innert nützlicher Frist befriedigen zu können (BGE 108\nV 188).\n\n"}