{"Signatur": "GR_KG_010", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2008-10-21", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_010_AB-2008-34_2008-10-21.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/AB_2008_34_4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea35585e4ba0fb6ea75857c35502f7afcfc4c401349057218429ce4141f1b79a24f51a0df7539df8dc52b8cc32e966a338df1c1ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8?path=4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea35585e4ba0fb6ea75857c35502f7afcfc4c401349057218429ce4141f1b79a24f51a0df7539df8dc52b8cc32e966a338df1c1ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=AB_2008_34", "Checksum": "797ddc57d47358fe200ebee6e10140c3"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AB 2008 34"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Justizaufsichtskammer 21.10.2008 AB 2008 34"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera di vigilanza sulla giustizia 21.10.2008 AB 2008 34"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Justizaufsichtskammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Justizaufsichtskammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera di vigilanza sulla giustizia"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Ausstand | Beschwerde 34 GVG"}], "ScrapyJob": "446973/49/1459", "Zeit UTC": "12.05.2024 03:37:22", "Checksum": "d93c0b0c8e0a64f971ee1ea2dc936a19", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Justizaufsichtskammer 21.10.2008 AB 2008 34\nRegeste:\nAusstand | Beschwerde 34 GVG\n\n Kantonsgericht von Graubünden\nDretgira chantunala dal Grischun\nTribunale cantonale dei Grigioni\n___________________________________________________________________________________________________\n\nRef.: Chur, 21. Oktober 2008 Schriftlich mitgeteilt am:\nAB 08 34\n\nBeschluss\nJustizaufsichtskammer\n\nVorsitz Präsident Brunner\nRichterInnen Rehli, Sutter-Ambühl, Tomaschett-Murer und Giger\nAktuar Engler\n——————\n\nIn der Justizaufsichtsbeschwerde\n\ndes Z., Kläger, Gesuchsteller und Beschwerdeführer, sowie der Y., Klägerin,\nGesuchstellerin und Beschwerdeführerin, beide vertreten durch Rechtsanwalt lic.\niur. Alexander R. Lecki, Stadthausstrasse 39, Postfach 232, 8402 Winterthur,\ngegen\nden Entscheid des Bezirksgerichts L a n d q u a r t vom 2. Juli 2008, mitgeteilt am\n10. September 2008, in ihrer Eigentums- und Grenzscheidungsstreitsache gegen\nX., Beklagter, Gesuchs- und Beschwerdegegner, W., Beklagter, Gesuchs- und\nBeschwerdegegner, sowie U. und V., Beklagte, Gesuchs- und\nBeschwerdegegner, alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just,\nSalishaus, Masanserstrasse 35, Postfach 414, 7001 Chur,\n\nbetreffend den Ausstand der (weiteren) Beschwerdegegner\nlic. iur. T., lic. iur. S. und lic. iur. R.,\n\nhat sich ergeben:\n2\n\nA. In einer beim Bezirksgericht Landquart anhängigen Eigentums- und\nGrenzscheidungsstreitsache, in welcher sich Z. und Y. als Kläger sowie X., W. und\nU. und V. als Beklagte gegenüberstanden und in welcher die Beklagten\nWiderklage wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten erhoben hatten (Proz.\nNr. 110-2007-13), wurden die Parteien mit Verfügung vom 18. April 2008 auf den\n02. Juli 2008 zur mündlichen Hauptverhandlung aufgeboten. Das Gericht tagte\nzum vorgesehenen Zeitpunkt in der Zusammensetzung lic. iur. T. (Vizepräsident),\nlic. iur. S., Q., P., O. (Richterin und Richter) und lic. iur. R. (Aktuar).\n\nMit Urteil vom 02. Juli 2008, mitgeteilt am 10. September 2008, wies das\nBezirksgericht Landquart die Klage ab (Ziff. 1 des Dispositivs), während die\nWiderklage gutgeheissen wurde (Ziff. 2 des Dispositivs). Die vermittleramtlichen\nKosten von Fr. 250.00 sowie jene des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens von\nFr. 6828.00 gingen unter solidarischer Haftung zu Lasten der Kläger, welche\nüberdies solidarisch verpflichtet wurden, den Beklagten eine\nUmtriebsentschädigung von insgesamt Fr. 16'486.80 zu bezahlen (Ziff. 3 des\nDispositivs).\n\nHiergegen liessen Z. und Y. am 06. Oktober 2008 bei der Zivilkammer des\nKantonsgerichts Berufung einlegen mit dem Begehren, es sei das angefochtene\nUrteil aufzuheben und die Klage gutzuheissen, während auf die Widerklage\nmangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten sei; eventualiter sei lediglich\ndie Ziff. 1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs aufzuheben und die Sache zur\nDurchführung eines Beweisverfahrens an das Bezirksgericht Landquart\nzurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der\nBeklagten.\n\nDas Berufungsverfahren (ZF 08 76) befindet sich zurzeit im Stadium des\nSchriftenwechsels.\n\nB. Mit Eingabe vom 01. Juli 2008 liessen Z. und Y. beim\nBezirksgerichtspräsidium Landquart das Begehren stellen, es hätten im Proz. Nr.\n110-2007-13 Vizepräsident T., Richter S. und Aktuar R. wegen Befangenheit im\nSinne von Art. 42 lit. b und g GOG in den Ausstand zu treten. Im Begleitschreiben\nhierzu vertrat Rechtsanwalt Lecki die Meinung, dass so lange, als die\nAusstandsfrage nicht rechtskräftig erledigt sei, zu den materiellen Streitpunkten\ngar nicht verhandelt werden und somit kein Sachurteil ergehen könne. Er werde\ndeshalb an der Verhandlung vom 02. Juli 2008 nicht teilnehmen.\n3\n\nZ. und Y. erschienen hingegen zur mündlichen Hauptverhandlung und\nverlasen nach deren Eröffnung eine Erklärung ähnlichen Inhalts, wie sie ihr\nRechtsvertreter im Begleitschreiben vom 01. Juli 2008 abgegeben hatte. Überdies\ngaben sie je eine schriftliche Ausfertigung des Ausstandsbegehrens und ihrer\nmündlichen Erklärung zu den Akten. In der Folge verliessen sie den Gerichtssaal,\nunbesehen des Umstandes, dass ihnen beschieden worden war, dass die\nVerhandlung nach einer allfälligen Abweisung des vorab zu beurteilenden\nAusstandsbegehrens fortgesetzt werde.\n\nC. Mit Entscheid vom 02. Juli 2008, mitgeteilt am 10. September 2008,\nerkannte das Bezirksgericht Landquart in der Besetzung Q., P. und O. in\nAbwesenheit der übrigen Gerichtspersonen:\n„1. Das Ausstandsbegehren von Z. und Y. vom 1. Juli 2008 gegen lic. iur.\nT., lic. iur. S. und lic. iur. R. wird vollumfänglich abgewiesen.\n2. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens vor Bezirksgericht\nLandquart, bestehend aus:\n einer Gerichtsgebühr von Fr. 385.00\n einer Schreibgebühr von Fr. 176.00\n Barauslagen von Fr. 55.00\n total somit Fr. 616.00\nwerden den Klägern unter solidarischer Haftung auferlegt.\n3. (Rechtsmittelbelehrung)\n4. Mitteilung an: ….“\n\n"}