{"Signatur": "GR_KG_010", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2004-07-12", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_010_AB-2004-20_2004-07-12.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/AB_2004_20_4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea35585e4ba0fb6ea75857c35502f7afcfc4c4f6d4a0b370781a2c52002ffa7948fff06a3fbc206eab27ac273bb9b789d9c16f1ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8?path=4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea35585e4ba0fb6ea75857c35502f7afcfc4c4f6d4a0b370781a2c52002ffa7948fff06a3fbc206eab27ac273bb9b789d9c16f1ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=AB_2004_20", "Checksum": "33774562b3ca4d757b318aa7ea0f8cab"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AB 2004 20"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Justizaufsichtskammer 12.07.2004 AB 2004 20"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera di vigilanza sulla giustizia 12.07.2004 AB 2004 20"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Justizaufsichtskammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Justizaufsichtskammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera di vigilanza sulla giustizia"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Rechtsverweigerung (Sistierungsverfügung im Amtsbefehlsverfahren) | Beschwerde 34 GVG"}], "ScrapyJob": "446973/49/1459", "Zeit UTC": "12.05.2024 05:13:57", "Checksum": "1a05889f41fd433ba035833c82acd41e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Justizaufsichtskammer 12.07.2004 AB 2004 20\nRegeste:\nRechtsverweigerung (Sistierungsverfügung im Amtsbefehlsverfahren) | Beschwerde 34 GVG\n\n Kantonsgericht von Graubünden\nTribunale cantonale dei Grigioni\nDretgira chantunala dal Grischun\n___________________________________________________________________________________________________\n\nRef.: Chur, 12. Juli 2004 Schriftlich mitgeteilt am:\nAB 04 20\n\nBeschluss\nJustizaufsichtskammer\n\nVorsitz Präsident Brunner\nRichterInnen Vizepräsidenten Bochsler und Schlenker, Sutter-Ambühl und\nBurtscher\nAktuar Crameri\n\n——————\n\nIn den Justizaufsichtsbeschwerden\n\nder X., Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt\nlic. iur. Reto A. Lardelli, Hartbertstrasse 1, 7000 Chur,\n\ngegen\n\ndie Entscheide des Kreispräsidenten Klosters vom 16. April 2004, mitgeteilt am 16.\nApril 2004, in Sachen des Gesuchstellers und Beschwerdegegners Dr. med. Y.,\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Clopath, Bahnhofstrasse 6, 7250\nKlosters, und des Beschwerdegegners Prof. Dr. Z., vertreten durch Rechtsanwalt\nDr. iur. Ulrich Gadient, Werkstrasse 2, 7000 Chur, gegen die Gesuchsgegnerin und\nBeschwerdeführerin,\n\nbetreffend Rechtsverweigerung (Sistierungsverfügung im Amtsbefehlsverfahren),\n\nhat sich ergeben:\n2\n\nA. X. ist Eigentümerin der mit einem Zweifamilienhaus überbauten\nParzelle Nr. A., Plan B., des Grundbuches der Gemeinde C.. Ihr Grundstück grenzt\nim Westen an die Y. und Z. gehörenden Parzellen Nr. C. und Nr. D.. Gemäss dem\nAuszug aus dem Grundbuch vom 25. März 2002 ist die Parzelle Nr. A. unter\nanderem mit einem Fuss- und Fahrwegrecht sowie mit Garage- und\nParkplatzbenützungsrechten zu Gunsten der beiden anderen genannten Parzellen\nbelastet.\n\nB. Anfangs Februar 2004 reichte X. bei der Gemeinde C. ein Gesuch für\nden Anbau einer Tiefgarage auf ihrem Grundstück ein. Gegen die Realisierung des\nin der Zeitung E. vom 12. Februar 2004 publizierten Bauprojektes erhoben Y. und\nZ. am 3. März 2004 beim Kreispräsidenten Klosters privatrechtliche Einsprache. Mit\nVernehmlassung vom 23. März 2004 beantragte die Bauherrin deren Abweisung.\nIn der Folge wurden die Parteien zur Hauptverhandlung vom 21. April 2004\nvorgeladen. Mit Schreiben vom 8. April 2004 stellte Y. den Antrag, von der\nDurchführung der Hauptverhandlung abzusehen und das privatrechtliche\nBaubewilligungsverfahren zu sistieren, da die Gemeinde C. die Durchführung eines\nQuartiererschliessungsplanverfahrens erwäge.\n\nMit Entscheiden vom 16. April 2004 (Z AB 2004/94 und Z AB 2004/93),\ngleichentags mitgeteilt, sistierte der Kreispräsident Klosters das privatrechtliche\nBaueinspracheverfahren und verbot, unter Androhung der Straffolgen gemäss Art.\n292 StGB, die Ausführung des Bauvorhabens.\n\nC. Dagegen reichte X. am 29. April 2004 zwei Beschwerden an das\nKantonsgerichtspräsidium von Graubünden ein und beantragte, unter Kosten- und\nEntschädigungsfolge, die angefochtenen Sistierungsentscheiden seien aufzuheben\nund der Kreispräsident Klosters sei anzuweisen, die privatrechtlichen\nEinspracheverfahren weiterzuführen.\n\nMit Schreiben vom 3. bzw. 5. Mai 2004 verzichteten der Kreispräsident\nKlosters und Z. auf die Einreichung von Vernehmlassungen. Mit Stellungnahme\nvom 25. Mai 2004 stellte Y. den Antrag, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten,\neventuell sei sie abzuweisen.\n\nD. Wegen sachlicher Unzuständigkeit des Kantonsgerichtspräsidenten\nüberwies dieser mit Verfügung vom 28. Mai 2004 (PZ 04 67 - 68) beide\nBeschwerden der Justizaufsichtskammer des Kantonsgerichtes von Graubünden\nzur Beurteilung.\n3\n\nDie Justizaufsichtskammer zieht in Erwägung :\n\n1. Der Kreispräsident Klosters hat zwei Entscheide erlassen und\ndagegen sind zwei Beschwerden erhoben worden. Zwar hat nur Y. und nicht auch\nZ. die Sistierung des Baubewilligungsverfahrens verlangt. Die angefochtenen\nEntscheide lauten aber genau gleich. Es rechtfertigt sich daher, beide Beschwerden\nin einem einzigen Beschluss zu behandeln\n\n"}