{"Signatur": "GR_KG_007", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2012-10-23", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2009-82_2012-10-23.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2009_82_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976b766d52d64ce090d09a98751f12a2f54df42ffe6d2de3d19721d2e550d893682edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976b766d52d64ce090d09a98751f12a2f54df42ffe6d2de3d19721d2e550d893682edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2009_82", "Checksum": "43d3d60907617452cb506fba94ebb0e9"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2009 82"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 23.10.2012 ZK2 2009 82"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera civile II 23.10.2012 ZK2 2009 82"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. 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Zivilkammer\n\nVorsitz Hubert\nRichter Michael Dürst und Pritzi\nAktuar Pers\n\nIn der zivilrechtlichen Berufung\n\ndes A., Kläger, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter, vertreten\ndurch Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Brüesch, Werkstrasse 2, 7000 Chur,\n\ngegen\n\ndas Urteil des Bezirksgerichts Plessur vom 22. September 2009, mitgeteilt am 1.\nDezember 2009, in Sachen des Dr. iur. B., Beklagter, Berufungsbeklagter und Anschlussberufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Rudolf Kunz, Ottoplatz 19, 7001 Chur, gegen den Kläger, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagten,\n\nbetreffend Kollokationsklage,\n\nhat sich ergeben:\nI. Sachverhalt\n\nA.1. Am 4. Oktober 2006 wurde über die C. (nachfolgend C.) der Konkurs eröffnet. In der Folge meldeten unter anderem A. und B. Forderungen an. B. gab für\nseine Tätigkeit als Rechtsanwalt, Domizilhalter sowie als Liquidator der C. Forderungen in Höhe von insgesamt Fr. 320‘383.-- ein. Diese wurden konkursamtlich im\nBetrag von Fr. 300‘383.-- anerkannt und in der dritten Klasse kolloziert.\n\n2. Auf Beschwerde von A. hin wies der Kantonsgerichtsausschuss von\nGraubünden mit Entscheid vom 20. August 2007 (SKA 07 10) die von B. eingegebenen Forderungen mangels hinreichender Belege gesamthaft ab und ordnete\nderen Wegweisung aus dem Kollokationsplan an. Das Bundesgericht bestätigte\ndiesen kantonsgerichtlichen Entscheid mit Urteil vom 2. November 2007\n(5A_476/2007).\n\n3. Im Rahmen eines Vergleichs mit dem Konkursamt Plessur reduzierte B. die\nzu kollozierende Forderung von ursprünglich Fr. 300‘383.-- auf Fr. 215‘000.--. Das\nKonkursamt Plessur kollozierte die Forderung in diesem Betrag in der dritten Klasse im Kollokationsplan. Der Kollokationsplan vom 19. März 2008 wurde am 28.\nMärz 2008 neu aufgelegt.\n\nB. Am 17. April 2008 meldete A. die vorliegende Kollokationsklage beim\nKreispräsidenten Chur zur Vermittlung an. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung bezog er den Leitschein und prosequierte die Klage mit Prozesseingabe\nvom 23. Mai 2008 an das Bezirksgericht Plessur. Darin stellte und begründete er\nfolgendes Rechtsbegehren:\n„1. Es sei die vom Beklagten im Konkurs über die C. in Liquidation beim\nKonkursamt angemeldete, gegenüber der Konkursmasse der C. AG in\nLiq. geltend gemachte und in der 3. Klasse unter Ord. Nr. 2 kollozierte\nForderung von CHF 215‘000.-- im Kollokationsplan vom 19. März 2008\n(neu aufgelegt vom 28.3. - 17.4.2008) als unbegründet zu streichen.\n2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kostenund Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten.“\n\nC. B. beantragte in seiner Prozessantwort vom 18. August 2008 die kostenfällige Abweisung der Klage. Mit Replik vom 2. Oktober 2008 hielt A. unverändert an\nseinen Rechtsbegehren gemäss Prozesseingabe fest. Mit Eingabe vom 28. November 2008 hielt auch B. an seinem Rechtsbegehren gemäss Prozessantwort\nfest. A. nahm dazu am 29. Januar 2009 Stellung.\n\nSeite 2 — 31\nD. Mit Beweisverfügung vom 4. Februar 2009 erklärte der Bezirksgerichtspräsident Plessur die eingereichten Urkunden für prozessrelevant und ordnete die\nEdition verschiedener Gerichtsakten vom Bezirksgericht Plessur sowie die Einvernahme der Zeugen E., F., G., H., I. und J. an.\n\nE. Mit Urteil vom 22. September 2009, mitgeteilt am 1. Dezember 2009, erkannte das Bezirksgericht Plessur wie folgt:\n„1. Die Klage wird abgewiesen.\n2. Die Kosten des Kreisamtes Chur von CHF 300.00 sowie die Kosten\ndes Bezirksgerichtes Plessur von CHF 14‘175.80 (Gerichtsgebühren\nCHF 7‘000.00, Schreibgebühren CHF 1‘186.00, Bargebühren CHF\n1‘689.80, Streitwertzuschlag CHF 4‘300.00) gehen zu Lasten von A..\nAufgrund des geleisteten Kostenvorschusses von CHF 9‘800.00 verbleibt ein Restbetrag von CHF 4‘375.80, welcher innert 30 Tagen auf\ndas PC-Konto_ des Bezirksgerichtes Plessur zu überweisen ist.\nA. hat B. aussergerichtlich mit CHF 20‘000.00 (inkl. MwSt. und Barauslagen) zu entschädigen.\n3. (Mitteilung).“\n\nF. Gegen dieses Urteil erhob A. mit Eingabe vom 15. Dezember 2009 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden mit folgenden Anträgen:\n„1. Das vorinstanzliche Urteil (Ziffn. 1. und 2. des Urteilsdispositivs) sei\naufzuheben und es sei die Klage gemäss Leitschein und klägerischen\nRechtsbegehren vollumfänglich gutzuheissen.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das vermittleramtliche, das\nbezirksgerichtliche und das Berufungsverfahren, zuzüglich 7,6%\nMehrwertsteuer, zulasten des Berufungsbeklagten und Beklagten.“\n\n"}