{"Signatur": "GR_KG_007", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2010-04-20", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2009-6_2010-04-20.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2009_6_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976aef054f6632a370dc247393eb40f85761d89ee25f487d40bac93afa7480ead1cedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976aef054f6632a370dc247393eb40f85761d89ee25f487d40bac93afa7480ead1cedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2009_6", "Checksum": "e388f08318fd6eef758a302ccc1dc37b"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2009 6"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 20.04.2010 ZK2 2009 6"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera civile II 20.04.2010 ZK2 2009 6"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. 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Art. 121 Abs. 2, Satz 2 ZPO, Art. 112 Abs. 2 BGG\n(Bundesgesetz über das Bundesgericht, SR 173.110)) eine vollständige, schriftlich\nbegründete Ausfertigung der Entscheidung verlangt.\n\n6. Auf die schriftlichen Begründungen der Berufungsanträge, die Erwägungen\nim angefochtenen Urteil und das Beweismaterial ist, soweit sachdienlich, nachfolgend einzugehen.\n\nII. Erwägungen\n\n1.1. Die Berufungen sind rechtzeitig (Art. 219 Abs. 1 ZPO; act. 01, 17-19) und\nmit den ausformulierten Rechtsbegehren gemäss Berufungserklärung vom 22.\nJanuar 2009 formgerecht (Art. 219 Abs. 1 ZPO; act. 01) und bei der zuständigen\nInstanz eingelegt.\n\nSeite 5 — 19\na. Zum Streitwert gemäss Art. 22 ZPO und dessen Einfluss auf die sachliche\nund funktionelle Zuständigkeit haben sich die Parteien weder im erstinstanzlichen\nnoch im Berufungsverfahren geäussert. Die Vorinstanz nahm ohne Weiteres an,\nihre sachliche Zuständigkeit gemäss Art. 19 Ziff. 1 ZPO sei gegeben, womit sie\nvon einem 8'000 Franken übersteigenden Streitwert ausging. Das ordentliche\nRechtsmittel der Berufung steht gemäss Art. 218 Abs. 1 ZPO offen gegen Urteile\nder Bezirksgerichte im Sinne von Art. 19 ZPO. Dass ein Urteil vom Bezirksgericht\nstammt, macht es entgegen der irrigen Annahme der Berufungskläger indessen\nnicht automatisch berufungsfähig. Soweit es sich um vermögensrechtliche Streitigkeiten im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 ZPO handelt, ist die Zulässigkeit der Berufung\nnach gefestigter Praxis nämlich an die Voraussetzung eines Mindeststreitwerts\ngeknüpft, wobei sich letzterer aus den sachlichen Zuständigkeitsbestimmungen für\ndas Bezirksgericht ergibt (Art. 19 Ziff. 1 ZPO, vgl. auch Frank/Sträuli/Messmer,\nKommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. A. Zürich 1997, N 3 zu §\n259). In vermögensrechtlichen Streitsachen bedeutet dies nichts anderes, als dass\ndas gegensätzliche Streitinteresse der Parteien gemäss Art. 19 Ziff. 1 ZPO im Urteilszeitpunkt der Vorinstanz einen Fr. 8'000.— übersteigenden Wert aufweisen\nmuss, damit die Streitsache berufungsfähig ist. Massgebend ist hierbei der im\nZeitpunkt der Ausfällung der angefochtenen Entscheidung noch vorhandene\nStreitwert, unter Abrechnung der im Laufe des Verfahrens fallen gelassenen oder\nanerkannten Rechtsbegehren (PKG 1949 Nr. 3, 1960 Nr. 2, 1962 Nr. 10, 1973 Nr.\n5, 1993 Nr. 17, 1994 Nr. 15, 2000 Nr. 7; BGE 96 I 697 E. 1 zu Art. 246 und Art. 34\nZiff. 2 lit. a aZPO GR; Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. A.,\nBern 1979, S. 112 Fn 27; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 3 zu § 18; Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, Die Zivilprozessordnung für den Kanton Bern, 5. A. Bern\n2000, N 2a zu Art. 335 ZPO e contrario (im Zeitpunkt der Beendigung der erstinstanzlichen Verhandlungen); Vogel/Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8.\nA., Bern 1992, 13 N 53 f.).\n\nb. Die Bewertung von Kollokationsbegehren erfolgt nicht nach der (umstrittenen) Höhe der zu kollozierenden Forderung, sondern nach dem Anteil am Erlös\naus der Konkursmasse, der dem klagenden Gläubiger im Falle der Kollokation\nhöchstens zufallen wird (BGE 65 III 28 ff., 65 II 41 ff., 79 III 173, 81 II 474, 81 III\n76, 87 II 190). Der höchstens erzielbare Prozessgewinn entspricht dem Betrag der\nmutmasslichen Konkursdividende. Die Ermittlung der mutmasslichen Dividende\ngeschieht durch Gegenüberstellung der Aktiven gemäss Inventar und der Passiven gemäss Kollokationsplan. Das Treffnis, welches gemäss Kollokationsplan der\nvon der Klage betroffenen Forderung zufallen würde, wenn die Klage nicht erho-\n\n"}