{"Signatur": "GR_KG_007", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2009-04-21", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2009-4_2009-04-21.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2009_4_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976551c3e67f9c6b8ed5c22e3f24603f533793fbe63a134e86dcfaf3a6a5f31d2e7edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976551c3e67f9c6b8ed5c22e3f24603f533793fbe63a134e86dcfaf3a6a5f31d2e7edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2009_4", "Checksum": "c1c78d87f01efa74d2a30dad1a6269c2"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2009 4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 21.04.2009 ZK2 2009 4"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera civile II 21.04.2009 ZK2 2009 4"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. 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Zivilkammer\n\nVorsitz Hubert\nRichterInnen Bochsler und Michael Dürst\nRedaktion Aktuarin ad hoc Fischer\n\nIn der zivilrechtlichen Berufung\n\ndes Dr. med. Y., Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur.\nMauro Lardi, Reichsgasse 65, 7002 Chur,\n\ngegen\n\ndas Urteil des Bezirksgerichts Plessur vom 21. Oktober 2008, mitgeteilt am 19. Januar 2009, in Sachen des Klägers und Berufungsklägers gegen PD Dr. med. X.,\nBeklagter und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marc Breitenmoser, Martinsplatz 8, 7002 Chur,\n\nbetreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,\n\nhat sich ergeben:\nA. PD Dr. med. X. führte zusammen mit seiner Ehefrau, Dr. med. A., zwei Augenarztpraxen in B. und C.. Nachdem die Ehefrau die gemeinsamen Praxen im\nSommer 2006 verlassen hatte, stellte PD Dr. med. X. Dr. med. Y. per 15. September\n2006 als Spezialarzt für Ophthalmologie FEBO ein. Am 11. Oktober 2006 unterzeichneten die Parteien den von Dr. med. Y. verfassten schriftlichen Arbeitsvertrag\nund vereinbarten einen fixen Lohnanteil von brutto Fr. 10'000.-- und einen variablen\nLohnanteil abhängig von dem in der eigenen Sprechstunde erzielten Umsatz, wobei\ndie Abrechnung und Auszahlung monatlich zu erfolgen hatte. Des Weiteren sah der\nVertrag eine anteilsmässige Entschädigung für die ärztlichen und technischen Leistungen von Dr. med. Y. bei Operationen vor.\n\nB. Mit Schreiben vom 9. Mai 2007 löste PD Dr. med. X. das Arbeitsverhältnis\nmit Dr. med. Y. per 31. August 2007 auf. Am 29. Juni 2007 teilte Dr. med. Y. seinem\nArbeitgeber in einem Gespräch mit, dass er einer Freistellung per 30. Juni 2007\nzustimmen würde. PD Dr. med. X. hielt jedoch an der Einhaltung der Kündigungsfrist fest. Mit Schreiben vom 30. Juni 2007 machte Dr. med. Y. seinen Arbeitgeber\ndarauf aufmerksam, dass sein Lohn gemäss Arbeitsvertrag per Ende des jeweiligen\nMonats fällig sei und setzte ihm eine Frist bis zum 6. Juli 2007, um den fälligen Lohn\nmit sämtlichen Lohnbestandteilen zu überweisen. Für den Fall der Nichteinhaltung\ndieser Frist, kündigte er die unverzügliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses an.\nIn der Folge überwies Dr. med. Y. den Fixlohn für den Monat Juni 2007 am 4. Juli\n2007 und den variablen Lohn für den Monat Mai 2007 am 6. Juli 2007. Die Zahlung\ndes variablen Lohnes für den Monat Juni 2007 entrichtete der Arbeitgeber nicht innert der gesetzten Frist. Ausserdem waren die Entschädigungen für die Beteiligung\nan Operationen ausstehend. Als Reaktion darauf kündigte Dr. med. Y. die Arbeitsstelle fristlos und teilte PD Dr. med. X. am 8. Juli 2007 telefonisch mit, dass er definitiv nicht mehr zur Arbeit erscheinen werde.\n\nC. Am 1. Oktober 2007 instanzierte Dr. med. Y. beim Vermittleramt des Kreises\nB. gegen PD Dr. med. X. eine Klage betreffend Forderungen aus dem Arbeitsvertrag. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung erstellte der Vermittler am 5.\nDezember 2007 einen Leitschein mit folgendem klägerischen Rechtsbegehren:\n„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von\nFr. 22'790.85 nebst 5 % Zins auf Fr. 19'990.85 seit 9. Juli 2007 und 5 %\nZins auf Fr. 2'800.-- seit 28. September 2007 zu bezahlen.\n2. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger das FMH-Zeugnis sowie ein\nArbeitszeugnis auszustellen.\n3. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des\nBeklagten.“\n\nSeite 2 — 14\nD. Mit Prozesseingabe vom 24. Dezember 2007 prosequierte der Kläger die\nKlage frist- und formgerecht an das Bezirksgericht Plessur. Dabei reduzierte er sein\nRechtsbegehren auf Bezahlung von Fr. 22'468.40 nebst 5% Zins auf Fr. 19'668.40\nseit 9. Juli 2007 und 5% Zins auf Fr. 2'800.-- seit 28. September 2007. Zudem zog\ner die Ziffer 2 seines Rechtsbegehrens zurück. Der Beklagte beantragte in seiner\nProzessantwort vom 17. März 2008 die Abweisung der Klage unter Kosten- und\nEntschädigungsfolge, zuzüglich 7.6% Mehrwertsteuer, zulasten des Klägers.\n\n"}