{"Signatur": "GR_KG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2003-09-15", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2003-27_2003-09-15.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZF_2003_27_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976995e0fba19f8e7bcb68199f8ec6949d0046ec83dff13482438ea032acf36c71bedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976995e0fba19f8e7bcb68199f8ec6949d0046ec83dff13482438ea032acf36c71bedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZF_2003_27", "Checksum": "369e546311ec995986f2b44317d2645c"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZF 2003 27"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 15.09.2003 ZF 2003 27"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera civile I 15.09.2003 ZF 2003 27"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. 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März 2004 (4C.45/2004) abgewiesen.)\n\nUrteil\nZivilkammer\n\nVizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Heinz-Bommer, Lazzarini, Rehli und Sut-\nter-Ambühl, Aktuar ad hoc Berti\n\n——————\n\nIn der zivilrechtlichen Berufung\n\ndes X., Ingenieur- und Planungsbüro, Beklagter und Berufungskläger, vertreten\ndurch Rechtsanwalt Dr. iur. Marco Hauser, Kirchbühlstrasse 21, 5630 Muri,\n\ngegen\n\ndas Urteil des Bezirksgerichts Plessur vom 14. Februar 2003, mitgeteilt am 14. Mai\n2003, in Sachen des Y., Kläger und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jürg Domenig, Hartbertstrasse 1, 7002 Chur, gegen den Beklagten und\nBerufungskläger,\n\nbetreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,\n\nhat sich ergeben:\n2\n\nA. Y. ist diplomierter Bauingenieur, X. Inhaber eines Ingenieur- und Planungsbüros. Am 8. Juni 2001 schlossen Y. und das Ingenieur- und Planungsbüro\nA. einen Arbeitsvertrag. Y. trat seine Stelle am 6. August 2001 an. Mit Schreiben\nvom 5. Oktober 2001 teilte das Ingenieur- und Planungsbüro A. Y. die Kündigung\ndes Arbeitsverhältnisses mit und hielt fest, die Kündigungsfrist werde möglichst kurz\ngehalten. In der Folge legte es den Austrittstermin auf Ende November 2001 fest\nund teilte dies Y. mündlich mit. Vom 29. Oktober bis 9. November 2001 hatte Y.\nMilitärdienst zu leisten. Ab 1. Dezember 2001 war er arbeitslos.\n\nB. Anfangs Dezember 2001 stellte Y. Antrag auf die Entrichtung einer Arbeitslosenentschädigung ab 5. Dezember 2001. Die Arbeitslosenkasse Graubünden verneinte das Bestehen eines Anspruchs mit der Begründung, dass dem Versicherten bis 28. Februar 2002 Lohnansprüche zustünden. Mit Schreiben vom 20.\nDezember 2001 teilte die Arbeitslosenkasse dem Ingenieur- und Planungsbüro A.\nmit, dass die am 5. Oktober 2001 ausgesprochene Kündigung während der Sperrfrist gemäss Art. 336c Abs. 1 lit. a OR erfolgt sei und deshalb frühestens auf den\n28. Februar 2002 wirksam werde. A. stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,\nY. habe sich im Zeitpunkt der Kündigung noch in der Probezeit befunden, weshalb\nder Kündigungsschutz des Art. 336c Abs. 1 lit. a OR nicht gelte.\n\nC. Y. meldete seine Lohnzahlungsklage am 19. März 2002 beim Vermittleramt des Kreises Chur an. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 22.\nApril 2002 wurde der Leitschein am 7. Mai 2002 mit folgenden Rechtsbegehren ausgestellt:\nKlägerisches Rechtsbegehren:\n1. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 15'453.60 zuzüglich Zins zu 5% seit 18. März 2002 zu bezahlen.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge - letztere zuzüglich 7,6 %\nMehrwertsteuer - zu Lasten des Beklagten.\n\nBeklagtisches Rechtsbegehren:\n1. Abweisung der Klage.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.\n\nD. Mit Urteil vom 14. Februar 2003, mitgeteilt am 14. Mai 2003, erkannte das\nBezirksgericht Plessur:\n3\n\n1. Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger CHF 15'453.60 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 18. März 2002 zu bezahlen.\n2. Die Kosten des Vermittleramtes des Kreises Chur gehen zu Lasten der Kreiskasse, diejenige des Bezirksgerichts Plessur von Fr.\n3'600.-- (Gerichtsgebühren Fr. 3'280.--, Barauslagen Fr. 20.--,\nStreitwertzuschlag Fr. 300.--) gehen zu Lasten der Gerichtskasse.\nDer Beklagte wird verpflichtet, den Kläger ausseramtlich mit Fr.\n5'000.-- (inkl. MwSt) zu entschädigen.\n3. [Mitteilung].\n\nE. Das Bezirksgericht Plessur erwog im Wesentlichen, die Kündigung sei\nnach Ablauf der Probefrist und während der Sperrfrist des Art. 336c Abs. 1 lit. a OR\nerfolgt, weshalb sie nichtig sei; ob sie auch wegen Verstosses gegen Art. 336 Abs.\n1 lit. d OR („Rachekündigung“) nichtig sei, könne deshalb offen bleiben. Obwohl\neine weitere, gültige Kündigung des Arbeitsverhältnisses nicht ersichtlich, habe der\nKläger den 28. Februar 2002 als Austrittstermin akzeptiert. Der Anspruch des Klägers auf Lohn für die Monate Dezember 2001 und Januar und Februar 2002 sei\nausgewiesen, die Klage entsprechend gutzuheissen.\n\nF. X. liess mit einer beim Bezirksgericht Plessur am 5. Juni 2003 eingegangenen Erklärung Berufung an das Kantonsgericht Graubünden erheben und folgende Anträge stellen:\n1. Das Urteil des Bezirksgerichtes Plessur vom 14. Februar 2003\nsei aufzuheben und die Klage sei abzuweisen..\n2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.\n\n"}