{"Signatur": "GR_KG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2003-07-08", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2003-21_2003-07-08.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZF_2003_21_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609768e9f73f4b8b36eda70308e21fefa40029d16fe568f9cfba8c3c7ebd6894a3280edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609768e9f73f4b8b36eda70308e21fefa40029d16fe568f9cfba8c3c7ebd6894a3280edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZF_2003_21", "Checksum": "17480f0da6da151588650f1b5d72ccbb"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZF 2003 21"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 08.07.2003 ZF 2003 21"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera civile I 08.07.2003 ZF 2003 21"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. 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Juli 2003 Schriftlich mitgeteilt am:\nZF 03 21\n\nUrteil\nZivilkammer\n\nVizepräsident Bochsler (Vorsitz), Vizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Heinz-\nBommer, Jegen und Riesen-Bienz, Aktuarin Duff Walser.\n\n——————\n\nIn der zivilrechtlichen Berufung\n\ndes F., Beklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec.\nPius Fryberg, Postfach 731, Vazerolgasse 2, 7002 Chur,\n\ngegen\n\ndas Urteil des Bezirksgerichts Landquart vom 8. Januar 2003, mitgeteilt am 13.\nMärz 2003, in Sachen der G., Klägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch\nRechtsanwalt lic. iur. Fadri Ramming, Postfach 658, Lindenquai/Hinterm Bach 6,\n7002 Chur, gegen den Beklagten und Berufungskläger,\n\nbetreffend Ehescheidung und Nebenfolgen,\n\nhat sich ergeben:\n2\n\nA. Die Parteien heirateten am 13. Juli 1990 vor dem Zivilstandsamt A.. Aus\nder Ehe der Parteien sind die beiden Kinder B., geboren am 3. September 1993,\nund C., geboren am 9. September 1999, hervorgegangen.\n\nB. Nachdem G. und F. mit ihrem gemeinsamen Scheidungsbegehren an den\nBezirksgerichtspräsidenten Landquart gelangt waren, schlossen die Parteien am 2.\nJuli 2002 eine Teil-Ehescheidungskonvention im Sinne von Art. 112 ZGB ab. Mit\nprozessleitender Verfügung vom 4. Juli 2002 stellte der Bezirksgerichtspräsident\nLandquart fest, dass die Teilkonvention nach einer ersten Prüfung voraussichtlich\ngenehmigt werden könne. Gleichzeitig wurde den Parteien empfohlen, bezüglich\nder noch streitigen Punkte eine Konvention abzuschliessen. Am 19. August 2002\nteilte G. dem Bezirksgerichtspräsidenten mit, dass über den offen gebliebenen\nPunkt des nachehelichen Unterhalts für die Ehefrau keine Einigung habe erzielt werden können. In der Folge setzte der Bezirksgerichtspräsident Landquart G. gestützt\nauf Art. 112 Abs. 3 ZGB Frist zur Einreichung entsprechender Anträge und Beweismittel an. Mit Prozesseingabe vom 10. September 2002 kam G. dieser Aufforderung\nnach und stellte folgende Rechtsbegehren:\n\n„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin folgende auf Art. 125 ZGB\nabgestützte, monatlich zu leistende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen,\nzahlbar pränumerando am Ersten eines jeden Monats:\n- bis zum 31.09.2006: CHF 1'700.--\n- bis zum 30.09.2011: CHF 1'200.--\n- bis zum 30.09.2017: CHF 600.--\n2. Der Unterhaltsbeitrag sei zu indexieren (Landesindex der Konsumentenpreise).\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten.“\n\nF. verzichtete auf eine Prozessantwort und reichte auch keine Beweismittel\nein. Mit Beweisverfügung vom 15. Oktober 2002 forderte der Bezirksgerichtspräsident die Parteien auf, die in den Rechtsschriften zur Produktion angemeldeten sowie die von der Gegenpartei zur Edition verlangten Urkunden, soweit noch nicht\nbeigebracht, bis zum 4. November 2002 einzureichen. Am 24. Oktober 2002 lud der\nBezirksgerichtspräsident die Parteien auf den 8. Januar 2003 zur Hauptverhandlung\nvor. Gleichzeitig setzte er für nachträgliche Beweisanträge gemäss Art. 98 ZPO Frist\nbis zum 13. November 2002 an.\n3\n\nC. Mit Urteil vom 8. Januar 2003, mitgeteilt am 13. März 2003, erkannte das\nBezirksgericht Landquart:\n\n„1. Die am 13. Juli 1990 in A. geschlossene Ehe zwischen F. und G. wird\ngerichtlich geschieden.\n2. (...).\n3. (...).\n4. (...).\n5. F. wird gerichtlich verpflichtet, G. ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils folgende nachehelichen Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:\n• bis zum 30.09.2006: Fr. 1‘560.--\n• bis zum 30.09.2011: Fr. 1'060.--\n• bis zum 30.09.2017: Fr. 460.--\nAb Oktober 2017 entfällt die Zahlungsverpflichtung des Beklagten.\n6. Die Höhe der Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender Ziff. III/4 und\nIII/5 basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise (Basis Mai\n2000 = 100 Punkte). Diese Unterhaltsbeiträge sind jährlich per 1. Januar, erstmals per 1. Januar 2004, gemäss der nachstehenden Formel\nden veränderten Verhältnissen anzupassen:\nneuer UB = alter UB x neuer Index\nBasisindex.\n7. (...)\n8. (...).\n9. Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend\naus:\n- einer Gerichtsgebühr von Fr. 3'335.--\n- einer Schreibgebühr von Fr. 770.--\n- den Barauslagen von Fr. 95.--\ntotal somit Fr. 4'200.--\nwerden F. zu 8/10 und G. zu 2/10 auferlegt. F. hat G. zudem eine reduzierte ausseramtliche Entschädigung von Fr. 500.-- zu bezahlen.\n10. (Rechtsmittelbelehrung).\n11. (Mitteilung).“\n\nDer Beklagte wollte im Zuge seiner Ausführungen vor Schranken ein vom 19.\nNovember 2002 datiertes Arztzeugnis ins Recht legen und damit beweisen, dass er\nnur zu 50% arbeitsfähig sei. Die Vorinstanz lehnte es jedoch gestützt auf Art. 108\nAbs. 2 ZPO ab, das angebotene Beweismittel ins Recht zu nehmen, weil der Ge-\n4\n\n"}