{"Signatur": "GR_KG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2003-09-02", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2003-18_2003-09-02.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZF_2003_18_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd6097637670e73e7027b64f58d2df69bc04343bb2476116ab97cdd9a394b89f663610aedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd6097637670e73e7027b64f58d2df69bc04343bb2476116ab97cdd9a394b89f663610aedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZF_2003_18", "Checksum": "07d090f95fbc803af29e31948f2e23d8"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZF 2003 18"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.09.2003 ZF 2003 18"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera civile I 02.09.2003 ZF 2003 18"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. 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Juni 2004 (5C.36/2004) abgewiesen und auf die\nstaatsrechtliche Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteil vom 08.\nJuni 2004 (5P.59/2004) nicht eingetreten.)\n\nUrteil\nZivilkammer\n\nVizepräsident Schlenker, Kantonsrichterinnen und Kantonsrichter Heinz-Bommer,\nLazzarini, Rehli und Sutter-Ambühl, Aktuar Engler.\n\n——————\n\nIn der zivilrechtlichen Berufung\n\ndes Z., Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Heinz\nRaschein, Obere Plessurstrasse 25, Postfach 536, 7001 Chur,\ngegen\n\ndas Urteil des Bezirksgerichtes A l b u l a vom 28. November 2002, mitgeteilt am\n31. März 2003, in Sachen des Klägers und Berufungsklägers gegen die STWEG\nY. , Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Flurin\nvon Planta, Vazerolgasse 2, Postfach 731, 7002 Chur,\n\nbetreffend Anfechtung eines Beschlusses\nder Stockwerkeigentümerversammlung,\n2\n\nhat sich ergeben:\n3\n\nA. Z. ist Miteigentümer der an der X.-Strasse in W. gelegenen, zu\nStockwerkeigentum aufgeteilten Parzelle Nr. 3330, Plan 39, des Grundbuches der\nGemeinde V. mit Sonderrecht an den STWE-ANTEILEN Nr. 110 (Wohnung) und Nr.\n218 (Autoeinstellhalle, Benützungsrecht am Autoeinstellplatz Nr. 40).\n\nLaut der öffentlich beurkundeten Begründungserklärung vom 30. März\n1979 umfasst die Liegenschaft insgesamt sechs Trakte, nämlich\n\n▪ Trakt I: Hotel U. (STWE-ANTEILE Nr. 1-49)\n▪ Trakt II: Läden, Restaurations- und Hotelbetrieb (STWE-ANTEILE Nr. 50-59)\n▪ Trakt III: Disponible Räumlichkeiten (STWE-ANTEILE Nr. 60-78)\n▪ Trakt IV: Wohnungen (STWE-ANTEILE Nr. 79-216)\n▪ Trakt V: Sportanlagen (STWE-ANTEIL Nr. 217) sowie\n▪ Trakt VI: Autoeinstellhallen (STWE-ANTEILE Nr. 218-219)\n\nB. Anlässlich ihrer 19. ordentlichen Miteigentümerversammlung vom\n30. Juni 2001, an welcher von 117 Miteigentümern 96 mit einem Wertquotenanteil\nvon 876,6 Tausendsteln anwesend oder vertreten waren, ermächtigte die STWEG\nY. unter Traktandum 15 mit 94 zu 2 Stimmen und 863.4 zu 13.2 Tausendsteln\nWertquoten die Miteigentümerin T. AG (mit Sonderrecht am STWE-ANTEIL Nr. 217),\ndas von ihr unterbreitete Projekt Ersatz der bestehenden Tennishalle durch einen Neubau mit Wellnesslandschaft, Seminarräumen und Hotelzimmern auf eigene Kosten zu\nrealisieren.\n\nC. Am 24. Juli 2001 machte Z. beim Kreispräsidenten Alvaschein als\nVermittler eine gegen diesen Versammlungsbeschluss gerichtete Anfechtungsklage anhängig. Laut dem Leitschein vom 24. September 2001 hatte der Kläger\nan der Sühneverhandlung vom 31. August 2001 die folgenden Anträge gestellt:\n\n„Es sei festzustellen, dass der Beschluss der Versammlung der Stockwerkeigentümer anlässlich der 19. ordentlichen Eigentümer-Versammlung der\nSTWEG Y. betreffend die Gutheissung des Antrages in Traktandum 15\nmangels formrichtigem Zustandekommen ungültig ist.\n\nEventualiter sei der Beschluss der Versammlung der Stockwerkeigentümer\nanlässlich der 19. ordentlichen Eigentümer-Versammlung der STWEG Y.\nbetreffend die Gutheissung des Antrages in Traktandum 15 aufzuheben\nund verbindlich festzustellen, dass der Antrag in Traktandum 15 mit Be-\n4\n\nschluss vom 30. Juni 2001 mangels notwendiger Zustimmung abgelehnt\nworden sei.\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“\n\nD. Mit Prozesseingabe vom 10. Oktober 2001 unterbreitete Z. die Streitsache dem Bezirksgericht Albula, wobei er an seinen Rechtsbegehren gemäss\nLeitschein festhielt.\n\nIn ihrer Prozessantwort vom 23. November 2001 liess die STWEG Y. demgegenüber beantragen:\n\n„1. Auf die Klage sei nicht einzutreten.\n2. Eventualiter sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.“\n\nAnlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung formulierte der Kläger\nsein Rechtsbegehren wie folgt neu:\n\n„Der angefochtene StWE-Beschluss sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten aufzuheben.“\n\nE. Mit Urteil vom 28. November 2002, mitgeteilt am 31. März 2003, erkannte das Bezirksgericht Albula (Pr. Nr. 47/01):\n\n„1. Die Klage wird abgewiesen.\n2. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens in der Höhe von Fr. 18'000.–\ngehen zulasten von Z..\n3. Z. hat die STWEG Y. aussergerichtlich mit Fr. 20‘299.80 zu entschädigen.\n4. (Rechtsmittelbelehrung).\n5. Mitteilung an: ...“\n\nF. Hiergegen liess Z. am 11. April 2003 Berufung an die Zivilkammer\ndes Kantonsgerichtes erklären mit dem Begehren:\n\n„1. Das angefochtene Urteil sei vollumfänglich aufzuheben und die Klage\ngutzuheissen.\n5\n\n"}