{"Signatur": "GR_KG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2003-07-08", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2003-17_2003-07-08.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZF_2003_17_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764c65c143d3c47381dded388e4eed97f3a9a88a3c8b5fd640ae5c2b1a69d2abddedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764c65c143d3c47381dded388e4eed97f3a9a88a3c8b5fd640ae5c2b1a69d2abddedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZF_2003_17", "Checksum": "fdda5a4075cd39fcd1194d03311c598a"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZF 2003 17"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 08.07.2003 ZF 2003 17"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera civile I 08.07.2003 ZF 2003 17"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  I. Zivilkammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera civile I"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Forderung aus Arbeitsvertrag | OR Arbeitsvertrag"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:24:12", "Checksum": "6c42db1088fdff0cd6232b26ba9820ca", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 08.07.2003 ZF 2003 17\nRegeste:\nForderung aus Arbeitsvertrag | OR Arbeitsvertrag\n\n b. Das Argument der Berufungsklägerin und Beklagten, aus den Stundenrapporten Y.s (kB 7) ergäbe sich eine tiefere Zahl Überstunden als die Tabellen\n„Stundenabrechnung 2001“ und „Stundenabrechnung 2002“ (kB 8 und 9), ist unbehelflich, liegt doch - wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat (angefochtene\nEntscheidung E. 2 b S. 6) - die Kontrolle der korrekten Arbeitszeiterfassung im Verantwortungsbereich der Arbeitgeberin. Durch unwidersprochene Aufnahme in die\nÜberstundenabrechnung und Zustellung derselben an den Arbeitnehmer akzeptiert\ndie Arbeitgeberin die ausgewiesenen Überstunden (Berner Kommentar REHBINDER,\nArt. 321c OR N 2). Die Berufung ist demnach in diesem Punkt und mithin auch im\nGanzen unbegründet.\n\n8. Die angefochtene Entscheidung ist in einem Punkt von Amtes wegen\nzu berichtigen: Während die Vorinstanz in Ziffer 1 ihres Dispositivs dem Berufungsbeklagten und Kläger einen Bruttolohnbetrag von Fr. 15'715.75 „abzüglich der Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherungen“ zugesprochen hat, sind richtigerweise die genannten Sozialversicherungsbeiträge abzuziehen und der resultierende Nettolohnbetrag zuzusprechen (PKG 1990, Nr. 21, S. 80). Demnach ist dem\nBerufungsbeklagten und Kläger nach Abzug von Fr. 793.65 AHV, Fr. 157.15 ALV\nsowie Fr. 243.60 NBUV der Betrag von Fr. 15'715.75 ./. Fr. 1’194.40 = netto Fr.\n14'521.35 zuzusprechen.\n\n9. Bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis bis zu einem Streitwert\nvon Fr. 30’000 dürfen von Bundesrechts wegen weder Gebühren erhoben noch\nAuslagen des Gerichts den Parteien auferlegt werden (Art. 343 Abs. 3 OR). Das\nBundesrecht überlässt hingegen die Frage der Parteientschädigung dem kantonalen Recht, weshalb die Befreiung von den Gerichtskosten die Zusprechung einer\n8\n\nParteientschädigung nicht zum vorneherein ausschliesst (Zürcher Kommentar\nSTAEHELIN, Art. 343 OR N 29; Berner Kommentar REHBINDER, Art. 343 OR N 19).\nDie ZPO von Graubünden enthält keine spezifische Regelung für arbeitsrechtliche\nStreitigkeiten, weshalb die ausseramtlichen Kosten von Fr. 2'000.-- gemäss der allgemeinen Regel des Art. 122 Abs. 2 ZPO der unterliegenden Partei, im vorliegenden Fall der Berufungsklägerin, zu auferlegen sind.\n9\n\nDemnach erkennt die Zivilkammer :\n\n1. Die Berufung wird abgewiesen.\n\n2. Ziffer 1, 2. Satzhälfte des angefochtenen Urteils wird von Amtes wegen aufgehoben und die Beklagte verpflichtet, dem Kläger Fr. 14'521.35 nebst Zins\nzu 5% seit 30. April 2002 zu bezahlen.\n\n3. Für das Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben.\n\n4. Die Berufungsklägerin hat den Berufungsbeklagten ausseramtlich mit Fr.\n2'000.-- zu entschädigen.\n\n5. Mitteilung an:\n\n__________\n\nFür die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden\nDer Vizepräsident Der Aktuar ad hoc\n"}