{"Signatur": "GR_KG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2003-07-08", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2003-17_2003-07-08.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZF_2003_17_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764c65c143d3c47381dded388e4eed97f3a9a88a3c8b5fd640ae5c2b1a69d2abddedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764c65c143d3c47381dded388e4eed97f3a9a88a3c8b5fd640ae5c2b1a69d2abddedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZF_2003_17", "Checksum": "fdda5a4075cd39fcd1194d03311c598a"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZF 2003 17"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 08.07.2003 ZF 2003 17"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera civile I 08.07.2003 ZF 2003 17"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. 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A G , Beklagte und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur.\nThomas Castelberg, Vazerolgasse 2, 7002 Chur,\n\ngegen\n\ndas Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 20. März 2003, mitgeteilt am 10. April\n2003, in Sachen des Klägers und Berufungsbeklagten Y., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid, Hartbertstrasse 11, 7002 Chur, gegen die Beklagte\nund Berufungsklägerin,\n\nbetreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,\n\nhat sich ergeben:\n2\n\nA. Y. arbeitete im Januar 2001 probeweise einzelne Stunden ohne Entgelt und\nalsdann vom 1. Februar 2001 bis 30. April 2002 als Angestellter der X. AG, wo er\nfür die Abteilung „Wohnen“ verantwortlich war. Während der gesamten Zeit bestand\nkein schriftlicher Arbeitsvertrag. Y. bezog einen Monatslohn von Fr. 6'000.-- brutto,\nzuzüglich Fr. 450.-- Kinderzulagen und Fr. 500.-- Pauschalspesen pro Monat sowie\neinen 13. Monatslohn.\n\nB. Am 22. Februar 2002 kündigte die X. AG das Arbeitsverhältnis auf den\n30. April 2002 (kB 12). Am 26. Februar 2002 forderte Y. handschriftlich auf einer\nKopie des Kündigungsschreibens die X. AG auf, unter anderem ihm „einen Vorschlag für die Überstundenentschädigung“ zu unterbreiten (kB 13). In der Folge\nkonnten sich die Parteien diesbezüglich nicht einigen.\n\nC. Nach erfolgloser Sühneverhandlung prosequierte Y. am 27. September 2002 frist- und formgerecht den Leitschein durch Klage beim Bezirksgericht Imboden mit folgendem Rechtsbegehren:\n„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger brutto CHF 16'231.45\n(abzüglich Arbeitnehmerbeiträge der Sozialversicherungen) zuzüglich 5 % Zins seit 30. April 2002 zu bezahlen.\n2. Unter Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“\n\nIn ihrer Prozessantwort vom 31. Oktober 2002 beantragte die Beklagte die\nkostenfällige Abweisung der Klage. An der Hauptverhandlung vom 20. März 2003\nreduzierte der Kläger seine Klageforderung um Fr. 310.20. Die Beklagte hielt an\nihrem Abweisungsantrag fest.\n\nAm 20. März 2003 erkannte das Bezirksgericht Imboden:\n„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, dem Kläger Fr. 15'715.75 (abzüglich der Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherungen) nebst 5 % Zins seit 30. April\n2002 zu bezahlen.\n2. Es werden keine Kosten erhoben.\n3. Die Beklagte wird verpflichtet, den Beklagten aussergerichtlich mit\nFr. 5'688.25 zu entschädigen.“\n\nDas Bezirksgericht Imboden erwog im Wesentlichen, es sei von einer\nArbeitssollzeit des Klägers von 42.5 Stunden in der Woche auszugehen, nachdem weder eine höhere Arbeitssollzeit noch eine Kaderstellung des Arbeitneh-\n3\n\nmers bewiesen worden seien (E. 2 a); der Kläger habe auf Verlangen oder\nzumindest mit Genehmigung seiner Arbeitgeberin Überstunden geleistet und\nseinen diesbezüglichen Entschädigungsanspruch nicht verwirkt (E. 2 b);\nschliesslich sei der Kläger nicht verpflichtet gewesen, seine Überstunden\nwährend der Zeit der Freistellung (22. März – 30. April 2002) zu kompensieren;\ner habe vielmehr einen Anspruch auf Entschädigung der Überstunden in Form\nvon Lohn (E. 2 c).\n\nD. Die X. AG liess am 1. Mai 2003 gegen das Urteil des Bezirksgerichts\nImboden Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden erklären und folgende\nAnträge stellen:\n„1. Das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.\n2. Unter vermittlungsamtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher\nKosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbeklagten für beide Instanzen.\n\n"}