{"Signatur": "GR_KG_006", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2004-09-21", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2002-8_2004-09-21.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZF_2002_8_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609761e0ede4cdccfcb03dc4eff9bf38da49ed8a840e11c134aebbb74e16f0fe362fbedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609761e0ede4cdccfcb03dc4eff9bf38da49ed8a840e11c134aebbb74e16f0fe362fbedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZF_2002_8", "Checksum": "14d9bc68db2433a57341c4ad1b879017"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZF 2002 8"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 21.09.2004 ZF 2002 8"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera civile I 21.09.2004 ZF 2002 8"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. 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September 2004 Schriftlich mitgeteilt am:\nZF 02 8\n\nUrteil\nZivilkammer\n\nVorsitz Präsident Brunner\nRichterInnen Heinz-Bommer, Lazzarini, Rehli und Riesen-Bienz\nAktuar ad hoc Walder\n\n——————\n\nIn der zivilrechtlichen Berufung\n\nder K o n k u r s m a s s e A . X . , Beklagte und Berufungsklägerin, vertreten durch\nRechtsanwalt Dr.iur. F.,\n\ngegen\n\ndas Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 11. Dezember 2001, mitgeteilt am 21.\nDezember 2001, in Sachen der B. X., Klägerin und Berufungsbeklagte, beziehungsweise ihrer Erben, nämlich:\n\nC. X., vertreten durch Rechtanwältin M. Kohler, Rue Marignac 9, Genf,\n\nD. X., vertreten durch lic.iur. M. Gorfer, c/o Advokaturbüro Zinsli & Nater, Via Maistra\n5, St. Moritz, und\n\nE. X. , vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Christian Clopath, Bahnhofstrasse 6,\nKlosters,\n2\n\ngegen die Beklagte und Berufungsklägerin,\n\nbetreffend Anfechtung des Kollokationsplans (aussergerichtliche Entschädigung),\n\nhat sich ergeben:\n\nA. Die französischen Staatsangehörigen A. X., geboren 1915, und B. X.,\ngeboren 1923, verheirateten sich am 7. Januar 1950; ihrer Ehe entsprossen die drei\nSöhne E. X., C. X. und D. X.. Im Jahre 1990 wurde in Paris ein Ehescheidungsverfahren eingeleitet, in welchem am 13. Juni 1991 das Tribunal de Grande Instance\nauf Scheidung der Ehe erkannte und der Ehefrau im Sinne einer „prestation compensatoire“ eine monatliche Rente von 5'000 französischen Franken zusprach. Die\nEhefrau focht dieses Urteil beim Cour d’Appel von Paris an. Während hängigen\nScheidungsverfahrens wurde über A. X., der unterdessen in Celerina Wohnsitz genommen hatte, der Konkurs eröffnet und im Rahmen dieses Verfahrens am 27. April\n2000 der Kollokationsplan aufgelegt. Am 18. Mai 2000 meldete B. X. beim Vermittleramt des Kreises Oberengadin eine Klage an, welche sie nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 30. Juni 2000 durch Prozesseingabe vom 19. Juni 2001\nmit folgendem Rechtsbegehren an das Bezirksgericht Maloja prosequierte:\n\n„1. Der Kollaktionsplan (recte Kollokationsplan) betreffend das Konkursverfahren über A. X. vom 27. April 2000 sei wie folgt abzuändern:\na) Die von der Klägerin im Ehescheidungsverfahren vor den französischen Gerichten geltend gemachten Forderungen in der Höhe von\nFr. 4'862'873.-- (prestation compensatoire) sowie von Fr. 5'164'734.--\n(Liquidation du régime matrimonial) seien als bedingte Forderungen\nzuzulassen.\nb Die Verrechnung der Ansprüche der Klägerin betreffend Alimente\n(Forderungen von Fr. 125'125.60, von Fr. 141'630.10 und von Fr.\n7’671.65) mit Forderungen des Gemeinschuldners sei aufzuheben.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“\n\nAm 30. August 2001 reichte Rechtsanwalt Dr. F. namens der Konkursmasse\nA. X. die Prozessantwort ein, in welcher er die Abweisung der Klage unter Kostenund Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin beantragte.\n\nB. Mit Urteil vom 11. Dezember 2001 wies das Bezirksgericht Maloja die\nKollokationsklage vollumfänglich ab. Die Kosten des Bezirksgerichts von 12'500\nFranken wurden der Klägerin auferlegt, welche zudem verpflichtet wurde, die Beklagte aussergerichtlich mit 15'000 Franken zu entschädigen. B. X. focht dieses Ur-\n2\n\nteil mit Berufung vom 8. Januar 2002 beim Kantonsgericht von Graubünden an. Am\n14. Januar 2002 liess auch die Konkursmasse A. X. die Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden erklären mit dem Antrag, die Klägerin sei zur Zahlung einer\nausseramtlichen Entschädigung von 200'000 Franken zuzüglich Mehrwertsteuer zu\nverpflichten.\n\nC. Am 17. Juli 2002 orientierte Rechtsanwalt Dr. F. das Kantonsgericht,\ndass der Gemeinschuldner am 25. Mai 2002 verstorben sei, womit die von der Ehefrau im Scheidungsverfahren geltend gemachten scheidungsrechtlichen Ansprüche\ngegenstandslos geworden seien. Mit Verfügung vom 22. Juli 2003 verfügte der Kantonsgerichtspräsident, die beiden Berufungsverfahren würden vereinigt, und er ordnete gleichzeitig das schriftliche Berufungsverfahren gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO\nan. Rechtsanwalt Dr. F. reichte darauf am 18. August 2003 seine schriftliche Berufungsbegründung ein. Während des Berufungsverfahrens verstarb in Paris auch B.\nX., worüber Rechtsanwalt Clopath das Kantonsgericht am 2. September 2003 orientierte. Während in der Folge zwei der drei Erben, nämlich C. X. und D. X., das\nerstinstanzliche Urteil anerkannten, erklärte E. X., er wolle den Prozess weiterführen. Der Kantonsgerichtspräsident schrieb darauf die von B. X. erklärte Berufung\ndurch Verfügung vom 26. März 2003 mangels einstimmiger Erklärung zur Weiterführung des Verfahrens als erledigt ab. Das Schweizerische Bundesgericht trat auf\neine von E. X. gegen diese Verfügung erhobene eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde mit Urteil vom 18. August 2004 nicht ein.\n\n"}