{"Signatur": "GR_KG_005", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2004-06-16", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2004-23_2004-06-16.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/BK_2004_23_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609765676f788ba7b6ec65543154712eaa10cfafd781fa27fde985f3dc543bb66f671edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609765676f788ba7b6ec65543154712eaa10cfafd781fa27fde985f3dc543bb66f671edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BK_2004_23", "Checksum": "3b39c74fc2bc636925fafd7711cca719"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BK 2004 23"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 16.06.2004 BK 2004 23"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera penale II 16.06.2004 BK 2004 23"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  II. Strafkammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera penale II"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "fahrlässige Körperverletzung | StA Einstellungsverfügung"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:18:23", "Checksum": "f61e4f036a7c75926cf287de289d083a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 16.06.2004 BK 2004 23\nRegeste:\nfahrlässige Körperverletzung | StA Einstellungsverfügung\n\n b) D. hatte am Unfalltag als Angehöriger des Zivilschutzes Chur Dienst\nam unteren Ausgang vom Tunnel \"Grosses Loch\". D. wurde am 6. Februar 2003\nvon der Kantonspolizei Graubünden als Auskunftsperson befragt. Er gab zu Protokoll, um zirka 11.00 Uhr vom Pistenmaschinenfahrer A. über dessen Vorhaben,\nnämlich die Damenpiste mittels Ratrac und Windseil zu präparieren, persönlich\norientiert worden zu sein. Er habe die Weisung erhalten, den Tunnel für jeglichen\n8\n\nPersonenverkehr zu sperren. Er habe via Funk an den oberen Eingang vom Tunnel \"Grosses Loch\" angeordnet, dieses unverzüglich zu sperren. Zu jenem Zeitpunkt habe sich X. am oberen Ende vom Tunnel \"Vereina\" und ausser Gefahr\nbefunden. D. gab an, X. nicht weiter orientiert zu haben. Auch von A. sei X. nicht\ninformiert worden (act. 3.7). C. hatte als Vorgesetzter der Gruppe Zivilschutz\nChur die Verantwortung über seine Leute im Bereich \"Grosses Loch\" und \"Vereina\". Auf polizeiliches Befragen vom 6. Februar 2003 gab er an, dass die Kommunikation zwischen dem Zivilschutz und den Verantwortlichen vom Organisationskomitee künftig besser funktionieren müsse (act. 3.8). X. wurde zum Unfallhergang am 11. Februar 2003 polizeilich befragt. Er führte aus, beobachtet zu\nhaben, wie das Raupenfahrzeug zum Kammeraden beim talseitigen Ausgang\ndes Tunnels \"Vereina\" gefahren sei. Der Maschinenfahrer sei ausgestiegen und\nhabe etwas mit seinem dort oben stehenden Zivilschutzkammeraden besprochen. Aus dem aus einer Distanz von 35 Metern mitverfolgten Gespräch habe er\nentnehmen können, dass das Pistenfahrzeug nun fünf Mal hinauf und hinunter\nfahren würde. Er habe sich hierauf über Funk bei seinem Zivilschutzkollegen,\nGamma 6, dessen Name er nicht kenne, erkundigt, was ablaufe. Wie er es verstanden habe, habe ihm dieser mitgeteilt, dass sie keine Skifahrer und anderen\nVerkehr mehr durchlassen würden, da alles gesperrt werde. X. gab weiter zu\nProtokoll, dass er verwundert gewesen sei, dass das Pistenfahrzeug weiter die\nDamenpiste entlang hinunter gefahren sei, als er sich gedacht habe, und es sodann aus seinem Blickwinkel entschwunden sei. Plötzlich habe er einige Meter\nüber sich ein Windseil, das offenbar zum Pistenfahrzeug gehörte, gesehen. Er\nhabe beobachten können, wie das Seil hoch über ihm seitlich abwärts wanderte.\nBei den untersten Pfosten, wo sich sein Arbeitsplatz normalerweise befand, habe\nsich das Windseil mit den Pfosten verfangen, diese an den Boden gedrückt und\nsei sehr stark gespannt gewesen. Er sei ein kleines Stück abwärts in Richtung\nzum Windseil gegangen. Plötzlich sei das Windseil vom Boden in seine Richtung\n- einige Meter bergwärts vom Seil weg - gesprungen und es habe ihn erfasst (act.\n3.9). A., Pistenchef bei den St. Moritzer Bergbahnen, wurde am 11. Februar 2003\npolizeilich zum Unfallhergang einvernommen. Er gab an, dass er am Unfalltag\nüber Funk der Funkzentrale der Rennorganisation gemeldet habe, dass die\nganze Damenstrecke ab 12.00 Uhr gesperrt sei. Im Weiteren habe er persönlich\ndie beiden sich beim Tunnelausgang \"Grosses Loch\" befindenden Angehörigen\ndes Zivilschutzes informiert, dass der Tunnel sofort gesperrt werden müsse. Er\nsei davon ausgegangen, dass die Angehörigen des Zivilschutzes, welche untereinander mit Funk Kontakt gehabt hätten, diese Meldung unter sich weiterleiten\nwürden; insbesondere an den Mann am oberen Eingang vom unteren Tunnel\n9\n\n"}