{"Signatur": "GR_KG_005", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2004-03-17", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2004-12_2004-03-17.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/BK_2004_12_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609765c467a785806335f933d158ca9429d1e5b42205c774b3339bb0f8fad89ae4db3edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609765c467a785806335f933d158ca9429d1e5b42205c774b3339bb0f8fad89ae4db3edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BK_2004_12", "Checksum": "8e9a146f78c9a8a7331f3157fc4014fc"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BK 2004 12"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 17.03.2004 BK 2004 12"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera penale II 17.03.2004 BK 2004 12"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. 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März 2004 Schriftlich mitgeteilt am:\nBK 04 12\n\nEntscheid\nBeschwerdekammer\n\nVorsitz Vizepräsident Bochsler\nRichterInnen Heinz-Bommer und Rehli\nAktuarin Mosca\n\n——————\n\nIn der strafrechtlichen Beschwerde\n\ndes C., Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Burtscher, Hinterem Bach 6, 7002 Chur,\n\ngegen\n\ndie Anklageverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums A. vom 16. Januar 2004,\nmitgeteilt am 29. Januar 2004, in Sachen gegen den Beschwerdeführer,\n\nbetreffend unvorsichtiger Umgang mit Waffen (Art. 19 Abs. 1 StPO),\n\nhat sich ergeben:\n2\n\nA. Mit Strafmandat vom 24. März 2003 erkannte der Kreispräsident B.:\n„1. C. ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 StPO.\n2. Dafür wird er mit einer Busse von Fr. 300.-- bestraft.\n3. Im Sinne von Art. 31 Abs. 3 des Waffengesetzes werden das Gewehr\nSteyr Mannlicher inkl. Magazin mit 3 Gewehrpatronen (Id.-Nr.\n169229), das Gewehr Blader (Id.-Nr. 379832), das Gewehr Karabiner (Id.-Nr. 317576), das Gewehr Karabiner (Id.-Nr 72529) sowie die\nmehrläufige Flinte Merkel Suhl (Id.-Nr. 179991) gerichtlich eingezogen.\n4. Der Verurteilte bezahlt die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:\n\n- Barauslagen (Kompetenzentscheid/Polizei) Fr.\n275.0\n0\n- Kreisamtl. Verfahrenskosten Fr.\n200.0\n0\n- zuzüglich Busse Fr.\n300.0\n0\nTotal Fr.\n775.0\n0\n(Zahlbar innert 30 Tagen)\n5. (Rechtsmittelbelehrung)\n6. (Mitteilung)“\n\nB. Dagegen liess C. am 1. April 2003 fristgemäss Einsprache erheben.\nNach Ergänzung der Untersuchung (vgl. Art. 175 StPO) wurde C. mit Verfügung\ndes Bezirksgerichtsvizepräsidenten A. vom 16. Januar 2004, mitgeteilt am 29.\nJanuar 2004, wegen unvorsichtigen Umgangs mit Waffen im Sinne von Art. 19\nAbs. 1 StPO in Anklagezustand versetzt.\n\nC. Gegen diese Anklageverfügung liess C. am 19. Februar 2004 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichtes von Graubünden\nerklären. Er beantragt:\n„1. Die Anklageverfügung vom 16. Januar 2004 sei aufzuheben.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6 % Mehrwertsteuer zulasten des Bezirksgerichtspräsidiums A..“\n\nDie Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 12. März 2004 auf eine Vernehmlassung.\n3\n\nDie Beschwerdekammer zieht in Erwägung :\n\n1. Gegen Untersuchungshandlungen und gegen Ablehnungs- und\nEinstellungsverfügungen sowie gegen die im Gesetz irrtümlich nicht erwähnten\nAnklageverfügungen des Kreispräsidenten und des Bezirksgerichtspräsidenten\nkann bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden Beschwerde nach Art. 176a StPO geführt werden (Art. 176a StPO; W. Padrutt, Kommentar zur StPO Graubünden, 2. Aufl., Chur 1996, S. 457, Ziff. 4.3). Die Beschwerde ist innert zwanzig Tagen, seit der Betroffene vom angefochtenen Entscheid Kenntnis erhalten hat, schriftlich einzureichen (Art. 139 Abs. 2 StPO). Diesen Anforderungen vermag die vorliegende Beschwerde zu genügen. Auf sie ist\ndaher einzutreten.\n\n2. Der Beschwerdeführer rügt, entgegen der gesetzlichen Regelung\n(Art. 175 Abs. 1 StPO) erwähne die Anklageverfügung vom 16. Januar 2004 nicht\nnur den eingeklagten Straftatbestand und die dazugehörigen Gesetzesartikel,\nsondern enthalte eine eigentliche Anklageschrift. Selbst wenn man davon ausgehen würde, dass die in der Anklageverfügung integrierte Anklageschrift\ngrundsätzlich zulässig sei, erfülle diese die gesetzlichen Anforderungen von Art.\n98 Abs. 2 StPO nicht. Die Anklageschrift habe einzig den Sachverhalt und keine\nBeweiswürdigung zu enthalten. Der Argumentation des Beschwerdeführers kann\n- wie noch zu zeigen sein wird - weitgehend gefolgt werden.\n\n"}