{"Signatur": "GR_KG_005", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2003-02-12", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2003-1_2003-02-12.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/BK_2003_1_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764e507b516217043f688048636077f9c95d7254cb1164fe8c7a48a4a3ed08cfe9edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764e507b516217043f688048636077f9c95d7254cb1164fe8c7a48a4a3ed08cfe9edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BK_2003_1", "Checksum": "dfb2f7bc4d9b5867153a190eef86b412"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BK 2003 1"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 12.02.2003 BK 2003 1"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera penale II 12.02.2003 BK 2003 1"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht II. 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Februar 2003 Schriftlich mitgeteilt am:\nBK 03 1\n\nEntscheid\nBeschwerdekammer\n\nVizepräsident Bochsler, Kantonsrichter Rehli und Schäfer, Aktuar Blöchlinger.\n\n——————\n\nIn der strafrechtlichen Beschwerde\n\nder S t a a t s a n w a l t s c h a f t G r a u b ü n d e n , Sennhofstrasse 17, 7001\nChur, Beschwerdeführerin,\n\ngegen\n\ndie Einstellungsverfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Hinterrhein vom 16.\nDezember 2002, mitgeteilt am 16. Dezember 2002, in Sachen gegen A.,\nBeschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Jürg Tarnutzer,\nHartbertstrasse 1, 7002 Chur,\n\nbetreffend Verletzung von Verkehrsregeln,\n\nhat sich ergeben:\n2\n\nA. 1. Am 16. Mai 2002, um 19.54 Uhr, fuhr A. als Lenker des Postautos\nNR. X von D. Richtung E.. Zur gleichen Zeit fuhr B. mit seinem Motorrad Marke\nYamaha mit den Kontrollschildern NR. Y auf der F.-Str. von E. Richtung D.. In\nder abfallenden Rechtskurve unmittelbar vor der Abzweigung zum C. geriet B.\nmit seinem Motorrad zu weit nach links und kollidierte heftig mit dem\nentgegenkommenden Gesellschaftswagen. B. erlitt eine Gehirnerschütterung\nsowie einen Unterarmbruch mit Verschiebung der Knochenteile. Er verzichtete\nindes darauf, Strafantrag wegen Körperverletzung zu stellen. Andere Personen\nwurden nicht verletzt. Am Motorrad entstand erheblicher Sachschaden.\n\n2. Aufgrund des Untersuchungsergebnisses konnte ein Fehlverhalten von\nA. im Zusammenhang mit dem Unfall ausgeschlossen werden. Die Auswertung\nder Diagrammscheibe von A. ergab jedoch, dass dieser um ca. 17.40 Uhr - also\nrund zwei Stunden vor dem Unfall - mit einer registrierten Geschwindigkeit von\n95 km/h auf der Hauptstrasse zwischen G. und H. gefahren war. Nach\nBerücksichtigung der etwas zu hoch liegenden Grundlinie und nach Abzug der\ngesetzlichen Toleranz von 10 km/h ergab dies eine für die Ahndung\nmassgebende Geschwindigkeit von 83 km/h.\n\n3. Mit Kompetenzentscheid vom 28. Juni 2002 überwies die Staatsanwaltschaft die Strafsache zur Verfolgung im Strafmandatsverfahren an den\nKreispräsidenten Domleschg. Im Falle von A. wurde darauf hingewiesen, dass\nder Übertretungstatbestand OBV Ziff. 302 lit. a (Art. 7 und 11 OBG) in Betracht\nfalle.\n\nB. Mit Strafmandat vom 24. September 2002 erkannte der Kreispräsident\nDomleschg:\n1. A. ist schuldig der Verletzung von OBV Ziff. 303.2 lit. a sowie Art.\n7 OBG und Art. 11 OBG\n2. Dafür wird er bestraft mit einer Busse von Fr. 100.--.\n3. Der Verurteilte bezahlt die Kosten des Verfahrens, bestehend\naus\n- Busse Fr. 100.00\n- Gebühren Kreisamt Domleschg Fr. 100.00\n- Kosten Kompetenzentscheid Staatsanwaltschaft 1/3-Anteil Fr. 16.50\n- Polizeikosten 1/3-Anteil Fr. 103.00\n- Total zulasten des Verurteilten Fr. 319.50\n3\n\nzahlbar innert 30 Tagen auf PC 70-4426-8 der Kreiskasse\nDomleschg.\n4. (Rechtsmittelbelehrung)\n5. (Mitteilung).\n\nC. 1. Gegen diesen Entscheid liess A. am 6. November 2002 Einsprache\nerheben. In der am 27. November 2002 eingereichten Begründung wurde geltend\ngemacht, der Kreispräsident Domleschg sei für den Erlass des Strafmandats\nnicht zuständig gewesen, da die Geschwindigkeitsübertretung im Kreis G. erfolgt\nsei. Nach Massgabe der OBV sei sodann eine Geschwindigkeitsübertretung von\n3 km/h lediglich mit einer Busse in Höhe von Fr. 40.-- zu bestrafen. Die im\nZusammenhang mit dem Unfall entstandenen Untersuchungskosten dürften ihm\nmangels eines strafrechtlich relevanten Verhaltens nicht auferlegt werden,\nwährend die Auferlegung der verbleibenden Kosten (Auswertung der\nDiagrammscheibe und die Gebühr für den Erlass der Strafverfügung) mangels\nZuständigkeit des Kreispräsidenten Domleschg zum Erlass des Strafmandats\nnicht gerechtfertigt sei.\n\n2. Der Kreispräsident Domleschg überwies daraufhin die Akten an den\nBezirksgerichtspräsidenten Hinterrhein.\n\nD. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2002 erkannte der Bezirksgerichtspräsident Hinterrhein:\n1. Der Fall StR 32/2002 A. wird eingestellt.\n2. Hieramts werden keine Kosten erhoben.\nVon den Kosten des Strafmandats des Kreisamtes Domleschg hat\nA. folgendes zu tragen:\nGebühren Kreisamt Domleschg (Anteil) Fr. 50.--\nKosten Kompetenzentscheid Staatsanwaltschaft\n(Anteil) Fr. 16.50\n- Polizeikosten (Anteil) Fr. 50.--\nTotal Fr. 116.50\n3. (Rechtsmittelbelehrung)\n4. (Mitteilung).\n\nIn der Begründung führte der Bezirksgerichtspräsident Hinterrhein sinngemäss aus, dass sich die Zuständigkeit des Kreispräsidenten Domschlag für\n4\n\n"}