{"Signatur": "GR_KG_004", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2003-10-01", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2003-21_2003-10-01.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/SB_2003_21_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609761e5ad4dd66ba10bc9fe5a2ffdf78a62d6a67023280329170558d3eecf97647caedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609761e5ad4dd66ba10bc9fe5a2ffdf78a62d6a67023280329170558d3eecf97647caedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=SB_2003_21", "Checksum": "1273cc1db3fc00b7c03de7931eb811ad"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["SB 2003 21"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 01.10.2003 SB 2003 21"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera penale I 01.10.2003 SB 2003 21"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. 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Das Bezirksgericht Landquart hielt dabei jedoch unter anderem fest, dass die Ausführungen bezüglich der Ausrichtung einer Entschädigung unter dem Titel des Opferhilfegesetzes tatsächlich einer näheren Überprüfung bedürften und dass diese in das\nErmessen des Kantonsgerichtsausschusses gestellt werde. X. liess sich am 29. Juli\n2003 vernehmen und beantragte ebenfalls die Abweisung der Berufung von A. Z..\n\nb). Auch B. und C. Z. liessen am 19. Mai 2003 beim Kantonsgerichtsausschuss Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Landquart vom 22. Januar\n2003 einreichen. Ihre Rechtsbegehren lauteten wie folgt:\n„1. a). Ziff. III. 1 und 3 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichtes\nLandquart vom 22. Januar 2003, mitgeteilt 28. April 2003, seien\ninsoweit aufzuheben, als X. bezüglich Ziff. 5 der Anklageschrift\nvom Vorwurf der vorsätzlichen Störung des öffentlichen Verkehrs gemäss Art. 237 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und bezüglich Ziff. 8\nder Anklageschrift vom Vorwurf der vorsätzlichen Störung des\nöffentlichen Verkehrs gemäss Art. 237 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zum\nNachteil von C. Z., M., freigesprochen worden ist.\nb). X. sei bezüglich Ziff. 5 der Anklageschrift der vorsätzlichen\nStörung des öffentlichen Verkehrs gemäss Art. 237 Ziff. 1 Abs.\n1 StGB und bezüglich Ziff. 8 der Anklageschrift der vorsätzlichen Störung des öffentlichen Verkehrs gemäss Art. 237 Ziff. 1\nAbs. 1 StGB z. N. von C. Z. schuldig zu sprechen und für diese\nTatbestände angemessen in Ergänzung zu den Schuld-\n18\n\nsprüchen gemäss III. Ziff. 3 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Landquart vom 22. Januar 2003 zu bestrafen.\n2. a). Ziff. 17 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Landquart vom 22. Januar 2003, mitgeteilt 28. April 2003, sei aufzuheben.\nb). Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, den Berufungsklägern eine Genugtuung in Höhe von je Fr. 5'000.--, zuzüglich 5%\nZins seit 1. Mai 2002, eventualiter nach richterlichem Ermessen\nzu bezahlen.\nEventualiter sei gerichtlich festzustellen, dass der Berufungsbeklagte den Berufungsklägern im Zusammenhang mit den\nSachverhalten gemäss II. Ziff. 1, 3, 5, 7 und 8 der Anklageschrift\neine Genugtuung schuldet, deren Höhe in einem nachträglichen zivilgerichtlichen Verfahren festzulegen ist.\nSubeventualiter sei die Genugtuungsklage der Berufungskläger\nad separatum zu verweisen.\n3. III. Ziff. 18 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Landquart vom 22. Januar 2003, mitgeteilt 28. April 2003, sei aufzuheben und der Berufungsbeklagte zu verpflichten, an B. und C. Z.\nzusammen eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 5'780.25\nfür die anwaltlichen Aufwendungen ab 2. August 2002 bis und mit\nvorinstanzlichem Hauptverfahren vom 22. Januar 2003 auszurichten.\n4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des\nBerufungsklägers.\n\nProzessuale Anträge\n1. Psychiatrische Exploration der Berufungskläger durch Dr. med.\nW., G., zu folgenden Themenbereichen:\n- Gesundheitliche Auswirkungen als Folge der strafbaren Handlungen des Berufungsbeklagten zum Nachteil der Berufungsklägerschaft gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft\nGraubünden und Urteil des Bezirksgerichtes Landquart.\n- Psychische Auswirkungen des Tatbestandes der Gefährdung\ndes Lebens gemäss Art. 129 StGB, beziehungsweise der Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zum Nachteil der Tochter A. Z. in Bezug auf Frau B. Z. und C. Z..\n- Folgeschäden der verschiedenen Übergriffe des Berufungsbeklagten zum Nachteil der Berufungskläger in psychischer\nHinsicht.\n2. Dr. med. W., G., sei als Zeuge (evt. schriftliche Auskunft) zu folgenden wesentlichen Fragestellungen einzuvernehmen:\n19\n\n- Gesundheitliche Auswirkungen als Folge der strafbaren Handlungen des Berufungsbeklagten zum Nachteil der Berufungsklägerschaft gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft\nGraubünden und Urteil des Bezirksgerichtes Landquart.\n- Psychische Auswirkungen des Tatbestandes der Gefährdung\ndes Lebens gemäss Art. 129 StGB, beziehungsweise der Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zum Nachteil der Tochter A. Z. in Bezug auf Frau B. Z. und C. Z..\n- Folgeschäden der verschiedenen Übergriffe des Berufungsbeklagten zum Nachteil der Berufungskläger in psychischer\nHinsicht.\n3. Es sei E. Z., N. 110, 7303 M., als Zeuge zu folgenden Themenbereichen zu befragen:\n- Entwicklung der familiären Situation ab Dezember 2001 bis\nheute.\n- Psychische Auswirkungen der Straftaten des Berufungsbeklagten zum Nachteil der Berufungskläger und deren Tochter\nA. Z..\n4. Aktueller schriftlicher Bericht Dr. med. W. zur jetzigen Behandlungssituation bei B. Z. (wird nachgereicht).“\n\n"}