{"Signatur": "GR_KG_004", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2005-07-29", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2002-48_2005-07-29.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/SB_2002_48_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609767b009ad39cec5eb60fa8395bc63a205c64800ac9a5dcb9c3c9fafe2e3b0f7bd7edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609767b009ad39cec5eb60fa8395bc63a205c64800ac9a5dcb9c3c9fafe2e3b0f7bd7edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=SB_2002_48", "Checksum": "5a289de3f25e87224c02f0eb424abcff"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["SB 2002 48"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 29.07.2005 SB 2002 48"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera penale I 29.07.2005 SB 2002 48"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. 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L´iscrizione della multa nel registro\npene può essere radiata trascorso un periodo di prova di 1 (uno)\nanno.\n4\n\n3. Le spese e tasse processuali, consistenti in fr. 930.- per spese e\ntasse d´istruttoria della Procura pubblica, fr. 250.- per disborsi e\ntassa dell´Ufficio di Circolo, fr. 1´300.- per spese e tassa di giudizio\ndella Commissione del Tribunale distrettuale Moesa, per complessivi fr. 2´480, sono poste a carico del condannato e dovranno essere versate unitamente alla multa di fr. 800.- e dedotto il deposito\ndi fr. 1´200.- ( in totale dunque fr. 3´280.- ./. acconto di fr. 1´200.-\n= fr. 2´080.-) alla Cassa del Tribunale distrettuale Moesa entro 60\ngiorni dalla crescita in giudicato della sentenza.\n4. (Rechtsmittelbelehrung)\n5. (Mitteilung).“\n\nZur Begründung wurde insbesondere ausgeführt, dass die am 14. Juni 2002\nerstmals vorgebrachten Ausführungen zum Fahrerwechsel unglaubhaft seien.\nDarüber hinaus berief sich das Gericht auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung\nbezüglich Geschwindigkeitskontrollen und wies darauf hin, dass vorliegend für eine\nFehlmessung keine Anhaltspunkte vorhanden seien.\n\nE. Gegen dieses Urteil liess X. am 11. Dezember 2002 beim Kantonsgerichtsausschuss Berufung einreichen. Dabei stellte er folgende Rechtsbegehren:\n„1. Das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Moesa vom 15.11. /\n20.11.2002 sei aufzuheben.\n2. Der Angeklagte X. sei der groben Verkehrsregelverletzung von\nArt. 27 Abs. 1 SVG und Art. 32 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art.\n90 Ziff. 2 SVG von Schuld und Strafe freizusprechen.\n3. Eventuell sei das Strafverfahren gegen X. auszusetzen und die\nSache zur Ergänzung der Untersuchung an die zuständige Untersuchungsbehörde zurückzuweisen.\n4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. 7.6 %\nMWSt).“\n\nX. beanstandete insbesondere die fehlende Einvernahme seiner Mutter D..\nObwohl er stets bestritten habe, zum Zeitpunkt der Radarmessung das Fahrzeug\ngelenkt zu haben, sei die ebenfalls im Fahrzeug anwesende D. nie zum Vorfall befragt worden. Dadurch sei sowohl die Maxime der Unschuldsvermutung wie auch\ndas Verbot willkürlicher Beweiswürdigung verletzt worden. Zudem rügte der Berufungskläger einen Messwinkelfehler. Das Leerfoto nach dem Fotobild des PW Mercedes von D. beweise, dass beim Fotobild Nr. 30 eine Reflexion stattgefunden\nhabe, was seinerseits auf einen Winkelfehler hinweise. Die Vorinstanz habe, indem\nsie diese Umstände unbeachtet liess, wiederum gegen die Unschuldsvermutung\nund das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung verstossen.\n5\n\nF. Mit Beschluss vom 23. Januar 2003, mitgeteilt am 11. Februar 2003\nvertagte der Kantonsgerichtsausschuss die Verhandlung gestützt auf Art. 145 Abs.\n3 StPO und wies die Strafsache zur Ergänzung des Beweisverfahrens an die\nStaatsanwaltschaft zurück. Es bestünden sowohl in Bezug auf die Identität des Lenkers zum Zeitpunkt der Messung als auch bezüglich der Richtigkeit des Messergebnisses erhebliche Zweifel an der Sachlage. Diese Zweifel seien durch weitere Untersuchungen auszuräumen. Insbesondere sei D. zum Fahrerwechsel, Kpl E. zur\nMessung und Kpl F. zum Protokoll vom 30. Mai 2001 zu befragen. Weiter sei die\nStrecke von der Messstelle bis zum Anhaltepunkt abzuklären sowie die Möglichkeit\neiner Reflexmessung, eventuell unter Beizug eines Gutachters, zu prüfen.\n\nIm Rahmen der Untersuchungsergänzung wurde unter anderem D. vom Polizeipräsidium G. rechtshilfeweise einvernommen. Anlässlich dieser Einvernahme\ngab D. zu Protokoll, dass sich zum Zeitpunkt der Radarmessung drei Personen im\nAuto befunden hätten. B., die Lebensgefährtin von X., habe das Fahrzeug gelenkt.\nIn der Folge wurde B. vom Polizeipräsidium G. ebenfalls zur Einvernahme vorgeladen. Diese blieb jedoch dem anberaumten Einvernahmetermin fern. Das Polizeipräsidium G. vermerkte dazu, dass B. möglicherweise die Post nicht erhalten habe oder\ndass sie gegebenenfalls im gegenwärtigen Ermittlungsstand keine Sachdarstellung\nabgeben wolle.\n\n"}