{"Signatur": "GR_KG_004", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2003-02-12", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2002-38_2003-02-12.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/SB_2002_38_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976c3f7bf9222d3629416b90ac47d5ea9cf2940594e9291568828e490353d4e7a75edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976c3f7bf9222d3629416b90ac47d5ea9cf2940594e9291568828e490353d4e7a75edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=SB_2002_38", "Checksum": "8b14c73765da4ada2c334158e68394ce"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["SB 2002 38"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 12.02.2003 SB 2002 38"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera penale I 12.02.2003 SB 2002 38"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. 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Februar 2003 Schriftlich mitgeteilt am:\nSB 02 38\n\nUrteil\nKantonsgerichtsausschuss\n\nVizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Heinz-Bommer und Vital, Aktuarin ad hoc\nRiesen-Ryser.\n\n——————\n\nIn der strafrechtlichen Berufung\n\nder S t a a t s a n w a l t s c h a f t G r a u b ü n d e n , Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, Berufungsklägerin,\n\ngegen\n\ndas Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Imboden vom 11. September 2002, mitgeteilt am 22. Oktober 2002, in Sachen gegen A., Angeklagter und Berufungsbeklagter, vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Franz Hollinger, Postfach, Stapferstrasse 28, 5201 Brugg AG,\n\nbetreffend grobe Verletzung von Verkehrsregeln,\n\nhat sich ergeben:\n2\n\nA. A. wurde am X. in B. geboren und wuchs in Y. auf, wo er auch die\nSchulen besuchte. Nach dem Schulabschluss absolvierte er erfolgreich eine Lehre\nals Koch und durchlief anschliessend die Hotelfachschule in C.. Von 1966 bis 2001\narbeitete er als Flight-Attendant bei der D., zuletzt als Maître de Cabine. Für die D.\nführte er auch verschiedene Restaurants im Ausland, so in Japan. Seit seiner Pensionierung im Jahre 2001 arbeitet er gelegentlich für einen Limousinenservice. Das\nmonatliche Bruttoeinkommen von A. besteht gemäss seinen Angaben anlässlich\nder Berufungsverhandlung vom 12. Februar 2003 aus einer Rente von ungefähr Fr.\n6'500.-- sowie ungefähr Fr. 3'000.-- aus seiner Arbeit für den Limousinenservice.\n\nIm Jahre 1985 verheiratete sich A. mit E.. Dieser Ehe sind zwei Kinder entsprossen.\n\nA. ist weder im Schweizerischen Zentralstrafregister noch im SVG-Massnah-\nmeregister verzeichnet.\n\nB. Mit Verfügung vom 5. August 2002 wurde A. wegen grober Verletzung\nvon Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 4 SVG, Art. 35 Abs. 1 und 3 SVG sowie\nArt. 12 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG in Anklagezustand versetzt.\n\nDem vorliegenden Strafverfahren liegt gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 5. August 2002 folgender Sachverhalt zugrunde:\n„Am Samstag, 2. Februar 2002, fuhr A. um ca. 15:50 Uhr mit seinem\nPersonenwagen über die Autobahn A13 von Chur in Richtung Thusis.\nEr war zusammen mit seiner Familie unterwegs nach Bivio. Zur gleichen Zeit befand sich F. mit dem Renault Scénic auf der Fahrt von\nChur in Richtung Thusis. Nach dem Kirchhügelrank bei Domat/Ems\nschloss der Angeklagte bis auf rund eine Wagenlänge auf den von F.\ngelenkten und auf der linken Fahrspur fahrenden Personenwagen auf.\nF. fuhr mit ca. 100 km/h. Höhe Ems Chemie, im Bereich des ersten\nÜberkopfsignals, welches die Fahrspur rechts in Richtung Flims und\nlinks in Richtung San Bernardino trennt, scherte der Angeklagte mit\nseinem Wagen auf die rechte Spur aus. Anschliessend fuhr er rechts\nam Fahrzeug von F. vorbei und wechselte dann wieder von der rechten auf die linke Fahrspur. Dabei betrug der Abstand beim Wiedereinbiegen lediglich etwa eine halbe Wagenlänge. Dann setzte A. seine\nFahrt Richtung Thusis fort. Wegen des geringen Abstandes, mit welchem A. vor ihr einbog, musste F. abbremsen.“\n\nG., der neben F. auf dem Beifahrersitz sass, erstatte in der Folge Anzeige\nbei der Kantonspolizei Graubünden.\n3\n\nC. Mit Urteil vom 11. September 2002, mitgeteilt am 22. Oktober 2002,\nerkannte der Bezirksgerichtsausschuss Imboden:\n„1. A. wird vom Vorwurf der groben Verletzung von Verkehrsregeln\nfreigesprochen.\n2. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:\n- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 1'724.30\n- der Gerichtsgebühr von Fr. 1'250. - -\ntotal somit Fr. 2'974.30\ngehen anteilsmässig zulasten des Kantons Graubünden und des\nBezirks Imboden.\nA. wird zulasten der Bezirkskasse des Bezirksgerichts Imboden\neine ausseramtliche Entschädigung in der Höhe von Fr. 2'000.--\nzugesprochen.\n3. (Rechtsmittelbelehrung).\n4. (Mitteilung).“\n\n"}