{"Signatur": "GR_KG_004", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2003-02-12", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2002-37_2003-02-12.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/SB_2002_37_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609761224182cc5bbb8a4ca39acfcd27fdab10491d7e2efcab3657e3b50278e6f1d41edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609761224182cc5bbb8a4ca39acfcd27fdab10491d7e2efcab3657e3b50278e6f1d41edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=SB_2002_37", "Checksum": "d2a77c297b6965758ab6a8ac8d0876b2"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["SB 2002 37"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 12.02.2003 SB 2002 37"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera penale I 12.02.2003 SB 2002 37"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. 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Februar 2003 Schriftlich mitgeteilt am:\nSB 02 37 (nicht mündlich eröffnet)\n\nUrteil\nKantonsgerichtsausschuss\n\nVizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Schäfer und Vital, Aktuarin ad hoc Bäder.\n\n——————\n\nIn der strafrechtlichen Berufung\n\nder S t a a t s a n w a l t s c h a f t G r a u b ü n d e n , Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, Berufungsklägerin,\n\ngegen\n\ndas Urteil des Bezirksgerichtsausschusses D. vom 28. August 2002, mitgeteilt am\n21. Oktober 2002, in Sachen gegen F., Angeklagter und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf, Gäuggelistrasse 16 / Brunnenhof, Postfach 545, 7002 Chur,\n\nbetreffend grobe Verletzung von Verkehrsregeln,\n\nhat sich ergeben:\n\nA. F. wurde am X. in Z. geboren und wuchs zusammen mit vier jüngeren\nGeschwistern bei seinen Eltern in Y. auf. Dort besuchte er sechs Jahre die Primar-\n2\n\nund drei Jahre die Sekundarschule. Danach absolvierte er eine dreijährige Lehre\nals Forstwart in Q.. Nach Abschluss der Lehre war er drei Jahre auf dem erlernten\nBeruf tätig, davon zwei Jahre selbständig im Raum U.. Anschliessend ging er\nwährend ca. zwei Jahren temporären Arbeitstätigkeiten in verschiedenen Bereichen\nnach. In der Folge zog F. nach P., wo er ca. eineinhalb Jahre als Securitas-Nacht-\nwächter arbeitete. Danach folgte eine rund zweijährige Anstellung in einem Gartenbaubetrieb in H.. Von 1990 bis 1994 liess sich F. zum Automechaniker und Automobildiagnostiker ausbilden, und zwar bei der Firma R. in Z., bei der er noch heute\nals technischer Instruktor angestellt ist.\n\nIm Jahr 1998 verheiratete sich F. mit M. K.. Das Ehepaar hat eine gemeinsame Tochter, die am 20. September 1998 geboren wurde. Im Jahr 2002 versteuerte das Ehepaar F. gemäss Steuerausweis der Stadt W. vom 25. Januar 2002 ein\nsteuerbares Einkommen von Fr. 112'800.-- sowie ein steuerbares Vermögen von\nFr. 54'000.--. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgerichtsausschuss\ngab F. an, sein monatliches Nettoeinkommen betrage zur Zeit ca. Fr. 5’800.--.\n\nF. ist weder im Schweizerischen Zentralstrafregister noch im ADMAS-Regis-\nter verzeichnet. Dem Leumundsbericht der Stadtpolizei W. vom 15. April 2002 kann\nüber F. nichts Nachteiliges entnommen werden.\n\nB. Am 8. Dezember 2001 erstattete W. bei der Kantonspolizei Graubünden Strafanzeige gegen den verantwortlichen Lenker des Personenwagens der\nMarke Opel mit dem Kontrollschild A., F.. Am 22. Januar 2002 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen F. eine Strafuntersuchung wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln und beauftragte das Untersuchungsrichteramt Chur mit\nder Durchführung der Untersuchung. Die Schlussverfügung erging am 22. April\n2002. Am 4. Juni 2002 erliess die Staatsanwaltschaft die Anklageverfügung, mit\nwelcher sie F. wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 34\nAbs. 4 SVG, Art. 35 Abs. 1, 2 und 3 SVG und Art. 44 Abs. 1 SVG in Verbindung mit\nArt. 90 Ziff. 2 SVG sowie wegen pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall im Sinne von\nArt. 51 Abs. 1 und 3 SVG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 1 SVG in Anklagezustand\nversetzte. Die zu Handen des Bezirksgerichtsausschusses D. erhobene Anklage\nstützt sich gemäss Anklageschrift vom 4. Juni 2002 auf den folgenden Sachverhalt:\n„Am 8. Dezember 2001, um ca. 16.30 Uhr, fuhr W. mit seinem Personenwagen, B., auf der Autobahn A13 von L. herkommend in Richtung\nD.. Kurz nach der Autobahnraststätte E. wechselte er von der Normalspur auf die Überholspur, um zwei andere Personenwagen zu überholen. Seine Geschwindigkeit betrug zu diesem Zeitpunkt ca. 120\n3\n\n"}