{"Signatur": "GR_KG_004", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2001-06-20", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2001-43_2001-06-20.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/SB_2001_43_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976728578b52ad8b1d8491562f3a6d2cca93d81aeb48b0a0b8a2739782400c4b9eeedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976728578b52ad8b1d8491562f3a6d2cca93d81aeb48b0a0b8a2739782400c4b9eeedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=SB_2001_43", "Checksum": "faf331ab1a44ccefa259c2692efa495c"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["SB 2001 43"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 20.06.2001 SB 2001 43"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera penale I 20.06.2001 SB 2001 43"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht I. 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M . , M., geboren am 4. Januar 19 in C., des D. und der F. geb. V.,\nverheiratet mit S. geb. L., Sozialpädagoge in Ausbildung, C., C., Berufungskläger,\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill, Postfach 683, Reichsgasse 71,\n7002 Chur,\n\ngegen\n\ndas Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Surselva vom 4. April 2001, mitgeteilt\nam 9. Mai 2001, in Sachen gegen den Berufungskläger,\n\nbetreffend Jagdkontravention,\n\nhat sich ergeben:\n2\n\nA. G. G. M. wurde am 4. Januar 19 in C. geboren. Er arbeitet im A.-Wohn-\nheim in C. und macht berufsbegleitend eine Ausbildung zum Sozialpädagogen. G.\nG. M. erzielt ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 4'500.-- und besitzt ein Barvermögen von rund Fr. 15'000.--.\n\nG. G. M. ist mit S., geborene L. verheiratet.\n\nIm schweizerischen Zentralstrafregister ist G. G. M. nicht verzeichnet. Hingegen ist er im Vorstrafenregister des kantonalen Jagd- und Fischereiinspektorates\nmit einem Fehlabschuss vom 11. September 1998 verzeichnet.\n\nB. Dem vorliegenden Strafverfahren liegt gemäss Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Surselva vom 4. April 2001 folgender Sachverhalt zugrunde:\n„Am 8. September 2000, am Abend vor Beginn der Hochjagd, fuhr G.\nG. M. mit seinem Auto und in Begleitung seines Bruders, beide Jäger,\nhinauf nach C. ob C.. Die Fahrt diente dem Transport der Gewehre\nund des Proviants in die in C. S. gelegene Maiensässhütte. G. G. M.\nliess das Fahrzeug in C. stehen und übergab noch am gleichen Abend\ndie Fahrzeugschlüssel den befreundeten Eheleuten T., welche in der\nNähe eine Hütte besitzen. Nach Aussage des Beschuldigten wollte\ndas Ehepaar T. das Fahrzeug benutzen, um einige Einkäufe im Tal zu\nbesorgen. Das Fahrzeug verblieb bis am Abend des 10. September\n2000 am bezeichneten Ort. Dort holte die Ehefrau von G. G. M. das\nAuto ab und fuhr mit diesem hinunter nach C..“\n\nC. Mit Strafmandat vom 19. Dezembers 2000 erkannte der Kreispräsidenten\nCadi:\n„1. M. G. G. ei culponts dad haver cunterfatg agl artechel 17 DER\ntier LCC en cumbinaziun cun artechel 47 alinea 2 LCC.\n2. Persuenter vegn el castigiaus cun ina multa da frs. 200.--.\n3. Igl accusau paga ils cuosts dalla procedura che cumpeglian:\n\n- multa frs. 200.00\n- spesas bar frs. 00.00\n- taxa frs. 150.00\nTotal frs. 350.00\n\nPagabel enteifer 30 dis alla cassa circuitala Cadi.\n4. Igl accusau sa enteifer 10 dis dapi la communicaziun dil mandat\npenal far protesta en scret tier il mistral che cumpletescha lu l’inquisiziun tenor las prescripziuns davart la procedura ordinaria.\nVegn ei buca fatg protesta, obtegn il mandat penal vigur legala e\nsa vegnir exequius gestamein sco ina sentenzia.\n3\n\n5. (communicaziun)“\n\nD. Dagegen erhob G. G. M. am 28. Dezember 2000 Einsprache beim\nKreispräsidenten Cadi, worauf das ordentliche Untersuchungs- und Gerichtsverfahren durchgeführt werden musste (vgl. Art. 175 Abs. 1 StPO). Nach Ergänzung der\nUntersuchung erliess der Bezirksgerichtspräsident Surselva am 5. Februar 2001 die\nSchlussverfügung.\n\nE. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Surselva vom 19. Februar\n2001 wurde G. G. M. wegen Widerhandlung gegen Art. 17/18 der Ausführungsbestimmungen zum Kantonalen Jagdgesetz in Verbindung mit Art. 47 Abs. 2 des Jagdgesetzes in Anklagezustand versetzt.\n\nF. Mit Urteil vom 4. April 2001, mitgeteilt am 9. Mai 2001, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Surselva:\n„1. G. G. M. ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 18 Abs. 1\nund Art. 17 Abs. 1 ABzKJG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 2 KJG.\n2. Dafür wird er mit einer Busse von Fr. 200.-- bestraft.\n3. Die Verfahrenskosten, bestehend aus:\n\n- der Gebühr für das kreisamtliche Mandatsverfahren Fr. 150.00\n- den Untersuchungskosten von Fr. 150.00\n- der Gerichtsgebühr von Fr. 600.00\nTotal somit Fr. 900.00\n\ngehen zu Lasten des Verurteilten und sind - zusammen mit der\nBusse - innert 30 Tagen dem Bezirksgericht Surselva zu überweisen.\n4. (Rechtsmittelbelehrung)\n5. (Mitteilung)“\n\n"}