{"Signatur": "GR_KG_003", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2011-04-26", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2011-21_2011-04-26.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/KSK_2011_21_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976b2c00631faf43d04572e2e88380dbbc45941adf627553289b03e852114f3677cedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976b2c00631faf43d04572e2e88380dbbc45941adf627553289b03e852114f3677cedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KSK_2011_21", "Checksum": "2a126edec3426f51bcaba85604613f7c"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KSK 2011 21"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 26.04.2011 KSK 2011 21"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera delle esecuzioni e dei fallimenti 26.04.2011 KSK 2011 21"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Schuldbetreibungs- und Konkurskammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Camera delle esecuzioni e dei fallimenti"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Zivilprozessordnung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Anerkennung eines ausländischen Konkursdekrets (Verfahren/Anhörung, Anerkennungsvoraussetzung der Vollstreckbarkeit)"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 03:16:09", "Checksum": "18c1cbc7142679b3a83b34d096fe2c0e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 26.04.2011 KSK 2011 21\nRegeste:\nAnerkennung eines ausländischen Konkursdekrets (Verfahren/Anhörung, Anerkennungsvoraussetzung der Vollstreckbarkeit)\n\n Seite 8 — 11\nAnerkennungsvoraussetzungen (ausländisches Konkursdekret, Herkunft aus dem\nSchuldnerwohnsitzstaat, Legitimation Antragsteller, Vollstreckbarkeit, keine ordre\npublic Widrigkeit, Gegenrecht) ist von den schweizerischen Gerichten von Amtes\nwegen und mit umfassender Prüfungsbefugnis zu untersuchen; dies gilt\ninsbesondere für die an den Schuldnerwohnsitz gestellten Anforderungen, deren\nVorliegen nach Art. 21 IPRG zu beurteilen und im Zweifelsfall durch Aufnahme\nentsprechender Ermittlungen zu klären ist sowie für das Erfordernis des\nGegenrechts (Patocchi/Geisinger, a.a.O., Art. 166 N 3.1, 8). Es handelt sich\nvorliegend um eine deutsche Insolvenzentscheidung des sachlich zuständigen\nGerichts (§§ 2, 3 InsO). Die Schuldner haben unbestritten Wohnsitz im Staat, in\ndem das Konkurserkenntnis ergangen ist. Dass Deutschland im Verhältnis zur\nSchweiz übungsgemäss Gegenrecht hält, ist laut Schrifttum manifest\n(Patocchi/Geisinger, a.a.O., Art. 166 N 9.1; Gehri/Kostkiewicz, a.a.O., S. 203; BSK\nIPRG-Berti, a.a.O., Art. 166 N 37, 39; ZZZ 2005 77: lt. Praxis des Konkursrichters\nam Bezirksgericht Zürich für Deutschland ohne Württemberg und Bayern zu\nbejahen). Wie bereits einleitend dargelegt, hat die ausländische\nKonkursverwaltung (Insolvenzverwalter) die Befugnis, zum Nutzen der\nKonkursmasse die Anerkennung des Konkursdekrets zu verlangen. Der\nVorderrichter hat im Übrigen sämtliche von Amtes wegen zu prüfenden Parameter\nkurz und richtig abgehandelt (act. 01.1/01.2, Erwägung Ziff. 3).\n\n5. Zusammenfassend erweisen sich die Beschwerden als offensichtlich\nunbegründet, weshalb sie gestützt auf Art. 18 Abs. 3 GOG, Art. 25 Abs. 3 alt\nGVVSchKG vom Vorsitzenden der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer in\neinzelrichterlicher Kompetenz abzuweisen sind.\n\nMit dem Entscheid in der Hauptsache ist das Begehren, den Beschwerden die\naufschiebende Wirkung zu erteilen, gegenstandslos geworden.\n\n6. Das Anerkennungsverfahren gemäss Art. 166 ff. IPRG fällt nicht unter die\nVerrichtungen gemäss Art. 52 ff. GebV SchKG, weshalb kantonales Kostenrecht\nzur Anwendung gelangt (BSK SchKG-Berti, a.a.O., Art. 167 N 19; Staehelin,\nAnerkennung, a.a.O., S. 118; Patocchi/Geisinger, a.a.O., Art. 29 N 5). Für das\nRechtsmittelverfahren werden die vollständig unterliegenden Beschwerdeführer\ndaher gemäss dem bisherigen kantonalen Verfahrensrecht kostenpflichtig (Art. 26\nalt GVVSchKG in Verbindung mit Art. 122 Abs. 1 ZPO GR, Art. 5 lit. b und Art. 8\nAbs. 1 lit. a des Kostentarifs im Zivilverfahren, BR 320.075). Gestützt auf Art. 122\nAbs. 2 ZPO GR sind die unterlegenen Beschwerdeführer grundsätzlich\nverpflichtet, der obsiegenden Gegenpartei die ihr durch den Rechtsstreit\n\nSeite 9 — 11\nverursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Mangels eines entsprechenden\nAntrags des Insolvenzverwalters ist auf die Zusprechung einer\nVerfahrensentschädigung zu verzichten.\n\nSeite 10 — 11\nIII. Demnach wird erkannt\n\n1. Die Beschwerden von AB. und UB. werden abgewiesen.\n\n2. AB. und UB. tragen unter solidarischer Haftbarkeit die Kosten des\nBeschwerdeverfahrens von Fr. 1'176.— (Gerichtsgebühr Fr. 1'000.—,\nSchreibgebühr Fr. 176.—).\n\n3. Prozessentschädigungen werden nicht zugesprochen.\n\n4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des\nBundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das\nSchweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die\nBeschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit\nEröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss\nArt. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit,\ndie Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das\nVerfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.\n\n5. Mitteilung an:\n\nSeite 11 — 11\n"}