2. Gemäss Art. 9 Abs. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) in Verbindung mit Art. 11 Abs. 1 und Art. 15 lit. b der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts (KGV; BR 173.100) ist im Berufungsverfahren vor Kantonsgericht die Kammervorsitzende zum Erlass oder zur Abänderung vorsorglicher Massnahmen nach Art. 276 ZPO zuständig. Diese Regelung entspricht der Praxis zur Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden, die sich auf Art. 223 ZPO-GR in Verbindung mit Art. 52 Abs. 2 ZPO-GR sowie Art. 9 Abs. 1 GOG stützte (vgl. Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts Graubünden ZK1 10 18 vom 31. Mai 2010 E. 1).