{"Signatur": "GR_KG_002", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "2011-03-23", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_002_ERZ-2010-263_2011-03-23.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ERZ_2010_263_4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea35585e4ba0fb6ea75857c35502f7afcfc4c40bf629a581410f2f6196df6abdbf66e18a495cfd145ab67c08dc79172749857c1ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8?path=4d6e0efbfb0c8da1c1cb2b2e23ea35585e4ba0fb6ea75857c35502f7afcfc4c40bf629a581410f2f6196df6abdbf66e18a495cfd145ab67c08dc79172749857c1ffd905678327a3ad6a497ca8641d4f8&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ERZ_2010_263", "Checksum": "1fc1e17203dcd06fb730fbfd537cf740"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ERZ 2010 263"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 23.03.2011 ERZ 2010 263"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Giudice unico 23.03.2011 ERZ 2010 263"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons  Einzelrichter"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Giudice unico"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "privatrechtliche Baueinsprache | Amtsbefehl/Amtsverbot ZPO/GR 152/154"}], "ScrapyJob": "446973/49/1459", "Zeit UTC": "12.05.2024 03:05:08", "Checksum": "3ef97fb502fa7a2d20fbb06ff35e6c34", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 23.03.2011 ERZ 2010 263\nRegeste:\nprivatrechtliche Baueinsprache | Amtsbefehl/Amtsverbot ZPO/GR 152/154\n\n Kantonsgericht von Graubünden\nDretgira chantunala dal Grischun\nTribunale cantonale dei Grigioni\n___________________________________________________________________________________________________\n\nRef.: Chur, 23. März 2011 Schriftlich mitgeteilt am:\nERZ 10 263/271\n\nVerfügung\nEinzelrichter in Zivilsachen\n\nVorsitz Präsident Brunner\nRedaktion Aktuar Pers\n\nIn den zivilrechtlichen Beschwerden\n\nder S t o c k w e r k e i g e n t ü m e r L . , nämlich: A. und B., Dr. C., D. und E., F.\nund G., sowie der H., und des Dr. med. dent. I., Gesuchsteller, Beschwerdeführer\nund Beschwerdegegner, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marco\nEttisberger, Hinterm Bach 40, 7002 Chur,\nsowie\nder J., Gesuchsgegnerin, Beschwerdeführerin und Beschwerdegegnerin, vertreten\ndurch Rechtsanwalt lic. iur. Remo Cahenzli, Städtlistrasse 12, 7130 Ilanz,\ngegen\ndie Verfügung des Kreispräsidenten Trins vom 6. Dezember 2010,\n\nbetreffend privatrechtliche Baueinsprache,\n\nhat sich ergeben:\nI. Sachverhalt\n\nA. A. und B., C., D. und E., F. und G. sind Stockwerkeigentümer der Parzelle\nNr._ bzw. der sich darauf befindlichen Stockwerkeinheiten _ in der Gemeinde Z..\nH. (Parzelle Nr._) und I. (Parzelle Nr._) sind ebenfalls Eigentümer von\nGrundstücken in der Gemeinde Z.. Die zwischen den Parzellen Nr._ und Nr._\nliegende Parzelle Nr._ steht im Eigentum von J.. Sämtliche der erwähnten\nParzellen werden von der K. erschlossen, welche nicht als eigene\nStrassenparzelle ausgeschieden ist. Die Erschliessung wurde vielmehr derart\ngeregelt, dass auf den angrenzenden Grundstücken zulasten und zugunsten der\nanderen Grundstücke ein Fuss- und Fahrwegrecht als Dienstbarkeit begründet\nwurde. Diese Dienstbarkeit bildete bereits Gegenstand mehrerer\nGerichtsverfahren (Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 20. März 2002; Urteil\ndes Kantonsgerichts vom 14. Oktober 2002; Urteil des Bezirksgerichts Imboden\nvom 12. Juni 2007; Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums vom 28. September\n2007; Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 12. Mai 2009).\n\nB. Am 1. Oktober 2010 wurde im Amtsblatt der Gemeinde Z. eine\nBauausschreibung publiziert, gemäss welcher J. den Abbruch des Wohnhauses\nund den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Unterniveaugarage auf der\nParzelle Nr._ plante (Baugesuche Nr._). Gegen dieses Bauvorhaben reichten die\nzuvor erwähnten Grundstück- und Stockwerkeigentümer am 21. Oktober 2010\nbeim Kreispräsidenten Trins privatrechtliche Baueinsprache ein mit dem\nBegehren, es sei der Gesuchsgegnerin zu verbieten, das betreffende\nBauvorhaben auszuführen. Der entsprechende Amtsbefehl sei sodann\nsuperprovisorisch ohne vorgängige Anhörung der Gesuchsgegnerin zu erlassen.\n\nMit Vernehmlassung vom 16. November 2010 beantragte J., das Gesuch sei\nvollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Ferner führte sie aus,\ndass sie in Abweichung von der ursprünglich vorgesehenen Lösung die\nKanalisationsleitung gemäss dem neuen Werkleitungs-Kataster verlegen werde,\nso dass die Grundstücke Nr._ und Nr._ davon nicht mehr tangiert seien (II.B.7, S.\n14).\n\nC. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2010 erkannte der Kreispräsident Trins\nwie folgt:\n„1. Das Amtsbefehlsgesuch wird mit Bezug auf die im Katasterplan\nvorgesehene Verlegung der Kanalisations- und\nMeteorwasserleitungen gutgeheissen und J. einstweilen verboten, die\nvorgesehene Leitungsverlegung vorzunehmen, soweit diese auf\n\nSeite 2 — 20\nfremdem Grund erfolgen soll. Vorbehalten bleiben allfällige im\nkommunalen Kanalisationsreglement enthaltene Regelungen, gemäss\nwelchen Frau J. kraft öffentlichem Recht berechtigt wäre, die\nVerlegung vorzunehmen.\n2. Im Übrigen wird das Amtsbefehlsgesuch abgewiesen.\n3. Die kreisamtlichen Kosten belaufen sich auf Fr. 1'500.00. Fr. 1'000.00\ngehen unter solidarischer Haftung zulasten der Beschwerdeführer\n(recte: Gesuchsteller) und Fr. 500.00 zulasten der\nBeschwerdegegnerin (recte: Gesuchsgegnerin). Sie sind innert 30\nTagen seit Rechtskraft der vorliegenden Verfügung der Kreiskasse\nTrins, _ zu überweisen.\n4. Die Gesuchsteller haben unter solidarischer Haftung J. eine\nausseramtliche Entschädigung von Fr. 3'594.20 zu bezahlen. Diese\nwerden innert 30 Tagen seit Rechtskraft der vorliegenden Verfügung\nzur Zahlung fällig.\n5. (Rechtsmittelbelehrung).\n6. (Mitteilung).“\n\n"}