29 f. OR) und Übervorteilung (Art. 21 OR). Liegt ein Motivirrtum vor, ist analog zu den Regeln des OR zum Grundlagenirrtum zu beurteilen, ob er wesentlich ist (Steck, a.a.O., N 14 f. zu Art. 149 ZGB; Fankhauser, a.a.O., N 8 f. zu Art. 149 ZGB; Sutter/Freiburghaus, a.a.O., N 15 zu Art. 149 ZGB). Entsprechend dem Normzweck muss der Willensmangel von einer derartigen Intensität sein, dass rückblickend auf den Zeitpunkt der Willenskundgabe bzw. der Einverständniserklärung nicht mehr von dem in Art. 111 Abs. 2 ZGB geforderten freien Willen und reiflicher Überlegung ausgegangen werden kann (Steck. a.a.O., N 16 zu Art. 149 ZGB).