{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1997-13_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1997_13_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976fa01f47c3fec4fd6c9bc401ab840126115c73cbd12c549d39df34017eb08dca4edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976fa01f47c3fec4fd6c9bc401ab840126115c73cbd12c549d39df34017eb08dca4edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1997_13", "Checksum": "c589c282498a1af1caf617f06bfc986b"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1997 13"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1997 13"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1997 13"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1997 13"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:49:53", "Checksum": "114ad95f79c012407472201f80483cd1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1997 13\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 13 - Schutz der ehelichen Gemeinschaft; Anweisung an die\nSchuldner (Art. 177 ZGB).\n- Analoge Anwendung im Scheidungsverfahren gestützt auf Art. 145 ZGB. Gegenstand der Anweisung;\nnicht nur Ansprüche gegenüber dem Arbeitgeber des\nUnterhaltsschuldners, sondern Ansprüche gegenüber\njedem Drittschuldner (in casu Ansprüche eines selbständigerwerbenden Arztes gegenüber der Krankenkasse) (Erw. 2).\n- Zum Verhältnis zwischen der Anweisung gemäss Art.\n177 ZGB und dem Zwangsvollstreckungsrecht (Erw. 4).\n\nAus den Erwägungen:\n2. Erfüllt ein Ehegatte seine Unterhaltspflichten gegenüber\nder Familie nicht, können dessen Schuldner durch den Richter\nangewiesen wer- den, ihre Zahlungen ganz oder teilweise dem anderen\nEhegatten zu leisten (Art. 177 ZGB). Anordnungen dieser Art sind auch\nwährend der Dauer ei- nes Scheidungsverfahrens gestützt auf Art. 145\nZGB analog möglich (vgl. BGE 114 II 400 f.; Hausheer/Reusser/Geiser,\nKommentar zum Eherecht, Band I, Bern 1988, N 19 Vorbemerkungen\nzu den Art. 171 ZGB ff., N 8 zu Art. 177 ZGB, S. 480; Michel Czitron,\nDie vorsorglichen Massnahmen wäh- rend des Scheidungsprozesses\nunter Berücksichtigung des am 1. Januar 1988 in Kraft getretenen neuen\nEherechts, des in Revision begriffenen Schei- dungsrechts sowie des\nProzessrechts und der Praxis im Kanton Zürich, Diss., St. Gallen 1995, S.\n13 ff. 88 und 149). Ebenso unbestritten geblieben und zu- treffend ist,\ndass die «Anweisung» gemäss Art. 177 ZGB nicht nur gegenü- ber dem\nArbeitgeber des Unterhaltsschuldners erfolgen kann. Die Person des\nDrittschuldners spielt gar keine Rolle; die Natur des Rechtsverhältnisses\nzwischen dem Unterhaltsschuldner und dem Drittschuldner\n(«Angewiese- ner») ist nur insofern von Bedeutung, als geldwerte\nLeistungen, die dem Un- terhaltsschuldner um seiner Person willen\nzustehen, vom Richter nicht zur direkten Zahlung an den\nUnterhaltsgläubiger angewiesen werden können (vgl. Hausheer/\nReusser/ Geiser, a.a.O., N 12 zu Art. 177 ZGB; Czitron, a.a.O., S. 88 e\ncontrario, S. 148). Dass es sich vorliegend um solche anweisungsfeindliche Leistungen handeln könnte, ist weder behauptet, noch\nfin- den sich dafür Hinweise in den Akten.\n3. P ist verpflichtet, an den Unterhalt seiner Familie monatliche\nBeiträge von Fr. 8000.- zu leisten, Fr. 3000.- an seine Ehefrau und Fr.\n1000.- für jedes der fünf gemeinsamen Kinder, wobei in den\nmassgeblichen Ent- scheiden aufgrund der Erfahrung und dem aus den\n61\nGeschäftsunterlagen er- sichtlichen, vom Beschwerdeführer bestätigten\nNettojahresverdienst von Fr. 198 000.- im Geschäftsjahr 1994/95\nbeziehungsweise von Fr. 186 000.- im Ge-\n\n"}