{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1996-9_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1996_9_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609763e18a3f78ad0de35e95a99bb645435e55b3d77d7e3c3fc181655eba395e260f1edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609763e18a3f78ad0de35e95a99bb645435e55b3d77d7e3c3fc181655eba395e260f1edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1996_9", "Checksum": "f9a72ef3ecea62b6a0e2d65e8450a889"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1996 9"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 9"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 9"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1996 9"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:51:06", "Checksum": "34d6d06ae280d6f5527bc599a09dc7ca", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 9\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n9 - Verjährung; Geltendmachung im Prozess (Art. 142 OR,\nArt. 82, Art. 87 und Art. 118 ZPO). Die Verjährungseinrede\nist unter Ausschlussfolge in den Rechtsschriften zu erheben; die erst anlässlich der Hauptverhandlung erfolgte\nGeltendmachung ist verspätet und unbeachtlich.\n\nAus den Erwägungen:\nWas zunächst den formalen Einwand der Berufungsklägerin anbelangt, der Berufungsbeklagte habe die Verjährungseinrede nicht in\nden Rechtsschriften erhoben, weshalb die erst anlässlich der\nHauptverhandlung vor der Vorinstanz geltend gemachte Verjährung zu\nspät erfolgt und deshalb unbeachtlich sei, so erweist sich dieser\nEinwand als begründet. Gemäss Art. 142 OR darf der Richter die\nVerjährung nicht von Amtes wegen berücksichtigen, auch dann nicht,\nwenn sich die Verjährung aus den Akten ergeben sollte (vgl. statt vieler\nWalder, Zivilprozessrecht, Zürich 1996, N. 3 zu § 17). Unter Einrede ist\nnämlich ein subjektives Recht des Beklagten zu verstehen, das er zu\nseiner Verteidigung verwenden kann. Ein solches Recht muss vom\nBerechtigten ausgeübt werden, um für die gerichtliche Entschei- dung in\nBetracht zu fallen (Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht,\n3. Aufl., Zürich 1979, S. 160, Anm. 3). Ob eine Behauptung oder\nEinrede ordnungsgemäss erhoben ist, bestimmt sich nach kantonalem\nProzessrecht (BGE 76 II298, Erw. 3). Die Verjährungseinrede muss im\nRahmen der je- weiligen kantonalrechtlichen Eventualmaxime erhoben\nwerden, ansonsten sie vom kantonalen Recht ohne Verletzung von\nBundesrecht als verspätet unberücksichtigt bleiben darf (BGE 80 III 52,\nErw. 2). Der Grundsatz der für das bündnerische Zivilprozessrecht\ngültigen Verhandlungsmaxime («da mihi factum, dabo tibi ius; quod non\nest in actis, non est in mundo») besagt, dass es Sache der Parteien ist,\ndem Gericht das Tatsächliche des Rechts- streites darzulegen und das\nGericht seinem Verfahren nur rechtzeitig gel- tend gemachte Tatsachen\nzugrunde legt (vgl. Art. 118 ZPO). Der Einführung der Tatsachen und\nentsprechenden Behauptungen dient im ordentlichen Verfahren der -\neinfache beziehungsweise doppelte - Rechtsschriftenwech- sel (vgl.\nArt. 82 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO hinsichtlich der Prozesseingabe und\nArt. 87 Abs. 3 ZPO hinsichtlich Prozessantwort und allfälliger Replik und\nDuplik). Nach Schluss des Rechtsschriftenwechsels dürfen keine neuen\nTat- sachenbehauptungen mehr erhoben werden (vgl. PKG 1976 Nr. 22\nsowie Nay, Kommentar zur Zivilprozessordnung und zum\nGerichtsverfassungsge- setz des Kantons Graubünden, Chur 1986, N.1c\nzu Art. 82 ZPO, S. 64). Dies gilt jedoch nicht nur für eigentliche\nTatsachenbehauptungen, sondern auch für Einreden materiellrechtlicher\n\n38\nNatur, die im Gegensatz zu den Einreden formeller Natur (vgl. hierzu\nPKG 1968 Nr.9 und PKG 1977 Nr. 11; Art. 87 Abs. 1 ZPO) im Gesetz\nnicht ausdrücklich erwähnt sind. Deshalb gilt auch\n\n"}