{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1996-6_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1996_6_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976645940c7869c580ead64e238ead5f4802f38b2e36ebfb48dcabcdb81172e77e4edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976645940c7869c580ead64e238ead5f4802f38b2e36ebfb48dcabcdb81172e77e4edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1996_6", "Checksum": "05047aeb93b7c0a8a8e7c45cf62efa42"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1996 6"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 6"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 6"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1996 6"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:51:02", "Checksum": "009a90a1d1359f374898b4fe7925bae9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 6\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n28\nKantons für die Kosten des Vormundschaftswesen können sich auf zehn\nbis dreissig Prozent der Aufwendungen belaufen (Art. 48 Abs. 2\nEGzZGB). Demnach hat der Kreis für mindestens 70 Prozent der\nAufwendungen der Vormundschaftsbehörde einzustehen. Werden dem\nKreis die Gebühren ge- kürzt, so wird dadurch sein\nVerwaltungsvermögen und damit ein unmittel- bares finanzielles\nInteresse tangiert. Auf die von der Vormundschaftsbehör- de als Organ\ndes Kreises erhobene Berufung ist demnach einzutreten.\n2. Die Vorinstanz führt in ihrem angefochtenen Entscheid aus,\ndie Vormundschaftsbehörde habe offensichtlich für die gestützt auf Art.\n30 der Verordnung über die Geschäftsführung und Entschädigung der\nvor- mundschaftlichen Organe (im folgenden VoGEvO) erhobene\nGebühr keinerlei Gegenleistungen erbracht. Wenn sie dennoch eine\nGebühr erhebe, verstosse dies gegen das verfassungsmässige Prinzip der\nÄquivalenz. Nebst der Gebühr von Fr. 600.- für die Genehmigung der\nRechnung gemäss Art. 26 VoGEvO seien vom Pflichtigen lediglich die\nFr. 2000.-, welche die Vormundschaftsbehörde als Entschädigung der\nBeirätin auszurichten habe, geschuldet.\nIn bezug auf die gestützt auf Art. 26 VoGEvO erhobene Gebühr von\nFr. 600.- für die Genehmigung der Rechnung blieb der vorinstanzliche\nEnt- scheid unangefochten. Dieser Punkt bildet denn auch nicht\nGegenstand der Berufung. Die Vormundschaftsbehörde wendet jedoch\nein, die Kürzung ih- res in Anwendung von Art. 30 VoGEvO erhobenen\nEntschädigungsbeitra- ges verstosse gegen den klaren Wortlaut der\nBestimmung. Art. 30 VoGEvO sei gerade deshalb geschaffen worden, um\nden Vormundschaftsbehörden die Finanzierung der Entschädigung an\ndie Betreuer zu ermöglichen. Lediglich der dafür nicht gebrauchte Teil\ndiene der allgemeinen behördlichen Bean- spruchung.\na) Mit dem revidierten EGzZGB ist im Kanton Graubünden am\n1. Oktober 1994 auch die neue, vom Regierungsrat erlassene VoGEvO\nin Kraft getreten. Im Abschnitt III, Entschädigungs- und\nGebührenordnung, werden in den Art. 22 bis 26 VoGEvO detailliert die\nvon der Vormund- schaftsbehörde zu erhebenden Gebühren und die\nEntschädigung ihrer Funktionäre geregelt. Die Taggelder, Sitzungen,\nEinvernahmen, Inventar- aufnahmen, Augenscheine,\nReiseentschädigungen und Entschädigungen für Übernachtungen\nbemessen sich nach den gemäss Kostentarif im Zivilver- fahren für den\nPräsidenten, die Mitglieder und den Aktuar des Kreisgerichts geltenden\nAnsätzen (Art. 22 VoGEvO). Präsidial- und Kanzleigeschäfte sind nach\nZeitaufwand (Fr. 30.-/Stunde) und Korrespondenzumfang (Seitenentschädigung) abzugelten (Art. 23 VoGEvO). Für die Genehmigung\nvon Rechtsgeschäften werden demgegenüber gemäss Art. 26 VoGEvO\n29\nbesonde- re, auch in der Höhe je nach Zeitaufwand und Tragweite\nabgestufte, rah- menmässig aber festgelegte Gebühren erhoben.\n\n"}