{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1996-4_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1996_4_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609763abd54098fdbac3f8d0192a1ed97580f3be023eb62c2fb181bce801627fda57fedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609763abd54098fdbac3f8d0192a1ed97580f3be023eb62c2fb181bce801627fda57fedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1996_4", "Checksum": "9096bf1c3e01fe376088d88577ee2e57"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1996 4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 4"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 4"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1996 4"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:51:12", "Checksum": "df2558454b1a53179416eef0ffc5adef", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 4\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n20\nDas landwirtschaftliche Gewerbe setzt eine wirtschaftliche Einheit\nvon landwirtschaftlichen Grundstücken voraus. Entgegen der Ansicht des\nKlägers ist deshalb für die Frage, ob ein landwirtschaftliches Gewerbe vorliegt, auch nicht allein entscheidend, ob die Liegenschaft mit dem\nEinfami- lienhaus landwirtschaftlichen Charakter hat. Art. 212 Abs. 1\nZGB wäre auf ein einzelnes Grundstück überhaupt nicht anwendbar\n(Hegnauer, S. 243). Vielmehr ist auf die Gesamtheit der vom Kläger\nbewirtschafteten Grund- stücke abzustellen, wobei selbstverständlich der\nEinfamilienhausliegen- schaft Iandwirtschaftlicher Charakter zukommen\nmuss, damit diese positiv in die Beurteilung miteinbezogen werden kann.\nSodann wird vorausgesetzt, dass die Bewirtschaftung des Gewerbes\nmindestens die halbe Arbeitskraft einer bäuerlichen Familie beansprucht.\nDies entspricht einem Arbeitsauf- wand von 2100 Arbeitsstunden pro Jahr\n(Bandli/Henny/Hofer/Hotz/Hotz R./Müller/Späti/Stalder/Studer,\nKommentar zum Bundesgesetz über das\nbäuerliche Bodenrecht, Brugg 1995, N. 52 zu Art. 7 BGBB; BGE 121\nII274). Als persönliche Voraussetzung verlangt Art. 212 Abs. 1 ZGB, dass\nder Ei- gentümer das Gewerbe weiterbewirtschaftet. Dies bedeutet, dass\nder Hof- eigentümer schon bis anhin den Betrieb geführt haben muss und\ndiese Tätig- keit nach Auflösung des Güterstandes fortsetzen will.\nSelbstbewirtschaftung liegt vor, wenn der Eigentümer das\nlandwirtschaftliche Gewerbe leitet und sich selber aktiv darin beteiligt\n(Art. 9 BGBB, BGE 115 II 181). Ob diese Voraussetzungen zum\nZeitpunkt der erstinstanzlichen Urteilsfällung im vorliegenden Fall erfüllt\nsind, ist anhand objektiver Kriterien zu beurteilen (Bandli, a.a.O., N. 101\nzu Art. 7 BGBB). Für die Berechnung des Arbeits- aufwandes und der ihr\nentsprechenden Grösse des Gewerbes ist von einer standardisierten\nBewirtschaftung auszugehen (vgl. Bandli, N. 101 ff. zu Art. 7 BGBB). Der\nallgemeinen Beweisregel von Art. 8 ZGB folgend, wonach eine behauptete\nTatsache zu beweisen hat, wer aus ihr Rechte ableitet, obliegt dabei der\nBeweis für den Anspruch auf eine Anrechnung zum Ertrags- wert beim\nKläger. Das Güterrecht unterliegt als rein finanzielle Nebenfolge der\nScheidung der Dispositionsmaxime. Die Offizialmaxime kommt nicht\nzum Tragen.\nb) Aufgrund der vom Kläger gemachten Angaben erachtet es\ndas Kantonsgericht als nicht ausgewiesen, dass der vom Kläger geleitete\nBetrieb den Umfang eines landwirtschaftlichen Gewerbes hat.\nAuffallend ist, dass in den Rechtsschriften sehr wenig Angaben zum\nGewerbe des Klägers ge- macht werden. Als unbestritten darf immerhin\ngelten, dass dem Kläger von seinem Vater Grundstücke abgetreten\nwurden und er schon vor der Auflö- sung des Güterstandes selbst aktiv\nLandwirtschaft betrieben hat. Wie dem vorinstanzlichen Urteil (S. 7 f.)\n21\nzu entnehmen ist, erklärte der Kläger anläss- lich der formfreien\nBefragung an der Hauptverhandlung vom 18. Mai 1995, sein Betrieb\numfasse zurzeit 6 Grossvieheinheiten. Zudem führe er Holz auf\n\n"}