{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1996-35_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1996_35_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976ec3f2d81f0f9bd17a8c48af20a1b3339698e51c8037850066324b520a9e3ec81edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976ec3f2d81f0f9bd17a8c48af20a1b3339698e51c8037850066324b520a9e3ec81edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1996_35", "Checksum": "87bd62e366d0be2703fccb4820612531"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1996 35"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 35"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 35"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1996 35"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:50:24", "Checksum": "ce0417bb2e9cae5e682cc4111285482b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 35\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n35 - Entschädigungspflicht des Staates bei Freispruch oder\nEinstellung des Verfahrens; Zuständigkeit bei Anhängigkeit eines Rechtsmittels (Art. 161 Abs. 2 StPO).\n- Über die Entschädigung wird gemäss Art. 161 Abs. 1\nStPO nur auf ausdrückliches Begehren des Angeschuldigten entschieden, welches innert der Schranken der\nVerjährung und Verwirkung jederzeit gestellt werden\nkann (Erw. a).\n- Als «Instanz, bei der das Verfahren zuletzt anhängig\nwar», ist bei Anhängigkeit eines Rechtsmittels auch die\nRechtsmittelinstanz zu verstehen, bei welcher das\nbisher nicht gestellte Entschädigungsbegehren erstmals geltend gemacht wird. Dies gilt grundsätzlich\ndann, wenn die entschädigungsbegründende Frage\ndes Freispruchs bzw. der Einstellung Gegenstand des\nRechtsmittelverfahrens bildet, aus Gründen der Prozessökonomie aber auch dann, wenn lediglich der erstinstanzliche Kostenspruch Anfechtungsgegenstand ist\n( Erw. a-c).\n\nAus den Erwägungen:\na) Die Geltendmachung des Entschädigungsanspruchs ist im\nKanton Graubünden im Gegensatz zu Prozessordnungen anderer\nKantone weder terminiert (anders SG Art. 217 Abs. 1; SZ § 52 Abs. 2;\nNE Art. 272, LU\n§ 281), noch ist die Zuständigkeit für alle denkbaren Fälle einer ganz\nbe- stimmten Behörde zugewiesen, die stets in einem eigenständigen\nVerfahren entscheidet (so SG Art. 217; NE Art. 272), noch ist über den\nEntschädi- gungsanspruch von Amtes wegen, das heisst auch bei\nfehlendem Begehren, zu befinden (so für Zürich: Niklaus Schmid,\nStrafprozessrecht, 2.A., Zürich 1993 Rz 1218; für Bern: Jürg\nAeschlimann, Einführung in das Strafprozess- recht, Die neuen\nbernischen Gesetze, Bern 1997, S. 538; JU Art. 234 Abs. 2, Art. 237; TG\n§ 173 Ziff. 5). Wäre bei Einstellung von der Untersuchungs- behörde\nund bei gerichtlicher Beurteilung vom erstinstanzlichen Strafrich- ter\nvon Amtes wegen über den Entschädigungsanspruch zu befinden, wäre\nimmer, also auch im vorliegenden Fall der fehlenden Entscheidung über\nden Entschädigungsanspruch, im Untersuchungsverfahren die\nBeschwerde und im Gerichtsverfahren die Berufung - die Einsprache\neignet sich dazu aus den gleichen Gründen wie bei der Anfechtung der\nKosten eines Strafman- dats nicht - gegeben (Entscheid der\nBeschwerdekammer vom 21. Februar 1990 i.S. D., BK 15/90 Erw. 1).\n144\nFehlt dannzumal eine Beurteilung des Ent- schädigungsanspruchs\ngänzlich oder hat die zuständige Behörde den Be- treffenden nicht\nwenigstens auf die Möglichkeit, ein Entschädigungsbegeh-\n\n"}