{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1996-32_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1996_32_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd6097620cedc2295273304704632067e04c63c91a39d3209a486f50d812f3ef6f812e8edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd6097620cedc2295273304704632067e04c63c91a39d3209a486f50d812f3ef6f812e8edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1996_32", "Checksum": "f2e2181eb791a2bcdebf91014099e631"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1996 32"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 32"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 32"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1996 32"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:50:19", "Checksum": "d00f465feb9e80f7d7f16595dc8c3550", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 32\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n Der Kassationshof des Bundesgerichts hob die Verurteilung des\nVer- mieters wegen Verletzung von Art. 23 Abs. 1 al. 5 ANAG mit\nUrteil vom\n131\n17. November 1997 im wesentlichen mit folgender Begründung auf: Das\nVer- weilen in der Schweiz aufgrund einer durch falsche Angaben\nerschlichenen Aufenthaltsbewilligung sei nicht rechtswidrig im Sinne\nvon Art. 23 Abs. 1 al. 4 und 5 ANAG, und der Dritte, der über einen für\ndie Erteilung der Be- willigung wesentlichen Umstand falsche Angaben\nmache, erfülle daher die-\n\n132\nsen Straftatbestand nicht. Die durch falsche Angaben erschlichene\nAufent- haltsbewilligung sei nicht nichtig oder unwirksam, sondern\nrechtsbeständig, bis sie allenfalls widerrufen werde, und der Ausländer\nhalte sich daher rechtmässig in der Schweiz auf, solange die\nBewilligung nicht widerrufen worden sei (vgl. Art. 1, Art. 9 Abs. 2 lit.\na, Art. 12 Abs. 3 ANAG). Nicht zu prüfen sei, ob sich der\nBeschwerdeführer durch sein Verhalten allenfalls ei- ner «anderen\nZuwiderhandlung gegen fremdenpolizeiliche Vorschriften» im Sinne\nvon Art. 23 Abs. 6 ANAG strafbar gemacht habe, weil diese Widerhandlung als blosse Übertretung verjährt wäre.\n33\n- Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen (Art. 292 StGB).\nUberprüfung einer Verfügung des Zivilrichters (Amtsbefehl gemäss Art.145ff. ZPO) auf ihre Rechtmässigkeit\ndurch den Strafrichter; Kognition (Fragen offengelassen)?\nZuständigkeit der verfügenden Behörde als Tatbestandsmerkmal (Erw. a).\n- Befehlsverfahren; Besitzesschutz (Art. 146 Ziff. 1 ZPO;\nArt. 928 ZGs). I m summarischen Befehlsverfahren vor\ndem Kreispräsidenten kann nur der Beseitigungs- und\nUnterlassungsanspruch durchgesetzt werden, nicht jedoch der dem Schadenersatzrecht angehörende Anspruch auf Wiederherstellung des früheren Zustandes\n( Erw. b).\n\nErwägungen:\n1. Gemäss Art. 292 StGB wird wegen Ungehorsam gegen\namtliche Verfügungen mit Haft oder mit Busse bestraft, wer der von\neiner zuständi- gen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter\nHinweis auf die Straf- drohung dieses Artikels an ihn erlassenen\nVerfügung nicht Folge leistet.\na) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann der Strafrichter in einem Verfahren wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen gemäss Art. 292 StGB die Rechtmässigkeit der Verwaltungsverfügung\nfrei prüfen, wenn dagegen keine Beschwerde an das Verwaltungsgericht\nmöglich war. Die Kognition des Strafrichters ist auf offensichtliche\nRechts- verletzung und Ermessensmissbrauch beschränkt, wenn eine\nBeschwerde an das Verwaltungsgericht zwar möglich war, von dieser\nMöglichkeit aber nicht Gebrauch gemacht wurde oder der Entscheid des\nVerwaltungsgerichts noch aussteht. Ist die Rechtmässigkeit der Verfügung\nvon einem Verwaltungsge- richt bejaht worden, so kann der Strafrichter sie\n133\nnicht mehr überprüfen. Ver- fügungen mit der Androhung von Strafen\ngemäss Art. 292 StGB im Falle des Ungehorsams können nun nicht nur im\nVerwaltungsverfahren, sondern auch\n\n134\n"}