{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1996-32_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1996_32_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd6097620cedc2295273304704632067e04c63c91a39d3209a486f50d812f3ef6f812e8edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd6097620cedc2295273304704632067e04c63c91a39d3209a486f50d812f3ef6f812e8edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1996_32", "Checksum": "f2e2181eb791a2bcdebf91014099e631"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1996 32"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 32"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 32"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1996 32"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:50:19", "Checksum": "d00f465feb9e80f7d7f16595dc8c3550", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 32\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\nhier nicht Übertretungsstrafe ist, für die Art. 109 StGB in Betracht fiele.\nNur wenn sich im Verlaufe der Zeit zeigen sollte, dass voraussichtlich\ntrotzdem die Busse nicht vor Eintritt der Verjährung eingebracht werden\nkann, so könnte die Busse noch in Haft umgewandelt werden. Zur Zeit\nbesteht noch kein berechtigter Anlass zur Umwandlung. Der\nKreispräsident hat also auch in dieser Hinsicht das\nUmwandlungsverfahren von Art. 49 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB nicht\neingehalten. Das angefochtene Urteil muss auch aus diesem Grunde\naufgehoben werden.\nSB 96 Urteil vom 16. Oktober 1996\n56\n\nBerufung; Zulässigkeit der Zugrundelegung einer ande-\n32 - ren rechtlichen Qualifikation des Sachverhalts durch die\nStaatsanwaltschaft als Berufungsklägerin (Art. 98 Abs. 2\nlit. b, Art. 125 Abs. 4 und Art. 146 Abs. 1 StPO) ( Erw. 1).\n- Falschbeurkundung (Art. 251 Ziff. 1 StGB); Erleichterung\nder rechtswidrigen Einreise ( Art. 23 Abs. 1 al. 5 ANAG). Die\nErstellung eines inhaltlich unwahren Mietvertrages durch\nden Vermieter (Umschreibung des Mietobjektes als 3-\nstatt als 2-Zimmer-Wohnung) zur Ermöglichung des Familiennachzugs eines Ausländers erfüllt weder den\nStraftatbestand der Falschbeurkundung gemäss Art. 251\nZiff. 1 StGB noch - wie der Kassationshof des Bundesgerichts auf Nichtigkeitsbeschwerde des Vermieters hin erkannte - den Tatbestand der Erleichterung der rechtswidrigen Einreise gemäss Art. 23 Abs. 1 al. 5 ANAG (Erw.\n2, 3).\n\nErwägungen:\n1. Der Untersuchungsrichter beantragte im vorinstanzlichen\nVer- fahren die Verurteilung des Angeklagten wegen\nUrkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB. In der\nBerufung der Staatsanwaltschaft wird nunmehr eventualiter die\nVerurteilung wegen Widerhandlung gegen Art. 23 Abs. 1 ANAG\nbeantragt. Der Berufungsbeklagte sieht darin unter Verweis auf PKG\n1979 Nr. 29 eine unzulässige Ausdehnung der Strafanträge i m\nRechtsmittelverfahren, weshalb auf den Eventualantrag nicht einzutreten sei.\nDie Staatsanwaltschaft ist das oberste kantonale\nStrafverfolgungs-\n\n125\norgan. Sie ist verpflichtet, die materielle Wahrheit zu erforschen sowie\ndas richtige Recht durchzusetzen. Daraus folgt ihre Befugnis, Berufung\neinzule- gen, falls sie bei pflichtgemässer Überprüfung eines Urteils zum\nSchlusse ge- langt, dieses verletze formelles oder materielles Recht.\nDies gilt nach stän-\n\n"}