{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1995-51_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1995_51_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976dcf9aea1ca299e8accd66df3de54f428876b7bb27ebfdfce6a29fd9eb5f019ededc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976dcf9aea1ca299e8accd66df3de54f428876b7bb27ebfdfce6a29fd9eb5f019ededc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1995_51", "Checksum": "5a985bec9dc8cd6988d4faaca289e8ce"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1995 51"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 51"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 51"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1995 51"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:52:16", "Checksum": "4a883c8ee20064dc0622d79b62b8c35b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 51\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 171\nErwägungen:\na) Art. 647 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB (in Verbindung mit Art. 712g Abs.\n1 ZGB) schreibt zwingend vor, jeder Stockwerkeigentümer könne\nverlangen, dass die für die Erhaltung des Wertes und der\nGebrauchsfähigkeit der Sache notwendigen Verwaltungshandlungen\ndurchgeführt werden. Zur Kategorie der notwendigen\nVerwaltungshandlungen gehören auch die in Art. 647c ZGB erwähnten\nnotwendigen baulichen Massnahmen. Das Gesetz unterscheidet drei Arten\nvon baulichen Massnahmen: (1) Notwendige bauliche Massnahme (Art.\n647c ZGB), welche für die Erhaltung entweder des wirtschaftlichen Wertes oder der Gebrauchsfähigkeit der Sache erforderlich sind, (2) nützliche\nbau- liche Massnahmen (Art. 647d Abs. 1 ZGB), welche - ohne notwendig\nzu sein\n- mit einer entsprechenden Wertsteigerung der Sache verbunden sind und\n(3) luxuriöse bauliche Massnahmen (Art. 647e Abs. 1 ZGB), welche\nlediglich der Verschönerung oder ähnlichem dienen und bei welchen mit\nanderen Worten weder der wirtschaftliche Wert noch die\nGebrauchsfähigkeit der Sache eine der Investition äquivalente Steigerung\nerfahren (vgl. zum Ganzen mit Hin- weisen Meier-Hayoz, Berner\nKommentar, Bd. IV/1/1, 5. Aufl., Bern 1981, Art. 647c N. 18 ff., Art. 647d\nN. 9 ff. und Art. 647e N.1 ff.).\nb) Vorliegend stellt sich nun die Frage, ob die von D. verlangte\nIso- lierung der Keller- beziehungsweise Garagendecke als notwendige\noder als nützliche bauliche Massnahme zu qualifizieren ist.\nNotwendige bauliche Massnahmen werden definiert als\nUnterhalts-, Wiederherstellungs- und Erneuerungsarbeiten, welche für\ndie Erhaltung des Wertes und der Gebrauchsfähigkeit der Sache nötig\nsind (BGE 120 II 14). Als zur Erhaltung der Gebrauchsfähigkeit\nnotwendig gelten dabei nur jene Handlungen, welche dafür sorgen, dass\ndie Sache zu ihrem normalen Ge- brauch geeignet bleibt, nicht aber\nsolche, die einer Verminderung des Ertra- ges vorbeugen sollen (BGE\n97II324 = Pra 61 [1972] Nr. 74; BGE 104 II165). Ebenfalls nicht\nnotwendige sind Massnahmen zur zeitgemässen Einrichtung eines\nBetriebes, sofern ohne die entsprechende Massnahme nicht die Produktionsfähigkeit schwer leiden würde (Meier-Hayoz, a.a.O., Art. 647 N.\n58). Negativ ausgedrückt bedeutet dies, dass in erster Linie jene\nbaulichen Mass- nahmen notwendig sind, welche zur Vermeidung der\nZerstörung, des Verfal- les oder der Verschlechterung der Sache\ngetroffen werden (Meier-Hayoz, a.a.O., Art. 647 N. 58). Nützliche sind\ndemgegenüber jene baulichen Mass- nahmen, welche - ohne notwendig\nzu sein - zum Vorteil der Sache, insbe- sondere zur Steigerung ihres\nWertes und Ertrages oder zur Verbesserung ih- rer Gebrauchsfähigkeit\n172\ngetroffen werden. Zwar können auch notwendige Massnahmen eine\nWert- oder Ertragssteigerung oder eine Verbesserung der\nGebrauchsfähigkeit der Sache bewirken; im Gegensatz zu ihnen könnten\ndie nützlichen Massnahmen aber ohne Not auch unterbleiben (Meier-\nHayoz, a.a.O., Art. 647d N. 12).\n\n"}