{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1995-4_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1995_4_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976ce84668b309f95bff4720ebd63392eec9fdf6a6c40971a2c8efea87727d5c694edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976ce84668b309f95bff4720ebd63392eec9fdf6a6c40971a2c8efea87727d5c694edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1995_4", "Checksum": "894ff3a50032e051fc431e0c4cac18b5"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1995 4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 4"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 4"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1995 4"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:52:00", "Checksum": "5634f84f62eda38ef3df93a0f0726820", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 4\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 27\nschweizerischen Vorbehaltes zu Art. 6 Ziff. 1 EMRK sei die erwähnte\nBe- stimmung vorbehaltlos anwendbar (Botschaft. 93/94, 175 f.; vgl. auch\nBGE 118 Ia 481, 488), weshalb behördliche Entscheide in\nVormundschaftssachen\n- welche in den meisten Fällen als «civil rights» im Sinne von Art. 6\nZiff. 1 EMRK zu qualifizieren seien - letztinstanzlich von einem Gericht\nüberprüft werden müssten; die zweitinstanzliche Aufsichtsfunktion sei\ndemnach not- wendigerweise einem Gericht zu übertragen (Botschaft\n93/94, 179). In der Folge beantragte die Regierung jene Fassung,\nwelche schliesslich von Parla- ment und Volk angenommen wurde:\n«Das Kantonsgericht ist die zweitin- stanzliche Aufsichtsbehörde. Es\nübt die Aufsicht über das gesamte Vormundschaftswesen aus» (Botschaft, 93/94, 182). Im Parlament führte der\nKommissionspräsident zur erwähnten Bestimmung aus, es gehe bei den\ndies- bezüglichen Änderungen «lediglich darum, das Kantonsgericht als\nWeiter- zugsinstanz einzusetzen» (GPR, 93/94, 303). Aus dem Gesagten\nfolgt, dass nach dem Willen von Regierung und Parlament mit Art. 42\nEGzZGB die alt- rechtliche Aufgabenteilung zwischen erster und zweiter\nAufsichtsbehörde nicht geändert, sondern dass einzig das Kantonsgericht\nan Stelle der Regie- rung als zweite Aufsichtsbehörde eingesetzt werden\nsollte. Es gilt folglich zu prüfen, wie das Verhältnis von erster und\nzweiter Aufsichtsbehörde im alten\nRecht geregelt war.\nArt. 62 aEGzZGB hatte folgenden Wortlaut: «Der Bezirksgerichtsausschuss ist die erstinstanzliche, die Regierung die zweitinstanzliche\nAuf- sichtsbehörde.» Diese Bestimmung geht auf eine am 1. Januar 1972\nin Kraft getretene Partialrevision zurück (AGS, 1971, 106) und\nentspricht dem vor dieser Partialrevision geltenden Art. 63 aEGzZGB\n(in Kraft vom 5. März 1944 bis 1. Januar 1972): «Der\nBezirksgerichtsausschuss ist die erstinstanz- liche, der Kleine Rat die\nzweitinstanzliche Aufsichtsbehörde.» Anlässlich der Revision von\n1972 schlug die Regierung (beziehungsweise der Kleine Rat) vor, das\nJustiz- und Polizeidepartement als «einzige Aufsichtsbehörde»\neinzusetzen (Antrag Art. 63, in: Botschaft, 70/71, 408), wobei deren\nBe- schwerdeentscheide noch an das Verwaltungsgericht weiterziehbar\ngewesen wären (Antrag Art. 83, in: Botschaft, 70/71, 412). Dieser\nVorschlag wurde vom Grossen Rat abgelehnt (GPR, 70/71, 535), sodass\nes weiterhin bei der seit 1944 geltenden Regelung blieb. Als Grund für\ndie Beibehaltung der bis- herigen Regelung wurde dazumal geltend\ngemacht, der Bezirksrichter weise eine grössere Sachnähe auf und die\nvorgeschlagene Neuerung führe zu ei- ner unerwünschten\nVergrösserung des kantonalen Beamtenapparates\n28\n(GPR, 70/71, 532 f.). In einem Votum zu Gunsten der neuen Regelung\nwurde festgehalten, «dass es allgemein bekannt sei, dass sich die\nBezirksge- richtsausschüsse in ihre Aufgabe als Aufsichtsbehörden nur\nungenügend\neingelebt hätten und sich für diese Aufgabe nicht eigneten. Die\nerstinstanz- liche Aufsichtsfunktion sollte auf das Justiz- und\nPolizeidepartement über-\n\n"}