{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1995-39_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1995_39_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd6097657079b737adb677e61a03a44909ed7706df1a4def8c2e292284dd08f5927c630edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd6097657079b737adb677e61a03a44909ed7706df1a4def8c2e292284dd08f5927c630edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1995_39", "Checksum": "b566604df9e8523f9f02b1308672fb6e"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1995 39"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 39"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 39"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1995 39"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:52:28", "Checksum": "b9d676a90c714d94498ad5007b33d8cc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 39\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 135\nfür sich beanspruchen oder für die Gesamtheit der Gläubiger oder für\nein- zelne von ihnen beantragt haben, nicht ohne weiteres geschlossen\nwerden, dass sie ihre Zustimmung dazu verweigerten, dass einer der\nGläubiger die Forderung an Zahlungsstatt oder zur Eintreibung\nübernehme. Wenn ein Gläubiger auf Anzeige hin kein Begehren stellt,\nbedeutet dies noch nicht, dass er sich gegen die Abtretung an einen\nbestimmten anderen Gläubiger ausgesprochen hat. Die Gläubiger haben\nsich hierüber zu verständigen. Hierzu muss demzufolge zuerst die\nErklärung jener Beteiligten eingeholt werden, die sich auf die\nVerwertungsanzeige nicht haben vernehmen Iassen, deren Zustimmung\nes jedoch bedarf, damit eine der besonderen Verwer- tungsarten\nstattfinden kann (vgl. BGE 50 III 180). Weder aus dem Begehren der\nFinanz AG vom 16. Juni 1993/5. Juli 1993 an das Betreibungsamt noch\naus ihrer Beschwerdebegründung ist ersichtlich, ob die\nBeschwerdeführerin einen Forderungsübergang gemäss Art. 131 Abs. 1\nSchKG oder einen sol- chen gemäss Art. 131 Abs. 2 SchKG beantragt.\nDie Frage braucht hier in- dessen nicht entschieden zu werden, setzen\ndoch beide besondere Verwer- tungsarten grundsätzlich voraus, dass\nsämtliche übrigen, d.h. am Betrei- bungsverfahren beteiligten und\nungedeckt gebliebenen Gläubiger einer An- weisung an Zahlungsstatt\nmit unmittelbarer Tilgungsfolge (Art. 131 Abs. 1 SchKG)\nbeziehungsweise einem Inkassomandat (Art. 131 Abs. 2 SchKG) an die\nFinanz AG zustimmen (vgl. BGE 50 III 179 f., 93 III 48; obligatorisches\nFormular Nr. 34; C. Jaeger, Bundesgesetz betreffend Schuldbetreibung\nund Konkurs, Band I, N. 2 und 8 zu Art. 131 SchKG). Einzig Brand (SJK,\nNr. 988, 5.12) und Fritzsche/Walder (Schuldbetreibung und Konkurs nach\nSchweize- rischem Recht, Band I, Zürich 1984, § 30 Rz 25 A 62a)\nmelden, jeweils gestützt auf BGE 43 III 62 f., Bedenken an, ob im Falle\ndes Inkassomandats im Sinne von Art. 131 Abs. 2 SchKG die\nZustimmung sämtlicher übrigen Gläubiger als Voraussetzung verlangt\nwerden dürfe. Diese scheinbare Unsi- cherheit ergibt sich aus dem\nWortlaut von Art. 131 Abs. 2 SchKG. Dieser bestimmt, dass die\nErteilung eines Inkassomandats an einen Gläubiger «un- ter der gleichen\nBedingung» erfolgen kann. Indessen nennt Abs. 1 von Art. 131 SchKG\nnicht nur eine Bedingung, sondern deren zwei; nämlich, dass es sich um\neine Geldforderung des Schuldners ohne Markt- oder Börsenpreis\nhandelt und dass sämtliche pfändenden Gläubiger die Abtretung\nverlangen. BGE 43 III 62 hat dazu erwogen, der Wortlaut von Art. 131\nAbs. 2 SchKG\n«unter der gleichen Bedingung» lasse auch die Auslegung zu, dass im\nFalle des Abs. 2 nur Voraussetzung sei, dass es sich um eine Forderung\nohne Markt- oder Börsenpreis handle, hingegen die Zustimmung\n136\nsämtlicher Gläu- biger zum Inkassomandat nicht Voraussetzung sei.\nGegen diesen singulären Entscheid kann eingewendet werden, dass die\nVersilberung der mit Voll- streckungsbeschlag belegten\nVermögenswerte grundsätzlich durch öffentli- che Versteigerung\nerfolgt. Andere Arten der Verwertung haben Ausnahme-\n\n"}