{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1995-21_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1995_21_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609763581a4e8b7f77a6eaee5f9dff6af6aea4644c9af5df1a3591ff28de3c2812945edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609763581a4e8b7f77a6eaee5f9dff6af6aea4644c9af5df1a3591ff28de3c2812945edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1995_21", "Checksum": "882caf54176ed3d424787c93bf1b952a"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1995 21"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 21"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 21"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1995 21"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:51:33", "Checksum": "3e0dfe99f649f6e0f5b687b0dbdd99e4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 21\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 99\nsorglicher Massnahmen im besonderen obliegt primär dem Präsidenten\nund dem Vizepräsidenten als seinem Stellvertreter (Art. 10 und 11 GVG\nund Art. 7 der Verordnung über die Organisation und Geschäftsführung\ndes Kantons- gerichts). Weitgehende Freiheit bei der Geschäftsverteilung\nund der Spruch- körperbesetzung ist im Falle eines Gerichts von der\nGrössenordnung des Kantonsgerichts schon aus praktischen und\ngerichtsorganisatorischen Grün- den zwingend (vgl. das bei Müller a.a.O.,\nS. 253 f., zitierte Urteil des deut- schen Bundesverfassungsgerichtshofes),\nwürde doch die Handlungsfähigkeit des Gerichts bei einer Häufung von\nVerhinderungsfällen (Ausstand, Krank- heit, Abwesenheit, Überbelastung\netc.) sehr schnell an unerträgliche Gren- zen stossen, welche letzlich dem\nRechtssuchenden zum Nachteil gereichten. Bei solchen Verhältnissen ist\neine schematische, im voraus festgelegte Zu- ordnung bei der\nGeschäftsverteilung und Spruchkörperbesetzung abzuleh- nen (BGE 105\nIa 179).\nDass die Rüge der nichtigen Entscheidung infolge sachlicher\nUnzu- ständigkeit auf einer fehlerhaften Auslegung der kantonalen\nZuständigkeits- vorschriften des Gerichtsverfassungsgesetzes und der\nVorschriften über die Gerichtsorganisation beruht, wurde bereits\ndargelegt. Dass die entsprechen- den Normen der bündnerischen\nGerichtsorganisation einer abstrakten Nor- menkontrolle im Lichte von\nArt. 58 BV nicht Stand hielten, weil die Spruch- körperbesetzung nicht\ngenügend voraussehbar sei, macht der Beschwerde- führer einerseits zu\nRecht nicht geltend. Andererseits wäre ein solcher Einwand im Lichte der\nvorstehend zitierten bundesgerichtlichen Rechtspre- chung unbegründet.\nDer Beschwerde von B. sind nämlich keinerlei Hinweise zu entnehmen,\ndass oder inwieweit durch die Besetzung der sachlich zustän- digen\nRichterfunktion in sachwidriger Weise zu seinen Ungunsten auf den\nEntscheid eingewirkt worden sein könnte. Für eine erfolgreiche Anrufung\nvon Art. 58 BV wäre dies indes notwendig. Bei einer Auswahl innerhalb\ndes aus zwei Personen bestehenden Präsidiums kann nicht von einer\nSpezialer- nennung eines Richters gesprochen werden, welche mit Blick\nauf Art. 58 BV allenfalls eine strengere Prüfung erforderte. Die Besetzung\nder Präsidial- funktion ist im konkreten Fall nicht unüblich, sondern\ngängig (BGE 105 Ia 180). Insoweit die Rüge der Verletzung von Art. 58\nBV überhaupt substanti- iert vorgetragen und begründet wird, ist sie nach\ndem Gesagten daher abzu- weisen.\nZF 53/94 (Beschwerde) Urteil vom 11. Januar 1995\n\n10\n0\n"}