{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1995-21_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1995_21_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609763581a4e8b7f77a6eaee5f9dff6af6aea4644c9af5df1a3591ff28de3c2812945edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609763581a4e8b7f77a6eaee5f9dff6af6aea4644c9af5df1a3591ff28de3c2812945edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1995_21", "Checksum": "882caf54176ed3d424787c93bf1b952a"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1995 21"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 21"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 21"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1995 21"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:51:33", "Checksum": "3e0dfe99f649f6e0f5b687b0dbdd99e4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 21\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 97\nErlass vorsorglicher Massnahmen dem einen oder anderen Richter mit\nPrä- sidialfunktionen übertragen wird. Wie der Beschwerdeführer\nausführt, stan- den zur Zeit seines Abänderungsgesuches vom 16. Juli\n1994 die Zusammen- setzung und der Vorsitz der Zivilkammer in der\nHauptsache noch nicht fest. Solches ist auch gar nicht möglich, ist doch\ndie Berufung gemäss Art. 219 Abs. 1 ZPO bei der ersten Instanz zu\nerklären und bleibt eine Frist von zwan- zig Tagen für die Zustellung der\nAkten und des Aktenverzeichnisses an die Berufungsinstanz (Art. 221 und\n222 ZPO). In concreto kommt hinzu, dass das Ende der in der Hauptsache\ngeltenden Berufungsfrist in die Gerichts- ferien fiel und demzufolge\nzwischen dem 15. Juli bis und mit dem 15. August keine richterlichen\nProzesshandlungen vorgenommen werden durften (Art. 62 Abs. 1 ZPO).\nFür das Gesuch des Beschwerdeführers vom 16. Juli 1994 auf Abänderung\nder vorsorglichen Massnahmen hingegen galten die Gerichtsfe- rien nicht\n(Art. 62 Abs. 2 Ziff. 4 ZPO), unterliegen doch vorsorgliche Mass- nahmen\nim Ehescheidungsverfahren gemäss Art. 1 Ziff. 5 EGzZGB in Verbindung mit Art. 4 Abs. 3 EGzZGB im übrigen den Vorschriften der Zivilprozessordnung über das summarische Verfahren. Dass die\nVorbereitungen für den Entscheid über das Massnahmebegehren zu treffen\nwaren, obwohl das Hauptverfahren infolge der Gerichtsferien ruhte, wird\nauch der Be- schwerdeführer nicht in Abrede stellen können.\nb) Der vom Beschwerdeführer angerufene Art. 58 der\nSchweizerischen Bundesverfassung garantiert entgegen dem zu eng geratenen\ndeut- schen Wortlaut nicht nur den verfassungsmässigen, sondern ganz\nallgemein den gesetzlichen Richter (französische Fassung: juge\nnaturel). Kernbereich dieser institutionellen Garantie ist, dass die\nrichterliche Zuständigkeit durch generell-abstrakte Normen zum voraus\nbestimmt oder bestimmbar sein muss. Dadurch soll unter anderem auch\nvermieden werden, dass ein Rechts- unterworfener infolge konkreter\nEntscheidungen und Massnahmen inner- halb der Gerichtsorganisation\nvon einem in sachwidriger Weise und daher willkürlich bestellten\nRichter beurteilt wird (Jörg P Müller in: ZBJV 106 [1970] S. 253; BGE\n105 Ia 161 Erw. 5a, 116 Ia 486 f. Erw. 2b). Bei der Frage, wie weit die aus\nden Reihen der gewählten Richter vorzunehmende Spruchkörperbesetzung generell-abstrakt, das heisst voraussehbar geregelt sein\nmuss, hat sich das Bundesgericht dafür ausgesprochen, dass den\nkantonalen Gerichten bei der Besetzung ihrer Spruchkörper erhebliche\nFreiheit zu- kommt (BGE 105 Ia 179,114 Ia 54; vgl. ferner zum Ganzen:\nKommentar zur Bundesverfassung der Schweizerischen\nEidgenossenschaft, Basel/Zürich/ Bern 1993, Band III, Alfred Kölz, N.\n1, 2 und 4 zu Art. 58). Das Kantonsge- richt von Graubünden besteht aus\n98\neinem vollamtlichen Präsidenten, einem vollamtlichen Vizepräsidenten\nund zehn nebenamtlichen Richtern (Art. 1 Abs. 1 der Verordnung über\ndie Organisation und Geschäftsführung des Kantonsgerichts). Die\nProzessleitung im allgemeinen und die Verfügung vor-\n\n"}