{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1995-17_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1995_17_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764fbf0a22eef27bab31f76fbac5adca75ed6d1c26adb56b398ebb5bdb9d96fc7cedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764fbf0a22eef27bab31f76fbac5adca75ed6d1c26adb56b398ebb5bdb9d96fc7cedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1995_17", "Checksum": "4ae7dfc8910e89a4136db6e93a440216"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1995 17"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 17"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 17"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1995 17"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:51:47", "Checksum": "121e5b56fb871791969935359d0b1977", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 17\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n76\ndort in Art. 62 Abs. 1 über das Verfahren vor dem\nBezirksgerichtsausschuss als Beschwerdeinstanz vom\nBeschwerdeführer, der Vorinstanz und vom Be- schwerdegegner als den\nVerfahrensbeteiligten die Rede ist. Eine Einschrän- kung des Kreises der\nBeschwerdelegitimierten nach Art. 64 EGzZGB ge- genüber dem Kreis\nder Beteiligten im erstinstanzlichen Verfahren nach Art. 311 ZGB/Art.\n60 in Verbindung mit Art. 59 EGzZGB kann der bündneri- schen\nVerfahrensordnung daher nicht entnommen werden. Für den Fall der\nVormundschaftsbeschwerde gemäss Art. 420 Abs. 2 ZGB ist überdies\naner- kannt, dass der Kreis der Aktivlegitimierten im\nBeschwerdeverfahren der gleiche sein muss, wie im vorinstanzlichen\nVerfahren (vgl. dazu Cyril Heg- nauer, Grundriss des Kindesrechts, 4.\nAufl., Bern 1994, Ziff. 27.64; Spitzer, a.a.O., S. 274). Den Kantonen\nsteht es frei, zwei Instanzen der vormund- schaftlichen Aufsicht zu\nbezeichnen (Art. 361 Abs. 2 ZGB). Wird eine obere und eine untere\nAufsichtsbehörde bezeichnet, so muss der Begriff «Aufsichtsbehörde» in Art. 420 Abs. 2 ZGB ohne weiteres für beide Instanzen\ngel- ten (Spitzer, ebenda). Der Kreis der Aktivlegitimierten ist durch\nArt. 420 Abs. 1 ZGB (jedermann der ein Interesse hat) auch für das\nRechtsmittelver- fahren vor der zweiten Aufsichtsbehörde vorgegeben.\nEntsprechendes muss aus der nämlichen Überlegung beim Entzug der\nelterlichen Gewalt gelten. Beschwerdelegitimiert ist, wer im Verfahren\nnach Art. 311 ZGB zwangsläu- fig betroffen ist, sowie jene, die sich\ndaneben beteiligen dürfen. Wer beteiligt ist, sagen Art. 57-60 EGzZGB\nfolgerichtig nicht. Die Sachlegitimation bei Art. 311 ZGB kann sich nur\naus dem materiellen Bundesrecht selbst ergeben.\nIm Gegensatz zur Vormundschaftsbeschwerde gemäss Art. 420\nZGB,\nwelcher die übrigen Kindesschutzmassnahmen nach Art. 307 - 310, 312\nZGB unterstehen, und im Gegensatz zum fürsorgerischen Freiheitsentzug\nbei Un- mündigen unter elterlicher Gewalt (Art. 397 d in Verbindung mit\nArt. 314 a ZGB), kann dem materiellen Recht bei Art. 311 ZGB nicht\nausdrücklich ent- nommen werden, wer gegen entsprechende Entscheide\nbeschwerdelegiti- miert ist. Der Grund dafür liegt darin, dass der Entzug\nder elterlichen Gewalt nach Art. 311 ZGB die einzige\nKindesschutzmassnahme ist, die erstinstanzlich nicht von der\nVormundschaftsbehörde ausgesprochen wird und gegen welche\n- vorausgesetzt die erste Aufsichtsbehörde sei eine richterliche (Art. 314\nZiff. 1 ZGB) - das ZGB nicht zwingend ein kantonales Rechtsmittel\nvorschreibt (Ingress von Art. 311 ZGB in Verbindung mit Art. 361 Abs. 1\nZGB). Gemäss\nH. Henkel (Die Anordnung von Kindesschutzmassnahmen gemäss Art.\n77\n307 rev. ZGB, Zürich 1977, S. 187) soll der Elternteil ohne elterliche\nGewalt - bei- spielsweise der geschiedene Ehegatte, welchem die Kinder\nnicht zugeteilt sind\n- keinen Anspruch auf rechtliches Gehör haben, wenn die elterliche\nGewalt des anderen durch Kindesschutzmassnahmen eingeschränkt\nwerden soll. ZVW 17 (1962) S. 14 Nr. 2 spricht dem (bevormundeten)\nEhemann, der nicht im Besitze der elterlichen Gewalt ist, die\nLegitimation ab, gegen den Entzug\n\n"}