{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1995-16_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1995_16_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609769e45a583999fa5c55ae8adf72d2818d97d1229fe5eb87d0921a8597d4d77684cedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609769e45a583999fa5c55ae8adf72d2818d97d1229fe5eb87d0921a8597d4d77684cedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1995_16", "Checksum": "12db26d51bf416a6937e9484e88fbef0"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1995 16"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 16"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 16"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1995 16"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:51:53", "Checksum": "952ae49ad7c231fd8d02fa1b9c29b5a6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 16\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 71\ngen und so die Rechtsmittel in seiner Hand kumulieren (BGE 62 II 47).\nDie Möglichkeit, eine Anschlussberufung zu erheben, kommt auch nach\nder gel- tenden bundesrechtlichen Bestimmung des Art. 59 OG\nuneingeschränkt nur derjenigen Partei zu, die bereit war, sich mit dem\nerstinstanzlichen Urteil abzu- finden. Der Berufungskläger kann nicht\ngegen die Hauptberufung und schon gar nicht gegen die\nAnschlussberufung des Gegners eine Anschlussberufung erheben (Jean\nFran~ois Poudret, Commentaire de la loi federale d'organisa- tion\njudiciaire, Bd. II, Bern, 1990, N. 2.2.1. zu Art. 59 und 61 OG mit zahlreichen\nHinweisen, namentlich kritisch zum Entscheid ZR 79 (1980) Nr. 15 des\nOber- gerichts des Kantons Zürich; Messmer/lmboden, Die eidgenössischen\nRechts- mittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 588, Nr. 46). Im gleichen\nSinne entschie- den etwa die bernischen Gerichte für die\nAnschlussappellation gemäss Art. 340 Abs. 2 ZPO BE\n(Mahrbach/Kellerhals, Die ZPO für den Kanton Bern,\n4. Aufl., Bern 1995, N. 3a zu Art. 340 ZPO), die luzernische Praxis\n(Studer/Rüegg/Eiholzer, Der Luzerner Zivilprozess, Luzern 1994, N. 1 zu §\n251 ZPO LU) sowie diejenige des Kantons Aargau (Kurt Eichenberger,\nZivil- rechtspflegegesetz des Kantons Aargau, Aarau/Frankfurt\na.M./Salzburg 1984,\nN. 2 zu § 325 ZPO AG mit Hinweisen). Die Argumentation des\nBundesgerichts und der kantonalen Gerichte zu den jeweiligen\nRechtsmitteln vermag auch für die bündnerische Anschlussberufung\ngemäss Art. 220 ZPO zu überzeugen (so auch Jürg W. Leutenegger,\nBerufung und Beschwerde wegen Gesetzesverlet- zung nach\nbündnerischem Zivilprozessrecht, Diss. 1979, S. 89). Dies gilt umso mehr,\nals bereits der klare Wortlaut dieser Bestimmung festhält, dass der Berufungsbeklagte Anschlussberufung einreichen kann, wenn er nicht selbst\nauch Berufung eingelegt hat. Gemäss der auch von der bündnerischen ZPO\ngewähr- ten Wahl zwischen selbständiger Berufung und blosser\nAnschlussberufung hätte zudem gerade im vorliegenden Fall sehr wohl die\nSituation eintreten kön- nen, dass sich K. mit dem erstinstanzlichen Urteil,\nmit welchem ihr eine ge- genüber ihrem Antrag reduzierte, abgestufte\nRente gestützt auf Art. 152 ZGB gewährt, aber kein Betrag aus Güterrecht\nzugesprochen wurde, abgefunden hätte. Sie hätte sich diesfalls darauf\nbeschränkt, ihre Weiterziehungsanträge al- lenfalls auf dem Wege des\nAnschlusses an die Hauptberufung ihres geschiede- nen Mannes\nanzubringen. D. wäre diesfalls nach Ablauf der zwanzigtägigen Frist mit\neiner nachträglichen Ergänzung seiner Hauptberufungsanträge ausgeschlossen gewesen, es sei denn, dass entgegen der herrschenden Lehre\nund Rechtsprechung eine Anschlussberufung an eine Anschlussberufung\nzugelas- sen würde. Wieso nun aber einem Berufungskläger oder einer\nBerufungsklä- gerin weitergehende Rechte zur Ausdehnung der Berufung\nzustehen sollen, je nachdem ob die Gegenpartei eine selbständige oder\neine blosse Anschlussbe- rufung eingereicht hat, ist nicht einzusehen (vgl.\nBGE 62II 47 f). Auf die An- schlussberufung der K. wird demnach nicht\neingetreten.\nZF 87/95 Urteil vom 21. November 1995\n\n72\n"}