{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1995-14_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1995_14_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609762f705afb94e8f36a7e1a59d036633e8dc3015f4d21ef465fcca3128e39dd1b51edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609762f705afb94e8f36a7e1a59d036633e8dc3015f4d21ef465fcca3128e39dd1b51edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1995_14", "Checksum": "1b76efc30a1359ce7e309e07b86fb934"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1995 14"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 14"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 14"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1995 14"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:51:48", "Checksum": "0f5a9d4b6dac48e64e38c989dcc734ff", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 14\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n66\nBern 1992, Kap. 9, Nr. 75, S. 215). Nach dem Bezirksgericht hat somit\ndas Kantonsgericht zu prüfen, welche Bedeutung dem Schreiben des\nRechtsver- treters des Dr. D. vom 22. Juli 1992 zukommt. Dieser Brief\nhat folgenden Wortlaut:\n«Herr Dr. D. hat mir mitgeteilt, dass er den Prozess, nachdem nunmehr die Gemeinde zur Eindämmung der Lärmimmissionen\neingeschritten ist, und er sich mit Herrn und Frau Z. hat einigen können,\nnicht weiterzufah- ren gedenke.\nAus diesem Grunde wird die Klage infolge Vergleiches zurückgezogen. Ich ersuche Sie höflich, diese infolge Vergleiches abzuschreiben und\nbei Ihrem Entscheid über die Kostenfolge zu berücksichtigen, dass die\ninsbeson- dere zum Zeitpunkt der Klageeinleitung herrschenden,\nunhaltbaren Verhält- nisse aktenkundig sind, und die\nGeneindeverwaltung nach wie vor darum bemüht ist, den von ihr zur\nLärmreduktion verfügten Massnahmen Nach- achtung zu verschaffen.»\nDer gegnerische Rechtsvertreter teilte im Anschluss an diesen Brief\nam 31. August 1992 mit, es könne von einem Vergleichsabschluss mit\ndem Kläger Dr. D. keine Rede sein. Dieser sei daher aufgrund seines\nKlagerück- zugs zur Übernahme der Hälfte der Gerichtskosten und zu\neiner reduzierten ausseramtlichen Entschädigung zu verpflichten. In\nseiner Vernehmlassung vom 16. September 1995 verlangte Dr. D. in der\nFolge die Fortsetzung des Verfahrens mit der Begründung, die\nGegenpartei habe sich nicht an die in Anwesenheit des Verwalters der\nStockwerkeigentümergemeinschaft getrof- fenen Vereinbarungen\ngehalten. Er sei absichtlich getäuscht worden bzw. ei- nem\nGrundlagenirrtum erlegen.\nc) Das Schreiben vom 22. Juli 1995 stellt gemäss seinem unmissverständlichen Wortlaut einen eindeutigen Klagerückzug dar. Unzulässige\nBe- dingungen, welche den Rückzug als ungültig erscheinen liessen\n(vgl. Vogel, a.a.O., Kap. 9, Nr. 50, S. 211, Paul Studer, Willensmängel\nbei Parteihandlun- gen, Diss., Zürich 1976, S. 67), sind darin nicht\nenthalten. Nicht als solche zu qualifizieren sind insbesondere die\nFeststellungen, dass die Gemeinde Mass- nahmen ergriffen habe und\neine Einigung mit den Eigentümern der Disco habe erzielt werden\nkönnen. Zu prüfen bleibt damit, ob der Rückzug allen- falls mit einem\nWillensmangel behaftet ist (BGE 60 II 58; 56 I 224; Vogel, a.a.O., Kap.\n9, Nr. 73, S. 214; Guldener, Schweizerisches Zivilprozess- recht, Zürich\n1979, S. 288, Anm. 42 und S. 403; Schmidlin, Berner Kommen- tar zu\nArt. 23-27 OR, Bd. VI, 1. Abt., 1. Teilbd., Unterteilbd. 1b, Bern 1993,\nN. 191 zu Art. 23/24 OR; Studer, a.a.O., S. 68f.). Dabei sind die\nzivilrechtli- chen Bestimmungen der Art. 23 ff. OR analog anzuwenden,\nsoweit dies mit den Zielen der Rechtspflege, namentlich der\n67\nRechtssicherheit, vereinbar ist (Studer, a.a.O., S. 46). Entscheidend ist,\nob der Beklagte den Irrtum des Klä- gers erkannt hat oder hätte erkennen\nkönnen. War der Irrtum für den Be-\n\n"}